Seit Anfang 2020 befinden wir uns in einem Prozeß, lange vorbereitet, geschickt und von uns unbemerkt über viele Jahre zuvor eingefädelt und auf die Wege gebracht, der ein einziges Ziel zu verfolgen scheint: die Abschaffung des Menschen.

Wer wach genug war die letzten Monate, ja, die letzten eineinhalb Jahre, kann wissen, dass die Menschheit erheblich reduziert werden soll. Auch das wurde lange schon vorbrereitet und es wurde auch öffentlich ausgesprochen. Es ginge so nicht, es seien zu viele Menschen, welche diese Erde nicht mehr ernähren könne, und zudem würden so viele Menschen das Klima zerstören. So verkündeten es die Herrscher dieser Welt, ob sie nun „politische Herrscher” waren oder sind, ober ob sie zum modernen Geldadel gehören, und somit ja genaugenommen auch politische Herrscher sind. Denn was ist Politik anderes als der lange Arm, der ausführt, was der Geldadel verlangt. “Geburtenkontrolle” nannten sie etwa eines ihrer schönen, glückverheißenden Lösungen für oben genanntes herbeigeredetes Problem.

Verschwörungstheorie, die längst Realität wurde

Und bereits vor einigen Jahren wurde „experimentiert“ mit Impfstoffen in den ärmeren Ländern der Welt, welche dann tatsächlich zu Unfruchtbarkeit führten. Vielleicht überlebt die Menschheit lange genug, um in ferner Zukunft weitere, verborgenere „Projekte“ aufzudecken, welche das selbe Ziel verfolgten. Noch ist es „Verschwörungstheorie, dass etwa die Wettermanipulation weltweit zu Verheerungen geführt hat, die ebenfalls die Bevölkerung reduziert, mindestens jedoch erhebliche Schäden an der Natur bewirken, die weiten Teilen der Welt und der dort lebenden Menschen die Lebensgrundlagen entzieht. Bisher sprechen nur sogenannte Verschwörungstheoretiker davon, dass Extremwetter und Umweltkatastrophen gezielt von Menschen herbeigeführt werden. Dies führt zu Dürre und Überschwemmungen, zu Stürmen ungeheuerlichen Ausmaßes, zu Unwettern und Waldbränden, zu Frost im blühenden Frühjahr und all dem, was man heute dem sogenannten Klimawandel zuschreibt.

So „retten“ die Herrscher die Welt

Die Zahlen der erheblichen Nebenwirkungen und Todesfälle der neuen sogenannten Impfung, sofern sie überhaupt dokumentiert sind, deuten ähnliches an. Es gibt offenbar mehr Todesfälle („an oder mit“…) in Verbindung mit dieser sogenannten Impfung seit ihrer Anwendung , als es Todesfälle „an oder mit Corona“ gab seit Beginn dieser sogenannten Pandemie. Das scheint kaum jemanden zu interessieren. Noch zeigen sich keine Zahlen bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit, ob sie nun noch nicht vorhanden sind, diese Zahlen, oder ob sie eben gut genug unter Verschluß gehalten werden, bleibt noch offen. Sogenannte Verschwörungstheoretiker, die in der Zeit vor dieser „Pandemie“ noch weltweit anerkannte Experten waren, legen dar, dass es durch diese „Impfung“ zu Unfruchtbarkeit kommen wird.

Aber natürlich werden es noch genügend Menschen sein, die diese segenbringende Prozedur überleben werden. Doch ist es nicht vorgesehen, dass diese Überlebenden tatsächlich dann noch „Mensch“ genannt werden können. Welche Art von Wesen wird das dann wohl sein, das frage ich mich seit vielen Monaten. Seit Anfang 2020 schreibe ich ein „Corona-Tagebuch“ und notiere darin auch die Veränderungen an den Menschen und ihrem Verhalten, die ich wahrnehme. Das ist ein Stoff, aus welchem Alpträume bestehen. Diese Veränderungen empfinde ich als verheerend und ich weiß nicht, ob das, was da mit den Menschen geschehen ist bis heute, umkehrbar ist, sollte das etwa alles plötzlich demnächst vorbei sein. Ich habe meine Zweifel. Doch es wird nicht plötzlich demnächst alles vorbei sein.

Das Wesentliche geht verloren, übrig bleibt Nichts

Was ich feststellen kann an vielen Leuten, ist ein Verhalten, welches ich nicht mehr „menschlich“ nennen kann im Sinne dessen, was ich persönlich als „Mensch – Sein“ empfinde. Ein Teil von ihnen scheint regelrecht böse geworden zu sein. Was diese ihren Mitmenschen antun, das kann ich nicht verarbeiten, nicht einordnen, weil es entsetzlich ist. Ein anderer Teil von ihnen scheint regelrecht seines Hirnes beraubt, seines gesunden Menschenverstandes, es scheint nichts von alledem übrig oder erreichbar zu sein. Hierfür möchte ich keine Begriffe verwenden an dieser Stelle. Üblicherweise, so tat man das vor einigen Jahren noch, gab man einen solchen etwa den Namen eines bestimmten Tieres. Doch scheint mir das nicht richtig zu sein. Ob dies eine Beleidigung für das genannte Tier sein könnte, lasse ich einmal dahingestellt.

Das Schlimmste und Unverständlichste daran ist für mich: Sie tun es freiwillig!

Da ist insgesamt etwas, und zum Teil sehr viel, und manchmal fast alles verloren gegangen, was ich eines Menschen würdig betrachte. Und es ist vieles verloren gegangen, was ich ganz allgemein als „menschlich“ bezeichnen kann oder: zum Leben eines Menschen gehörend. Es sind nur noch wenige, sehr sehr wenige Menschen, die ich so nennen kann, in meinem persönlichen Umfeld, für mich erreichbar in irgendeiner Form.

Der Mensch degradiert sich zum Empfänger von Teststäbchen und Spritze

Giorgo Agamben schreibt in seinem Artikel genau darüber. Ich habe ihn unten an diesen Artikel angehängt und bitte darum, ihn zu lesen. Was er schreibt, liest sich entsetzlich und deckt sich mit meiner Wahrnehmung und allem, was ich in den vielen dicken Ordnern meines „Corona-Tagebuches“ notiert habe. Auch in vielen meiner Artikel hier auf diesem Blog habe ich dazu geschrieben. Was also ist der Mensch noch, jetzt, nach nur eineinhalb Jahren Gehirnwäsche und Gehorsam? Ein Tier? Ein Sklave? Ein asymptomatischer Kranker von Geburt bis zum Tode? Ein komatöses Stück Gewebe?

Die ganze Identität dieses Lebens, das zwischen der Krankheit und der Gesundheit fluktuiert, besteht darin, Empfänger des Teststäbchens oder der Impfung zu sein, die, wie die Taufe einer neuen Religion, die ruinierte Gestalt dessen definieren, was es einmal hieß, Bürger zu sein. Einer Taufe, die nicht mehr auslöschbar ist, aber notwendigerweise provisorisch und erneuerbar, weil der Neu-Bürger, der immer seine diesbezügliche Bescheinigung wird vorweisen müssen, keine unveräußerlichen und unkündbaren Rechte mehr besitzt, sondern nur Pflichten, die unentwegt entschieden und erneuert werden müssen.“

Das nackte Leben

Mit der Impfideologie wird jeder Mensch als asymptomatisch erkrankt definiert — die Sorge um die Existenz hat jeden Wertepluralismus eingeebnet. Von Giorgio Agamben

Glaube? Liebe? Hoffnung? Heutzutage ist das nackte Leben der einzige Wert, der als bewahrenswert gilt. Ihm haben einstmals hoch bewertete Ideale wie Menschenwürde und Lebensqualität zu weichen — vom „Luxusgut“ Freiheit zu schweigen. Der menschliche Wertekatalog nähert sich somit wieder dem der Tiere an, mit denen wir den Überlebenstrieb gemeinsam haben. Unsere nicht menschlichen Mitgeschöpfe gelten ja als Lebewesen mit ohnehin reduziertem Anspruch auf Freiheit und würdige Behandlung, Wesen, über die nach Belieben verfügt werden kann. Mit dem Fokus auf die körperliche Weiterexistenz wird zugleich Krankheit zum No-Go. Gesundheit im engeren Sinne gibt es nicht mehr; mit der aktuellen Impfagenda ist sie identisch mit Krankheit im Stadium der Potenzialität.

Mehrfach in meinen vorhergehenden Einmischungen habe ich die Figur des nackten Lebens evoziert. In der Tat scheint es mir, als zeige die Epidemie ohne jeden Zweifel, dass die Menschheit an nichts mehr glaubt als nur die nackte Existenz, die es als solche um jeden Preis zu erhalten gilt.

Die christliche Religion mit ihren Werken der Liebe und des Erbarmens und ihrem Glauben bis zum Martyrium, die politische Ideologie mit ihrer bedingungslosen Solidarität, sogar der Glaube an die Arbeit und an das Geld scheinen an die zweite Stelle zu rücken, kaum dass das nackte Leben bedroht wird, und sei es in Form eines Risikos, dessen statistische Entität labil und vorsätzlich unbestimmt ist.

Der Zeitpunkt ist gekommen, den Sinn und den Ursprung dieses Konzepts zu benennen. Es ist deshalb notwendig, in Erinnerung zu rufen, dass das Menschliche nichts ist, was sich ein für alle Mal definieren ließe. Es ist eher der Ort unentwegt aktualisierter historischer Entscheidung, die jedes Mal die Grenze festlegt, die den Menschen vom Tier scheidet, das, was im Menschen menschlich ist, von dem, was in ihm und außerhalb seiner nicht menschlich ist.

Als Linné für seine Klassifikation ein charakteristisches Merkmal sucht, das den Menschen vom Primaten scheidet, muss er eingestehen, es nicht zu kennen, und er endet damit, dem Gattungsnamen homo nur das alte philosophische Motto nosce te ipsum, erkenne dich selbst, beizugesellen. Dies ist die Bedeutung des Terminus sapiens, den Linné in der zehnten Auflage seines „Systems der Natur“ beifügen wird: Der Mensch ist das Tier, das sich als menschlich erkennen muss, um es zu sein, und das deshalb das Menschliche unterscheiden muss — per Entscheidung — von dem, was es nicht ist.

Man kann das Dispositiv, durch das sich diese Entscheidung historisch vollzieht, als anthropologische Maschine bezeichnen. Die Maschine schließt das tierische Leben des Menschen aus und produziert das Menschliche vermittels dieses Ausschlusses. Aber damit die Maschine funktionieren kann, muss Exklusion auch Inklusion sein, muss es zwischen den beiden Polen — dem Tierischen und dem Menschlichen — ein Gelenk und eine Schwelle geben, die sie zugleich trennen und verbinden.

Dieses Gelenk ist das nackte Leben, also ein Leben, das nicht eigentlich tierisch und nicht wirklich menschlich ist, aber in welchem sich jedes Mal die Entscheidung zwischen dem Menschlichen und dem nicht Menschlichen vollzieht.

Diese Schwelle, die notwendigerweise durch das Innere des Menschen verläuft und in ihm das biologische Leben vom sozialen trennt, ist eine Abstraktion und eine Virtualität, aber eine Abstraktion, die real wird, indem sie sich jedes Mal in konkreten historischen und politisch festgelegten Figuren inkarniert: dem Sklaven, dem Barbaren, dem homo sacer, den in der antiken Welt jeder töten kann, ohne ein Verbrechen zu begehen; dem enfant sauvage, dem Wolfsmensch und dem homo alalus als fehlendem Glied zwischen dem Affen und dem Menschen von der Aufklärung bis ins 19. Jahrhundert; dem Bürger im Ausnahmezustand, dem Juden im Lager, dem Komatösen im Reanimationsraum und dem Körper, der im 20. Jahrhundert für die Entnahme von Organen aufbewahrt wird.

Welche Gestalt des nackten Lebens steht heute bei der Bewältigung der Pandemie zur Diskussion?

Es ist nicht so sehr der Kranke, der isoliert und behandelt wird, wie nie ein Patient in der Geschichte der Medizin behandelt wurde; es ist eher der Angesteckte oder — wie es mit einer selbstwidersprüchlichen Formel definiert wird — der asymptomatisch Erkrankte, etwas, was praktisch jeder Mensch ist, auch ohne es zu wissen.

Es geht nicht so sehr um die Gesundheit als vielmehr um ein Leben, das weder gesund noch krank ist, dem als solches, insofern es potenziell pathogen ist, die Freiheiten entzogen werden können und das jeder Art von Verbot und Kontrolle unterworfen werden kann. Alle Menschen sind in diesem Sinne praktisch asymptomatisch Kranke.

Die ganze Identität dieses Lebens, das zwischen der Krankheit und der Gesundheit fluktuiert, besteht darin, Empfänger des Teststäbchens oder der Impfung zu sein, die, wie die Taufe einer neuen Religion, die ruinierte Gestalt dessen definieren, was es einmal hieß, Bürger zu sein. Einer Taufe, die nicht mehr auslöschbar ist, aber notwendigerweise provisorisch und erneuerbar, weil der Neu-Bürger, der immer seine diesbezügliche Bescheinigung wird vorweisen müssen, keine unveräußerlichen und unkündbaren Rechte mehr besitzt, sondern nur Pflichten, die unentwegt entschieden und erneuert werden müssen

Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/das-nackte-leben

Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien am 16. April 2021 unter dem Titel „Il nuda vita e il vaccino“ im Blog Quodlibet. Er wurde von Thorsten Schewe aus dem ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzerteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektoratteam lektoriert.

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