Dies ist ein kleiner und persönlicher Bericht diverser Eigenversuche. Es soll keine Aufforderung zum Nachmachen sein, doch wenn es eine Anregung zum Mitdenken sein könnte, wäre das was!

Angefangen habe ich damit im zarten Alter von 18 Jahren etwa, mit Kräutern und allem, was mir so in die Finger kam. Ja, es gab auch Versuche, die unerfreulich verliefen, doch habe ich sie offensichtlich überlebt. Das erste Mißgeschick, man könnte auch sagen, die erste durchschlagende Erfahrung, die mir etwas mehr Behutsamkeit beibrachte, war folgende:

Johanniskrautöl, selbst hergestellt aus selbst gesammelten Kräutern. Ich hatte gelesen, man solle mit Sonnenlicht vorsichtig sein bei Anwendung dieses Öls, es könnte zu Hautirritationen führen. Ich hatte nie Hautirritationen, vor allem nicht in der Sonne. Also: schön dick eingeschmiert damit und ab in die Sonne. Ok, ich kann es keinem empfehlen! In Folge war ich mit meinen Abenteuern etwas vorsichtiger, meistens jedenfalls.

Im Moment allerdings leiden wir ja nicht gerade unter Problemen durch zu viel Sonnenlicht, vor allem nicht im Haus, und nicht in diesem von oben verordneten „langen dunklen und kalten Winter“, der wohl bis weit nach Ostern andauern soll. Also schreibe ich lieber über Winterliches.

Im letzten Winter erlitt ich eine Grippeerkrankung. Es gab noch kein Coronatheater, nur die Botschaft, in Wuhan, China, eine 60-Millionen-Stadt seien einige hundert Menschen an Atemwegserkrankung gestorben. Nun, das mag ein ganz normaler winterlicher Wert sein bei 60 Millionen Menschen und einer derartigen Luftverschmutzung dort, und dann auch noch in der Grippezeit, dachte ich, und das denke ich heute immer noch. Wie ja auch bei uns dann die Sterbezahlen veröffentlicht wurden: ähnliche Werte wie jedes Jahr, bloß dass diese Grippewelle nun Coronawelle hieß, und es keine Grippe mehr gab, die war dann ausgestorben. Doch das Gerede über „Beatmung, Intubation!“ und all das, das beunruhigte mich etwas. Und es hieß auch: Wenn Sie krank sind, gehen Sie nicht zum Arzt!“. Ok, Schnupfen mit Arzt dauert 7 Tage, Schnupfen ohne Arzt dauert eine Woche“, wie man so sagt: ich mache es also selbst:

Das bedeutet: Wer krank ist, gehört ins Bett. Der Körper braucht nun alle Kraft für seine Heilarbeit. Entzieht man ihm das durch unnötiges Rumgerenne, wundere man sich nicht über schwere Verläufe. Essen ist nicht so wichtig, trinken jedoch schon. Vitamin C und Vitamin D, Wärmflasche, heiße Suppe, Tee, Ruhe, Schlaf, Dampfbad zum Schleimlösen und um die Nase freizumachen, Brustwickel…, keinesfalls fiebersenkende Medikamente, wenn sie nicht dringend vom Arzt angeordnet sind oder das Fieber wegen Vorerkrankungen zum Risiko erklärt wurde. Grippe ist eine virale Erkrankung und die stärkste Waffe dagegen produziert unser Körper von selbst, falls man ihm das nicht über Jahre und Jahrzehnte abgewöhnt hat: Fieber! Unangenehm, zugegeben, doch ohne Waffe kein Sieg, also Augen zu und durch. Robuste Personen unterstützen das manchmal mit einem abendlichen heißen Glühwein, gut gewürzt. Lindenblütentee ist für fast alle gut geeignet. 2 Tage bis zum schönsten Fieber, welches sich mit leichtem Schüttelfrost ankündigt. Jetzt weiß ich: mein Körper läuft zur Hochform auf! Einen Tag fiebern und dann wars das. Jetzt geht die Rekonvaleszenzzeit los. Immer noch gilt: keinen unnötigen Kraftverbrauch. Nach insgesamt also 3 Tagen kann ich schon wieder etwas aufrecht sein und nutze diese Zeit für das beste, was mir einfällt: es ist ein wenig mild, die Sonne scheint, also warm einpacken, und mit dem Auto zum Waldrand und dort auf eine Bank in die Sonne setzen. Das mache ich jeden Tag: Waldrand, Sonne sitzen, frische Luft, und bald kann ich auch kleine Spaziergänge machen, die täglich länger werden, denn die Kraft nimmt zu. Fertig.

Zudem kann der ein oder andere auch an Wadenwickel denken, wenn das Fieber einmal allzu arg plagt: diese werden ausschließlich bei heißen oder sehr warmen Waden angewandt, niemals bei kalten Waden, und der Wickel ist auch nicht wirklich kalt, sondern nur 2-3 Grad kühler als die Körpertemperatur. Das genügt. Es gibt allerdings Menschen, die sollten mit Fieber aufpassen, dazu kann man den Arzt einmal fragen. Kinder die zu Fieberkrämpfen neigen etwa, und sehr geschwächte Menschen mit starken Herz-Kreislauf-Problemen oder sowieso Immungeschädigte Patienten. Für halbwegs gesunde Menschen ist Fieber ein Lebenselixier. Sogar die meisten Ärzte sprechen jetzt davon, dass hin und wieder zu fiebern eine Tumorprophylaxe zu sein scheint. Deshalb achte man darauf, nicht zu schnell gegen jede Befindlichkeitsstörung frei verkäufliche „Wohlfühl- oder Durchhalte-Medikamente“ zu nehmen, gegen kleine Schnupfenanfälle oder leichte Schmerzen etwa. Diese senken fast alle ein evtl vorhandenes leichtes Fieber oder ersticken es im Keim.

Mit Grapefruitkernextrakt habe ich auch schon gute Erfahrungen gemacht in den letzten 3 Jahren. Dieses nehme ich gern sehr hochdosiert, doch wieder gilt auch hier: man beginne sanft, nicht jeder will ein so rigoroses Versuchskaninchen sein wie ich eines bin. Den guten Meerrettich kann ich, dick aufs Butterbrot aufgetragen, gut empfehlen, um die Nase und die Atemwege frei zu machen.
Ein Bekannter kuriert beginnende Halsschmerzen mit mehreren Knoblauchzehen, über den Tag verteilt, roh gegessen. Ok, das habe ich noch nicht selbst probiert.

Aufgescheucht von einer Bekannten, die mich vor einigen Wochen beauftragte, über CDL-Lösung zu forschen, um ihr zu sagen, ob sie es nützen könne, begann ich also wieder einmal mit einer Versuchsreihe. Zuerst Recherche, das geht heutzutage ja immerhin sehr leicht. CDL ist Chlordioxyd-Lösung, und nein, es ist nicht dasselbe wie Chlortabletten oder Hallenbadwasser oder Domestos. Dies alles ist höchst giftig! CDL soll gegen Krankheitserreger helfen und wird üblicherweise zur Trinkwasseraufbereitung genutzt. Aha: Trinkwasser soll ja danach wohl trinkbar sein. Viele Informationen konnte ich finden, viele Quellenangaben dazu studieren und auch einige Warnungen lesen. Es gibt im Netz jede Menge Warnungen zu bewährten Hausmitteln, die man weder patentieren noch lukrativ vermarkten kann. Sucht man lange genug, findet man auch Todesfälle nach der Einnahme von Pfefferminztee oder Kamillentee. Sogar homöopathische Globuli, obwohl schulmedizinisch „nachweislich völlig wirkungslos und reine Zuckerkügelchen“ und daher „Betrug“, sollen schon Menschen in den Tod gekegelt haben. Trotzdem: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: bevor ich jemandem etwas derartiges empfehle oder auch nur „grünes Licht“ gebe, probiere ich es selbst aus.

CDL bestellt und es kann losgehen: ich nehme wenige Tropfen in Wasser, 3 mal am Tag. Nichts passiert. Ich steigere die Tropfenzahl und erhöhe auf 8 mal am Tag: nichts passiert. Das führe ich etwa 10 Tage lang weiter und nehme abschließend noch eine kleine Hochdosis. Ergebnis vorerst: es schadet mir nicht, doch ob es wirkt, kann ich, ohne an Krankheitserregern zu leiden, nicht feststellen. So teile ich dies meiner Bekannten mit.

Glücklicherweise habe ich eine Woche darauf einen kurzen Kontakt mit einer verschnupften Person. „Tut mir leid, aber es ist nichts Schlimmes, der Test ist negativ!“, empfängt sie mich und stellt mir frei, ein andermal wiederzukommen stattdessen. Nein, keinesfalls, bin ich doch froh, mein Abwehrsystem einmal aus dem Totenschlaf zu reißen zu Trainingszwecken.
Sie wissen doch, unsere Abwehrzellen sind wie bis an die Zähne bewaffnete junge Rekruten und brennen darauf, ihre Potenz zu beweisen. Langweilen sie sich über Monate, werden sie dekadent, versinken in Depressionen, gehen aus Frust gegenseitig aufeinander los oder randalieren in der Stube und richten dort Schaden an Mobiliar oder Tapete an. Genau so verhält es sich mit unseren Abwehrzellen auch, deshalb kann ein wenig „Manöver-Übung“ nur nützlich sein.
Am nächsten Morgen prompt ein wenig Halsschmerzen und Abgeschlagenheitsgefühl. Herrlich, her mit dem CDL, jetzt gehts um die Wurst. Nach 2 Portionen, am Vormittag eingenommen, kann ich schon problemlos mein Mittagessen geniessen und die letzte geplante Portion vor dem Schlafengehen vergesse ich glatt, weil ich mich rundum gesund fühle und mich nicht mehr an die morgendlichen Beschwerden erinnere. Das wars. Und das ist jetzt etwa 5 Wochen her. Meine Bekannte, durch meine Eigenversuche angeregt, ging mit CDL einer harnäckigen Bronchitis zu Leibe. „Jeden Winter einmal Bronchitis, und dann dauert es Wochen, bis es mit mir langsam wieder bergauf geht“, sagte sie. Nach wenigen Einnahmen der CDL-Tropfen ging es schon steil bergauf bei ihr. Prima.

Ein anderer Bekannter mußte sich neulich einer Operation unterziehen, und, wieder zu Hause angekommen, stieg das Fieber. Vielleicht durch die Operation, vielleicht durch das viel zu lange Rumliegen im dünnen Schlafanzug bei Minustemperaturen auf der Notarztliege vor dem Krankentransporter. Gut, ein Arzt kann nicht an alles denken, Sanitäter auch nicht, und es gibt ja so viel zu tun zur Zeit. Auch ihm scheint CDL vorzüglich geholfen zu haben ohne irgendwelche Nebenwirkungen.

Eine sehr alte Dame aus meinem näheren Umfeld schwört seit Jahren auf Spenglersan G Tropfen, es sei ihre „Grippeimpfung“, sagt sie. Ab November etwa bis zum Ende der Saison reibt sie wenige Tropfen davon in ihre Ellebeuge. Seither hat sie keine Grippe mehr.

Eine andere ältere Dame erzählt, ihr Opa selig sei über 90 Jahre alt geworden und bis an das Ende seiner Tage kerngesund gewesen. Er habe in der Winterzeit morgens mit Cognac gegurgelt, ausgiebig, und hatte nie Probleme. Und so mache sie es seit vielen Jahren auch, berichtet sie. Keine Erkältung, keine Grippe, nix. Na ja, Alkohol desinfiziert hervorragend, doch weiß ich jetzt auch nicht, wie das aussieht, wenn ich zur Mittagszeit grinsend auf dem Sofa liege, anstatt das Essen auf den Tisch zu stellen: ich vertrage nicht so viel Alkohol, und ich glaube, morgens sowieso nicht. Und vielleicht würde ich lieber einen Klaren nehmen, einen guten Kümmel oder einen schönen weichen Anis, denn Weinbrand ist nicht so meins, und einen Klaren sieht die Leber nicht. Vielleicht versuche ich das mal temporär, wenn es mal wieder im Hals kratzt.

Nun habe ich von einer Studie gelesen, die zu dem Ergebnis kam, die Empfänglichkeit für eine Infektion mit Covid ließe sich mit Homöopathie reduzieren. Hierzu scheinen Bryonia C 30 und Gelsemium C 30 jeweils einmal pro Woche prohylaktisch eingenommen, zu nutzen. Da der Winter ja noch lang und dunkel und kalt zu bleiben scheint, wenns dumm läuft, sogar bis in den Sommer hinein, wenns zur Politik passt, kann eine Prophylaxe ja nicht schaden. Ich beziehe meinen Mann in meine kleine Versuchsreihe mit ein. Er kennt das schon. Ich erzähle ihm immer, dass es eine ehrenvolle Aufgabe sei und der Menschheit dienlich. Über die Forschungsergebnisse hierzu kann ich allerdings frühestens berichten, wenn Herr Drosten und seine Freundinnen und Freunde die 2. Welle (oder ist es bereits die 3. Welle, die Mutationswelle?) für beendet erklärt.

Und sollte die Mutation von Covid 19 dann nochmals mutieren und die oben genannten homöopathischen Mittel nicht mehr exakt passen, habe ich ja immerhin noch CDL. Und außerdem könnte ich tatsächlich, wenn nötig, gehaltvoll und mit Umdrehungen gurgeln. Doch in der Zwischenzeit achte ich auf gesunde Ernährung, ausreichend tägliche Bewegung an der frischen Luft, genügend Sonnelicht, falls vorhanden, ausreichend Versorgung mit Vitaminen, vor allem mit Vitamin C und D, und guten Schlaf. Na ja, der Schlaf ist nicht so gut zuletzt, seit wir eine Diktatur haben. Nicht immer lassen sich mit Hausmitteln die Albträume beseitigen, zumal die Albträume vom Frühsommer letzten Jahres im Hochsommer Wahrheit wurden und die Albträume vom Herbst im Winter wahr wurden und ich nicht weiß, was mit den Albträumen geschieht, die ich zur Zeit träume. Vielleicht hilft hier abendlicher Cognac, gegurgelt und geschluckt. Nein, es sollte ja ein Klarer sein. Ich werde darüber nachdenken. Ja, ich weiß, Alkohol ist nicht erlaubt, zumindest nicht in der Öffentlichkeit getrunken und vor allem nicht nach 20 Uhr, aber nach 20 Uhr ist diesen Winter sowieso überhaupt nichts erlaubt. Doch würde ich ja diese Desinfektionsmaßnahme zu Hause vornehmen. Und es ist ja auch ein solidarischer Akt. Jede Hygienemaßnahme ist ein solidarischer Akt. Jeden Tag eine gute Tat also.

Jetzt allerdings warte ich auf das Frühjahr und denke schon an Bärlauch. Es gibt nichts gesünderes als frischen Bärlauch nach einem langen Winter, er strotzt nur so vor Gesundheit und auch seine Reinigungskraft will ich erwähnt haben. Man sammle ihn nur selbst, wenn man ihn gut kennt (Verwechslungsgefahr mit den sehr giftigen Maiglöckchenblättern, obwohl diese schon etwas anders aussehen, anders riechen und selten im März wachsen), und wenn er innerhalb der erlaubten 15 km wächst. Und ich werde ihn dann tagsüber sammeln, weil nachts ja Ausgangssperre ist und ich da sowieso nichts erkennen kann in der Dunkelheit. Immerhin, Bärlauch ist ein triftiger Grund! Er ist Medizin! Gute Wochenmärkte haben ihn manchmal auch im Angebot, falls Wochenmärkte erlaubt sind. Zur Not findet man ihn in gut sortierten Lebensmittelfachgeschäften oder Reformhäusern, falls einkaufen erlaubt ist.

So ausgerüstet vermeide ich hoffentlich unnütze Besuche in Arztpraxen wegen Bagatellbeschwerden, denn Arztbesuche sind ja, wenn man krank ist, nicht erlaubt. Vorschrift ist Vorschrift, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps, wie man so sagt.

Aufrufe: 59