Das „Rad“ zur Gestaltung einer menschengemäßen Zukunft muß nicht neu erfunden, sondern nur ergriffen und von uns allen in Schwung gebracht werden!

Viele Impulsgeber haben uns Werkzeuge geschenkt, deren Wert viele bis jetzt nicht erkannt haben. Und nicht nur Wekzeuge sind es, es sind die Heilmittel gegen diese dunkle Bösartigkeit, die sich wohl vorgenommen hat, die Menschheit, so wie sie gedacht war und werden könnte, zu vernichten. Hierzu habe ich zahlreiche Artikel geschrieben und wer noch denken und mit klaren Augen in die Welt schauen kann, erkennt das an jeder Ecke. Viele Menschen sind ratlos und fragen sich, was nun noch getan werden könnte, um das Schlimmste abzuwenden, und um noch weitere Schäden zu vermeiden. Ihnen rufe ich so lange schon zu: „Es ist alles da! Hier bitte sehr! Nehmt und fangt an!“.

Platons Höhlengleichnis

Doch etwas scheint nicht richtig zu sein, etwas scheint die Menschen zu hindern, sie zu fesseln, zu knebeln, als wären sie schon längst in eiserne Ketten gelegte Sklaven, die sich an ihre Gefangenschaft gewöhnt haben, die in einer dunklen Höhle sitzen, auf die hinterste Wand starrend, die in rötlich gelbem Schein aufleuchtet. Und dann ruft einer: „Hier, durch unseren Höhleneingang scheint Licht, von draussen, ein grandioses Licht! Kommt, lasst uns hinausgehen und sehen!“

Doch keiner will ihm folgen, ja, sie wollen sich nicht einmal von der Rückwand lösen, nach vorne schauen. Deshalb will ich es heute einmal anders versuchen, mit ein paar Informationen, die jeder selbst nachschlagen, erforschen kann, damit man mir nichts „glauben“ muß. Wer will schon einer Hexen-Heulerin glauben, führten Hexen nicht schon immer ins Verderben? Oder war es doch umgekehrt? Hat man etwa all die Hexen verbrannt und vernichtet, damit sie den Herrschern bei ihrem Machtausbau und ihren Vernichtungs – und Ausbeutungskriegen nicht ins Handwerk pfuschen?

Hier also ein paar anregende Informationen als Angebot für die Eigenrecherche. Vielleicht nützt es was, wenn der Mensch nicht alles schön filletiert auf dem Silbertablett bekommt sondern sich selbst schlau machen darf. Das bedeutet auch: ich traue meinen Lesern Eigeninitiative zu, ich vertraue darauf, dass sie wild entschlossen sind, dieses ganze vernichtende Chaos in eine lebensfreundliche Zukunft zu verwandeln. Ich höre sie mit ihren „Hufen scharren“, ich höre, wie sie schon zum Sturm blasen wollen, die Rösser sind gezäumt, die Luft ist nicht nur frühlingshaft mit vielen Versprechen geschwängert, sie ist auch voller Aufbruchstimmung. Hier hätte ich ein wenig Proviant und ein paar Landkarten, möge es nützlich sein.

Die Soziale Plastik

Um einmal die staatlich genehmigten „Informations“ – Quellen zu nutzen, hier eine Kurzbeschreibung aus Wikpedia, dem offiziellen Wörterbuch des Wahrheitsministeriums:

Die Soziale Plastik, auch genannt die soziale Skulptur, ist ein kunsttheoretischer Begriff zur Bezeichnung von Kunst, die den Anspruch verfolgt, auf die Gesellschaft gestaltend einzuwirken. Gesellschaften, Aktionen und Prozesse, in denen Menschen kreativ die Verhältnisse verändern und sie formen, werden ebenfalls so bezeichnet. Auf der Grundlage eines Erweiterten Kunstbegriffs nutzte der deutsche Künstler Joseph Beuys diese Begriffe, um damit seine Vorstellung einer gesellschaftsverändernden Kunst zu erläutern. Im ausdrücklichen Gegensatz zu einem formalästhetisch begründeten Verständnis schließt das von Beuys propagierte Kunstkonzept dasjenige menschliche Handeln mit ein, das auf eine Strukturierung und Formung der Gesellschaft ausgerichtet ist. Damit wird der Kunstbegriff nicht mehr nur auf das materiell fassbare Artefakt beschränkt…..

…Die von der Anthroposophie beeinflusste Theorie der „Sozialen Plastik“ besagt, jeder Mensch könne durch kreatives Handeln zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und dadurch plastizierend auf die Gesellschaft einwirken. Aus dieser Vorstellung entstand die viel zitierte These der „Sozialen Plastik“: „Jeder Mensch ist ein Künstler“, die Joseph Beuys erstmals 1967 im Rahmen seiner politischen Aktivitäten äußerte…..dass jeder daran teilnehmen kann, das Leben insbesondere in Politik und Wirtschaft sozial und kreativ zu gestalten. …

…Die Grundlage der Idee einer Sozialen Plastik ist der Mensch, der durch Denken und Sprache soziale Strukturen entwickelt. Diese Entwicklung der Gesellschaft verstand Joseph Beuys als einen kontinuierlichen kreativen Prozess. Die Aufgabe der Kunst sei es, dem Menschen diesen Prozess bewusst zu machen. Der Gesamtzusammenhang der Sozialen Plastik erklärt sich aus einem sozialen, also das Allgemeinwohl betreffenden Handeln und dem Begriff Plastik, der ein modellierfähiges und formbares Gebilde benennt, das … erfahrbar ist und mit der Wahrnehmung der Gesellschaft gleichzusetzen ist. Im Gegensatz zu einem rein formalästhetischen Kunstbegriff umfasst die Soziale Plastik als ein anthropologischer Kunstbegriff jegliche kreative menschliche Tätigkeit. Mit allem, was der Mensch gestaltet und somit als eine geistige Leistung schöpferisch hervorbringt, gilt der Einzelne als gesellschaftsverändernd aktiv.“ (Ende des Zitats)

Beuys sagt auch, dass die notwendigen Fähigkeiten zur Verwirklichung einer Sozialen Plastik oder eines „Sozialen Organismus” Spiritualität, Offenheit, Kreativität und Phantasie sind, die in jedem Menschen von Geburt an vorhanden sind. Diese Fähigkeiten müssen erkannt, ausgebildet und gefördert werden. Das ist leider in den letzten Jahrzehnten sehr vernachlässigt worden, stattdessen wurden und werden Kinder hauptsächlich bezeiten gekrümmt, um sie für das Wirtschaftsleben zurecht zu biegen. Auch darüber habe ich in mehreren Artikeln schon geschrieben. Doch ist nicht alles verloren und nicht alles wegerzogen. Wir können diese Fähigkeiten wieder vom Schutt befreien, gießen und pflegen, und vor allem dies: in dem man diese Fähigkeiten nutzt, wachsen sie!

Weiter aus dem offiziellen Wahrheits- Wörterbuch:

…Aus dieser Annahme heraus beschränkt sich die Kunst nicht mehr nur auf materielle Artefakte, die in einem Museum oder einer Galerie ausgestellt werden, sondern auf die gesamte Gesellschaft, in welcher in allen Bereichen nach der Forderung von Beuys die Kunst ihren Platz einnehmen muss, um veraltete Lebensformen durch neue zu ersetzen.(Zitat Ende)

Nun, was soll ich sagen, die sogenannten „veralterten Lebensformen“ sind ja inzwischen teuflisch bösartig und vernichtend geworden. Was lange von uns Menschen versäumt wurde, sollte jetzt endlich ergriffen werden, bevor niemand mehr übrig ist, der etwas ergreifen könnte.

Nun ist ja recht viel Zeit ins Land gegangen, und es gab und gibt so viele Bereiche, in welchen es möglich gewesen wäre, diese Idee aufzugreifen und umzusetzen, weil sie hätte verstanden werden können, und weil es zum nach außen propagierten Überzeugungsmuster passt. Nicht zuletzt denke ich hier an anthroposophische Bereiche. In unserer heutigen Zeit scheinen es auschließlich manche, bei weitem nicht alle, sogenannten „Solidarischen Landwirtschaften“ zu sein. Doch auch hier gilt wie überall: es ist nicht überall „Solidarische Landwirtschaft“ drin, wo das draufsteht, ebenso wie es auch bei so vielen Waldorfschulen zu sein scheint, wo man teilweise nicht mal in Kellern oder staubigen Dachböden noch einen Hauch von Waldorfpädagogik findet, außer natürlich Äußerlichkeiten im Materiellen, „abbe Ecken“ und bunte Klassenzimmerwände etwa. So manche, durch die Lehre Rudolf Steiners initiierte Demeter-Landwirtschaft könnte sich hier noch eine Scheibe abschneiden, doch deren Versäumnisse beruhen allerdings hauptsächlich darauf, es zum allergrößten Teil unterlassen zu haben, die Dreigliederung ernst zu nehmen und in die Welt zu bringen.

So sind wir hier schon aus Versehen bei „Waldorfs“ beziehungsweise bei der Anthroposophie gelandet, deshalb machen wir einen Ausflug zur Dreigliederung des sozalen Organismus. Da ich jetzt wieder unbedingt Verschwörungstheorien vermeiden will und bei der Wahrheit und nichts als der Wahrheit bleiben möchte, frage ich noch mal bei oben genannter Wahrheitsquelle nach:

Die Dreigliederung des sozialen Organismus

Wahrheitswörterbuch:

Die Dreigliederung des sozialen Organismus – oder die Soziale Dreigliederung – ist eine Forderung für die konkrete Umgestaltung der gegenwärtigen einheitsstaatlichen Gesellschaftsform, welche auf Rudolf Steiner zurückgeführt wird.

Die soziale Dreigliederung beschreibt die Struktur einer Gesellschaft, in der die Koordination der gesamtgesellschaftlichen Prozesse nicht zentral durch einen einheitlichen Staat oder eine einzige Führungselite erfolgt, sondern in der drei grundsätzlich voneinander verschiedene Bereiche vorhanden sind:

Die drei Bereiche der Gesellschaft sind:

das Geistesleben, das Bildung, Wissenschaft, Religion und Kultur umfasst, sowie die Zusammenarbeit der Menschen (verstanden als Kreativitätsfaktor, etwa die Kultur der Entscheidungsprozesse oder das Betriebsklima betreffend). Als Produktionsfaktor wäre die Arbeit dem Wirtschaftsleben zuzuordnen.

das Rechtsleben, das Gesetze, Regeln und Vereinbarungen der Gesellschaft umfasst.

das Wirtschaftsleben, das die Produktion, den Handel und Konsum von Waren und Dienstleistungen umfasst.

Sie werden als autonom und gleichrangig, aber unterschiedlich in ihrem Wesen beschrieben. Jedem Hauptbereich wird ein Ideal der Französischen Revolution als leitendes Prinzip zugeordnet:

die Freiheit dem Geistesleben,
die Gleichheit dem Rechtsleben,
die Brüderlichkeit dem Wirtschaftsleben

..Die anzustrebende funktionale Gliederung der Gesellschaft soll ja ausdrücklich nicht als Utopie verstanden werden, sondern beruht auf einer durch Empirie errungenen Erkenntnis von den notwendigen Lebensbedingungen dieser drei gesellschaftlichen Bereiche. Im nationalen Einheitsstaat seien diese drei Systeme in einer sich gegenseitig behindernden Weise miteinander verflochten. Erst in ihrer durchgreifenden funktionalen Trennung, ohne dass ein Gebiet in das andere in unberechtigter Weise eingreife und dadurch zu sozialen Komplikationen führe, könnten sie ihre eigenen Kräfte voll entfalten. Der Nationalstaat, der sich in einer nicht mehr zeitgemäßen Weise aus einem Volkszusammenhang herleite, sei damit überwunden. An seine Stelle trete eine Rechtsgemeinschaft….“ (Wahrheitswörterbuch Ende)

Es ist wunderbar, wenn man sich in diese Sache vertieft, denn es leuchten einem wahre Sterne entgegen, die erklären, warum alles so entsetzlich geworden ist und wie man nun eine echte Wandlung herbeiführen kann. Sobald man sich näher damit befasst, erkennt man auch, wo man jetzt, dort wo man steht, noch heute im Alltag damit beginnen kann, auf allen drei Ebenen. Vorbilder gibt es auch hier kaum. Man lasse sich nicht von Organisationen täuschen, die sich das auf ihre Fahnen geschrieben haben und behaupten tatsächlich umzusetzen, was sie behaupten. Hierzu verzichte ich jetzt auf die Aufzählung der schlimmsten und peinlichsten „Stilblüten“ der heutigen Zeit, ausgerechnet in der eigenen Sippe des Herrn Steiner, der sich wohl in seinem Grabe herumdrehen muß.

Der Leser kann hier unschwer erkennen, wie einfach es ist, auf Heilmittel zu stoßen, auf geeignete Werkzeuge, auf wunderbare Methoden. Wir müßten hier nicht warten, bis ein Retter kommt, der wird nicht kommen, wir müssen und können es selbst tun. Als weitere Anregungen kann ich noch anbieten, sich einmal auf die Suche zu begeben nach folgenden netten Sachen:

  • Regiogeld
  • Verfallsgeld
  • Tauschring, Tauschbörse,…
  • Nachbarschaftshilfe
  • Schenkgemeinschaften
  • Food – Coop
  • Genossenschaftlicher Dorfladen
  • Handwerker – Cooperative
  • Gemeinschaftliches Lernen bzw. Unterrichten der Kinder durch Eltern im „Lockdown“
  • Gründung von Kleinstschulen

Zum Abschluß und als Startschuß möchte ich nochmals mein Lieblingszitat in dieser Zeit hinzu nehmen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass „menschengemäß“ nicht dasselbe ist wie „menschlich“. Denn „menschlich“ scheint auch das widerliche Verhalten und Trachten der Gestalten zu sein, sie in ihrer grenzenlosen Hybris sich selbst und ihre Auftraggeber, denen sie zu dienen hätten, nämlich uns, das Volk, verraten, verkaufen, versklaven und ins Elend treiben.

„Menschengemäß“ bedeutet: das, was das höchste Ideal des Menschen ist, das, was er als höchste Form seiner Entwicklung betrachten kann, was seiner Würde als liebendes und schöpferisch tätiges Wesen sein könnte.

Menschengemäße Kunst muß
1. die Vernichtung des Menschengemäßen verhindern und
2. das Menschengemäße aufbauen.
Nur das ist Kunst, sonst gar nichts.
Joseph Beuys

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