In diesen Zeiten kommt alles ans Licht. Nicht nur im Weltgeschehen, im eigenen Land, in der Politik und all dem. Noch viel mehr geschieht das im Privatleben. Die bösen Kräfte, die so lange schon die Menschheit in ihrem heimlichen festen Griff haben, zeigen nun Stück für Stück ihr wahres Gesicht. Die eingebildete Freiheit zerrinnt und übrig bleibt nur noch Knechtschaft auf allen Ebenen. Eingebildete Wahrheiten lösen sich auf wie Frühnebel im Sonnenlicht. Zusammengehörigkeiten und Freundschaften bestehen die kleinste Feuerprobe nicht. Das, was einen Menschen zum Menschen macht, wird jetzt auf die Waage gelegt.

Man sagt, in schweren Zeiten würde das Edelste der Menschen zu Tage kommen. Man sagt aber auch, schwere Zeiten würden die Spreu vom Weizen trennen und manch liebes, vertrautes Gesicht würde sich als Fratze herausstellen. Dies ist die Zeit der Entscheidungen. Ent – Scheidungen!

Wer in seinem Leben gelernt hat und vielleicht in den letzten 1 ½ Jahren diese Fähigkeit aufs äußerste nutzen und auch schulen mußte, die Wahrheit zu sehen hinter all dem vorgeschobenen Firlefanz und all den Trugbildern und verlogenen Sprüchen, hat ein zweischneidiges Schwert in der Hand. Gut ist es, die Lügen abzuschälen, um letztlich der Wahrheit immer näher zu kommen. Entsetzlich ist es, die Wahrheiten in und um Menschen erkennen zu müssen, vor allem, wenn es sich um Nahestehende, geliebte Menschen handelt.

Ein jeder zeigt nun immer mehr sein wahres Gesicht. Und mit dem wahren Gesicht ist sein inneres Wesen gemeint, seine Gesinnung, und auch dies: wem er dient! Dem Licht oder der Finsternis, der Freundschaft und Liebe oder Geld und Macht. Das ist manchmal zutiefst schmerzhaft und kann einem die letzte Kraft zerschmettern, wenn man geliebten Menschen in ihr wahres Gesicht schauen muß.

Wofür kämpfen, wenn nicht für die Lieben? Wofür kämpfen und durchhalten, wenn die Lieben sich herausstellen als macht – und geldgierige Geier, bereit, die Liebsten zu fressen, Leichen zu fleddern, wenn es nur dem innewohnenden Mammon und der eigenen verlogenen Bequemlichkeit dient? Wofür durchhalten und ertragen von all dem Entsetzlichen, was uns allen angetan wird in diesen Zeiten, wenn die geliebten Menschen, die letzten verbliebenen Freunde, beginnen zu lügen, Wahrheiten zu verdrehen, wenn sie anfangen, alles, was edel ist, in den Schmutz zu ziehen und zu zerstören?

Was tut man oft, allzu oft, wenn dies geschieht? Weil der Schmerz darüber überwältigend scheint, flieht man diese Wahrheit. Man leugnet, was man da sieht in den geliebten Menschen: Raffgier, Neid, Eifersucht, Zerstörungslust, Bosheit, Lüge. Betriebsblindheit nennen es manche, wenn man aus Schmerz darüber und aus Angst, die letzten noch verbliebenen Menschen zu verlieren, die man als soziales Wesen immerhin braucht, die Augen und Ohren verschließt, den klaren Verstand abschaltet und in das verlogene Geschwätz und in die falschen teuflischen Gesänge mit einstimmt, und damit teilnimmt an deren Zerstörungswerken.

Wer jemals erlebt hat, dass ein guter Freund plötzlich beginnt, einen zu demontieren, Unwahrheiten behauptet, falsche Unterstellungen macht, Wahrheiten verdreht bis zur Unkenntlichkeit, weil er einen Vorteil daraus zu ziehen meint oder weil seine Lieben das so wollen, weil er seine Lieben nicht verstimmen will, weiß, wovon ich hier rede. Es geht hier um Verrat.

Seelen fürchten sich vor schmerzlichen Wahrheiten. Doch damit ist letztlich nichts gewonnen. Man kann nichts und niemanden besitzen und erst recht nicht kaufen! Das letzte Hemd hat keine Taschen. Alles Raffen ist letztlich vergebens, nicht nur, weil der Plan der Eliten die komplette Enteignung eines Jeden vorgesehen hat und die Verwirklichung dessen nicht mehr lange auf sich warten läßt („Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein!“).

Ihr werdet euch wundern, ihr, die ihr euch an eurer Geld und an euren Besitz und Reichtum klammert, ihr, die ihr am Raffen und Sicherstellen seid auf Kosten eurer Brüder und Schwestern, ihr, die ihr eure Seelen mitsamt eurer Freunde sogar jetzt noch an Besitz und den Mammon verkauft mit heuchlerischen Schönrednereien! Fast wünscht man, dieser Teil des Planes der Eliten möge doch nun endlich umgesetzt werden. Die Hoffnung trügt aber leider, dies würde manchem endlich die Augen öffnen. Wer jetzt noch schläft, wird nie erwachen.

Die Freunde, welche ihr abschießt um des Teufels willen, die wollten euer Geld nicht und euren Reichtum. Die sehnten sich einfach nach Freundschaft, nach Treue, nach dem Menschen in euch.

Man kann letztlich nichts weiter als das Licht in sich mehren oder stattdessen die böse Dunkelheit. Manche tun letzteres unbewußt. Die meisten stellen sich unbeholfen naiv, damit der Verrat nicht sichtbar werden möge. Diese treffen eine bewußte Entscheidung darüber, wer sie sind und werden wollen.

Kein Argument, keine Beweise helfen hier noch, nichts ist hier mehr zu retten. All das Gute, alles lichtvolle, alles liebevolle, was in der Vergangenheit war, ist vom Tisch gefegt und wird verleugnet. Die Entscheidung ist getroffen. Die Aussage, wer man ist, wem man dient, ist gemacht. Noch schlimmer ist dies bei jenen, die den Namen des Bösen kennen, dem sie dienen um des lieben Friedens willen, wie sie es für sich wohl nennen wollen.

Auch wenn man es noch so mühevoll versucht, zu verbergen: es liegt mitten auf dem Tisch in hellstem Tageslicht. Und die eigene Seele weiß es am besten. Ihr kann man nicht entfliehen, auch wenn man den unbequemen Freund längst abgeschossen hat. Dieser heimtückische falsche Frieden ist allzu teuer erkauft, die Rechnung hierfür kommt am Schluß. Mit dem Teufel macht man keinen Deal ohne seine Quittung! Er holt sich immer, was ihm zusteht.

Nein, diese schweren Zeiten bringen wahrlich nicht das Edelste des Menschen hervor. Sie bringen das Böseste hervor.

Es schmerzt nicht nur die verlorene Freundschaft. Es schmerzt auch zu sehen, vor wem sich der Freund verbeugt.

Wer zur Wahrheit wandert, wandert allein. Keiner kann dem andern Wegbruder sein.

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