Über die dunklen Energien um uns in der Welt wird täglich unendlich viel geschrieben. Wir können sie alle erleben, wenn wir wach sind und die Geschehnisse in der Welt beobachten. Das wichtigste ist zu Beginn, sie als das zu erkennen und zu benennen, was sie sind, sie bei ihrem Namen zu nennen. Das bewirkt, dass sie erheblich an ihrer Macht verlieren, ähnlich wie Rumpelstielzchen im gleichnamigen Märchen seine Macht über die Königin und ihr Kind verliert. Märchen sind Wahrbilder, wir können und sollten ihre Weisheit, ihre Botschaft und ihre Hilfsangebote nicht außer Acht lassen durch den Irrtum, sie seien nur für kleine Kinder gedacht.

Dunkles um uns und in uns

Viele Menschen sind inzwischen wach und informiert, erkennen Zusammenhänge, erkennen Lügen und erkennen auch die Marionetten, die im Dienst der Dunkelheit gegen die Menschheit wirken und wie sie das tun. Sie erkennen oder ahnen die Ziele, die sie verfolgen. Das Bewußtsein über Dunkles in unserem Inneren aber, im Verborgenen eines jeden Menschen, ist noch nicht weit verbreitet. Das hat seinen Grund.

Auch wenn man nicht zwingend an Reinkarnation, an frühere Leben „glauben“ mag, genügt es vollauf, das jetzige Leben zu überdenken. Wohl wenige unter uns haben sich niemals kaufen oder mißbrauchen lassen, sind niemals den Verführungen der Dunkelheit auf dem Leim gegangen, haben niemals etwas Unrechtes getan, haben niemals andere Menschen oder die Schöpfung verletzt – bewußt oder unbewußt. Menschen können irren, fallen, täuschen und getäsucht werden. Es gehört auch zum Menschenleben dazu, Fehler und Irrtümer zu begehen, um daraus zu lernen. Das ist keine Schande – falls man daraus lernt und es hernach besser machen will.

Licht und Schatten in uns

Wer ehrlich nach innen blickt, kann den göttlichen Lichtfunken finden, aber auch das Dunkle, und dieser Anblick ist nicht leicht zu ertragen, es schmerzt. Deshalb leugnen wir aus Not dessen Existenz. Wir fürchten gar, das Anschauen oder Benennen könnte diese bösen Geister erst recht zum Leben erwecken, wo doch das Gegenteil der Fall ist! Haß, Neid, Rache heißen manche von diesen bösen Geistern und wir können sie durch Leugnung nicht loswerden. Sie kommen in vielen Gestalten daher: Häme und Schadenfreude, Zynismus, Achtlosigkeit, Respektlosigkeit, Gleichgültigkeit, abwertendes Verhalten gegenüber den Mitmenschen, Neigung, sich ständig selbst zu erhöhen oder zu beweihräuchern, das ewige “den Fehler im anderen suchen” anstatt vor der eigenen Türe zu kehren, die Unfähigkeit, sich zu entschuldigen, die Verweigerung von liebevoller Zuwendung und Dankbarkeit, fehlende Hilfsbereitschaft, die Unfähigkeit, andere zu loben und deren Leistungen anzuerkennen und so vieles, was in unserem heutigen Leben zur Gewohnheit wurde. Das Anerkennen ihrer Existenz in uns ist der erste Schritt, der gegangen werden kann, der erste Schritt, um diese Dunkelheit zu verwandeln und zu „erlösen“. Doch deren Anwesenheit in uns ermöglicht es der Dunkelheit, an uns „anzudocken“ und uns zu benutzen, ob wir wollen oder nicht, ob wir es bemerken oder nicht.

Lange haben wir uns davor gedrückt, die zerstörerischen Werke im Außen zu erkennen, zu Durchschauen, was geschieht. Wir haben unsere Verantwortung unter den Teppich geschoben. Die Zeit ist aber reif, wo alles ans Licht kommen will, was gewandelt und geheilt werden soll. All das Böse und Dunkle in der äußeren Welt, welches jetzt unübersehbar sich vor uns hinstellt mit aller Gewalt, ruft uns zu: „Sieh mich an, erkenne mich, wandle mich!“

Dem Bösen in die Augen schauen, ohne böse zu werden

Genau so ist es mit der Dunkelheit in uns selbst: „Sie mich an, erkenne mich, wandle mich!“ Es kann nicht zerstört werden, es kann nur gewandelt werden. Das Annehmen dieser Tatsachen, die Anwesenheit dessen, was wir doch gar nicht wollen, unser eigenes Leugnen über so lange Zeit zu sehen, damit beginnt schon die Wandlung. Wir stellen uns damit nicht auf dieselbe Stufe wie die bösen Geister. Wir stehen ihnen gegenüber, spiegeln sie, nennen sie bei ihrem Namen, wir leugnen nicht mehr, wir stehen standhaft. Mehr ist anfangs nicht nötig. Überforderung sollte vermieden werden.

Die Wandlung

Die Dunkelheit in unserem Innern ist unsere tiefste Wunde. Wir benötigen starke Seelenkräfte, um hier eine Heilung in Gang zu bringen. Diese Heilarbeit braucht einen langen Atem, das geht nicht mit der Brechstange. Seelekräfte in sich selbst zu entwickeln ist ein langer Prozeß. Seelenkräfte brauchen wir dringender als alles andere und sie sind doch unser bester Schutz und unsere stärkste „Waffe“. Und diese Selenkräfte sind genau das, was die äußere dunkle Macht scheut wie der Teufel das Weihwasser. Sie wollen sie uns austreiben, sie wollen sie zerstören, sie wollen nicht, dass wir überhaupt darum wissen. Alle sogenannten „Maßnahmen“ und Verbote“ dienen auch der Zerstörung unserer seelischen Kraft, und das zeigen auch ihre „Medikamente“ Was dies alles mit unseren Menschenseelen anrichtet an Zerstörung, darüber habe ich in vielen Artikeln bereits geschrieben.

Seelenkraft

Stärkung beginnt da, wo man sich selbst zuerst einmal liebevoll annimmt, wo man der Sehnsucht folgt, sich zu versöhnen mit sich selbst und dann mit der Welt. So beginnt man damit zu erkennen, wie man an sich selbst so viel herummäkelt, kritisiert und sich selbst schlecht macht, um es immer öfter sogleich zu unterlassen. Übt man dies konzequent, wird man selbstverständlich auch aufhören, an seiner Umwelt ohne Unterbrechung herumzumäkeln.

Die Erkenntnis, dass wir selbst werdende Wesen sind, die sich aus eigenem Antrieb und eigener Kraft entwickeln, und nur daraus, anders geht es nicht, verbindet uns mit der lichtvollen kraftspendenden Quelle in uns. Wir müssen uns nicht mühen, wir dürfen suchen und finden. Alle Fähigkeiten, die wir brauchen, schlummern in uns und wollen von uns entdeckt und genutzt werden.

Unser Körper hilft uns

So, wie wir Menschen mit der Erde verbunden sind, so sind unser Geist und unsere Seele auch mit unserem Leib verbunden. Unser Körper ist unser materieller Begleiter, ist ein beseeltes, lebendiges Wesen. Er spricht zu uns durch sein Verhalten und durch seine Zustände. Er ist ein Weisheitsvolles Wesen, ein Partner auf unserem Schicksalsweg. Auf ihn zu achten, ihn besser kennenzulernen, gut zu pflegen, ihn nicht zu mißbrauchen oder mutwillig zu verstümmeln, macht Sinn und ermöglicht das Wahrnehmen kluger Hinweise, die uns auf unserem Lebensweg helfen und nutzen. Unser Körper will nicht beherrscht sondern wertgeschätzt werden, wollen wir wirklich mit ihm zusammenarbeiten. Lernen wir unsere Verbundenheit mit unserem Körper zu erkennen, schenkt uns das ein Gefühl der Einheit, eine Grundfestigkeit und Stabilität, welche die Seele gerade heute in dieser Zeit benötigt. Diese Stabilität ist Voraussetzung, wollen wir die Dunkelheit in uns anschauen und wandeln.

Schaut auf die Kinder und lernt!

Wer kennt das nicht: Die Steuererklärung! Ein Berg von Papier, Dokumenten, Belegen, Formularen. Und heute noch zusatzlich die digitalen Hürden, wobei meist die Software hierfür mehr als untauglich ist, wenn sie denn überhaupt funktioniert. Wir werden zunehmend frustriert und erschöpft. Und nun stehen wir vor uns selbst, ahnend, was da in unserem Inneren rumort und an die Oberfläche drängt und werden ähnlich mutlos. Doch so muß es nicht sein bei unserer Aufgabe.

Obwohl unsere moderne Zeit das kindliche, fröhliche Spiel fast abgeschafft hat, kann man es manchmal noch beobachten: es ist pure Lebensfreude, es ist Leichtigkeit, es ist voller Licht und Farbe. So drücken die Kinder, die man noch nicht in ihrer natürlichen Lebendigkeit beschnitten hat, ihre Lebenslust und ihren Willen zu lernen, aus. Sie scheinen gewaltige Energien zu haben, die Kleinen. Das sollten wir bedenken bei all unseren Bemühungen auf unserem Entwicklungsweg.

Bitternis, Fanatismus, Verzicht, Kasteiung, Dogmatismus gepaart mit Phantasielosigkeit, Lieblosigkeit und Humorlosigkeit haben auf diesem unserem Weg nichts zu suchen. Nichts könnte hinderlicher sein. Wo keine Freude lebt, wo keine Selbstachtung und Selbstannahme sind, da kann sich nichts entwickeln und erst recht nicht wandeln. Und ohne Selbstachtung und Selbstliebe kann auch keine Achtung für unsere Mitmenschen und die Welt entstehen, so entsteht auch keine Brüderlichkeit im Umgang mit anderen, so weiten sich auch nicht unsere Seelenaugen für unsere Brüder und Schwestern. Pflegen wir jedoch diese Qualitäten, schließen wir uns an eine unerschöfliche Kraftquelle an. Macht es wie die Kinder!

Die Dunkelheit in uns ist Teil unserer Entwicklung. Beginnen wir mit der Wandlung, mit der Heilarbeit, wachsen wir darüber hinaus. Je mehr wir in unserem Inneren die dunklen Geister wandeln, je weniger können die äußeren Angriffe auf uns wirken. Wie bei einem Klettverschluß kann sich ohne das „passende Gegenstück“ in unserem Innnern nichts Dunkles von außen anhaften und wird verhungern. Wir werden immun. So wandelt sich durch uns auch die Welt im außen.

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