Ja, sie hatten ihre Not mit uns. Mit unseren ganzen Verschwörungstheorien. Mit unseren ganzen Beweisen, die sie Fake nannten, das Wort, das sie wenige Tage zuvor aus dem Fernsehen lernten. Und mit unserer Widerspenstigkeit. Sie fühlten sich von uns gestört in ihrer selbstgefälligen ruhigen Solidartätssicherheit. Manchmal fühlten sie etwas wie Scham in sich aufsteigen, das sie mit viel Wut gegen uns kurierten.

Als uns die Verschwörungstheorien ausgingen, weil sie sehr schnell allesamt zur offensichtlichen Wahrheit geworden waren, war es ihnen wieder nicht Recht. Es blendete sie das Licht der Wahrheit in ihrem dunklen würdelosen Sumpf, den sie sich kunstvoll mit Staatsbürgerpflichten und Ehrendevotionalien der „Anständigen“ dekoriert hatten.

Der Wind dreht sich

Nach unserer Not, die wir mit ihnen hatten, fragt keiner. Denn jetzt ist ja alles wieder fastnormal, wir befinden uns im glückseligen Zustand zwischen den Wellen. Man darf jetzt ja wieder! So darf auch der Ungeimpfte, der Nicht – Genesene, der Nicht-Getestete und jeder ohne gestempelten Ausweis und ohne Erkennungs-App wieder mitmachen. Dort, wo sonst peinliche Lücken wären, wo Mithilfe und Mitarbeit von Nöten wäre.

Und Hand aufs Herz: So schlimm war es ja gar nicht, es hätte ja viel schlimmer kommen können. Die meisten haben sich ja dann doch an „Die Maßnahmen“ gehalten zum Glück! Und können-wir-jetzt-nicht-einfach-zur-Normalität-zurückkehren und diese leidigen Themen meiden, die nichts als Unfrieden bringen?

Schwamm drüber?

Wir werden gefragt, mein Mann und ich. „Wir proben wieder! Es gibt zur Zeit keine Auflagen. Kommt doch!“

Ja, wir sind hingegangen. Doch so einfach ist das nicht. Ich erzähle und diskutiere das mit ein paar Freunden. Ich will wissen: Wie sehen sie das? Wie entscheiden sie, was tun sie jetzt? Wie gehen sie damit um? Vielleicht geht es dem ein oder anderen Leser ähnlich. Oder ganz anders. Der entstandene austausch hat mir gut getan. Deshalb teile ich ihn hier mit meinen Lesern. So, wie er im Zeitverlauf auch war. Ein Chat, sozusagen.

Ist jetzt „alles vorbei – nie was gewesen?“

[Weitergeleitet von C.]

In letzter Zeit hatte ich mehrere Anfragen von Vereinsmitgliedern, ich solle doch wieder vorbeikommen und mitmachen. Geht ja wieder, gibt ja keine Beschränkungen mehr, sagen sie.

Was mich am meisten daran stört: Sie sind der Überzeugung dass Corona nun wirklich vorbei ist, Geimpfte und Ungeimpfte Corona beide gleichermaßen übertragen können und es halt wohl nicht mehr weg geht (Spoiler für die Normies: Überasschung, wer hätte das gedacht?).

Was mich am meisten dazu aufregt ist, dass sie überzeugt sind, die Pandemie einfach leichter überstanden zu haben gegenüber den Ungeimpften, weil sie einfach alles mitgemacht haben. Nach dem Motto wie in der Formel 1: Wir hatten einfach das schnellere Auto und deshalb gehen wir als Sieger hervor.

Aus deren Sicht werde ich als gefallener zu den Siegern eingeladen oder sie wissen, dass mit 2G/3G mich ausgeschlossen haben und nun unbedingt wieder in die alte Welt zurück möchten, wo alles heiti-teiti gut ist wie früher. Aber ich komme einfach nicht zurück. Das ist deren Glitch in der Matrix. Ein Problem, was nicht weg geht.

Ich hoffe dass sie die Impffrage mit der 4. oder 5. Impfung oder eine verpflichtende Impfung mit den Affenpocken nochmal groß aufmachen, damit sie sich auch entscheiden müssen ob sie dem Leben folgen oder einfach alles mitmachen und dann wieder als Gewinner hervorgehen wollen. Das nervt schon richtig, irgendwie, diese denke. Kann man ihnen ja auch nicht verübeln, bis jetzt hatten sie nur Vorteile, das alles mitzumachen.“

[Weitergeleitet von Elke]

„lieber C., so ähnlich geht es mir/uns auch. es sind jeweils etwa 2-4 menschen dabei unter bis zu 20 leuten, die die ganze zeit widerstand geleistet haben, auf ihre weise, die ungeimpft sind, sich den tests (weitestgehend) entzogen haben, fern geblieben sind wegen des bösen affentheaters die ganzen letzten 2 jahre. die mehr oder weinger ihre ansicht kund taten. wegen diesen wenigen waren wir vor 3 wochen bereit, wieder mitzumachen.

ich schrieb das hier schonmal. wir sind für die „mitläufer“ (bewußt oder unbewußt) dennoch eine art feindbild. möglicherweise sehen sie in uns die schuldigen, dass “es” jetzt nie ganz verschwindet, das corona-ding. möglicherweise hassen sie uns sogar dafür, das wir uns nicht unterworfen und unsere würde bewahrt haben (das ist, was ich fühle!). mein mann wollte, dass wir beide durch unser dort-sein mehr möglichkeiten haben, auf sie zu wirken, wie auch immer. zur not auch: für sie ansprechbar sein, auch, falls es jetzt noch schlimmer kommt. doch ich fühle mich dort entsetzlich. ich bin ein fremdkörper. deren “ablehnung” und deren zustand tut mir weh. ich habe dadurch erkannt, dass es gräben gibt, die zu tief geworden sind. dass das wort “scheide-weg” ernst gemeint ist. in letzter konzequenz.“

[Weitergeleitet von C.]

Du hast es ganz toll ausgedrückt mit deinen Worten, liebe Elke. Ich hadere auch ob ich einfach dort sein soll, um ansprechbar zu sein. Aber man fühlt sich als Fremdkörper, verstädnis ist schon Mal garnicht da.

Mein Gefühl sagt mir: Bleib noch etwas weg, es ist wichtig nicht ganz weg zu sein. Denn in deren Bewusstsein haben sie nun die 2. Ansicht, und dass es jemand schon Mal vorturnt, wie das geht, einfach Nein zu sagen und stehen zu bleiben. Die Gräben sind schon echt tief und es fühlt sich wie ein Scheide-Weg an, das hast du gut ausgedrückt.

Umso Energie können wir auf die Stellen geben, wo wir was bewirken können: Auf Neugierige die uns fragen, hier auf Telegram unterwegs sein oder einfach nichts machen.“

[Weitergeleitet von Elke]

„ich habe da noch ein persönliches problem, mit dem ich noch nicht zurecht komme. sie haben mich/uns mehr als schlecht behandelt. sie haben uns mehr oder weniger verraten. wir waren nicht dicke freunde, der “gesellschaftliche” unterschied war von anfang an zu groß (viele von ihnen eher gutbürgerliche wohlstandsdeutsche- und dann wir beide, irgendwie von vornherein eine unvereinbarkeit)., dennoch: sie haben uns einfach fallengelassen, hängengelassen, als nicht mehr existent, nicht mehr “würdig” erachtet.

das beleidigt mich nicht nur persönlich. das sind grundsätzlich übelste menschliche verfehlungen. egal, gegen wen.

ich vergesse das nicht.

ich kann nicht so tun, als wäre das nicht gewesen. ich bin “verschnupft” und recht kühl und distanziert. mein mann sagt: man muß sie verstehen und ihnen vergeben. ich meine: es fehlen jetzt erstmal paar ordentliche schellen, die wahrheit auf den tisch geknallt. es fehlt, dass ich ihnen sagen kann, dass sie sich wie idioten verhalten haben und das gegenteil von ihrem vorgeheuchelten christentum leben, ob jetzt evangelisch oder katholisch. dass sie falsche propheten sind.

und ernstgemeinte entschuldigungen fehlen mir und zeichen dafür, dass sie verstanden haben und es jetzt besser machen mit alergrößter bemühung. vorher gibts kein “ok, neuanfang, ich vergebe es.”

[Weitergeleitet von Elke]

„an alle hier im chat: ich bin dankbar, dass gerade das thema hier auf dem tisch ist: wie ist das jetzt, wo alles so schön angenehm-fast-normal ist, mit denjenigen, die uns 2 1/2 jahre lang diffamiert, bekämpft, ausgegrenzt und angehaßt haben? die zugeschaut hätten mit befriedigung, wenn man uns hätte verhungern lassen (ungeimpfte keinen job, kein geld, kein zutritt zur ärztilchen versorgung und in den supermarkt)? ohne mit der wimper zu zucken? mit selbstgefälligkeit?

bin ich nachtragend? habe ich keine ritterlichen tugenden, wenn mir das jetzt sauer aufstößt? ich frage euch ernsthaft, wissend, dass ich vieles richtig mache und manches aber auch noch falsch mache. es geht mir nicht darum, dass ich von euch “honig ums maul” brauche. das brauche ich nicht, ich weiß, dass ich gute qualitäten habe. doch ich hadere wirklich mit dieser sache. dort draussen, mit diesen leuten, werden wir alle noch eine aufgabe zu erfüllen haben. das bereitet mir schlaflose nächte.“

[Weitergeleitet von A:]

Ist es nicht genau das liebe Elke, wovon wir schon so oft gesprochen haben. Das wir nicht jeden retten können, weil sie es gar nicht wollen…… Das es immer noch die Suche nach einem schuldigen ist, die ihren Verstand aussetzen lässt, weil sie Fehler eingestehen müssten..

Bei vielen ist das Ego so sehr verletzt, dass sie es gar nicht mehr merken…. Das es in ihrer Hand liegt was zu verändern, nämlich sich selbst. Der eigene Spiegel kann sehr schmerzhaft sein.

Du kannst keine Brücke bauen für jemanden, der gar nicht rüber will“

[Weitergeleitet von Elke]

„danke A., das schrieb ich vor einigen tagen ja selbst hier: die gräben sind zu tief. und dass ich keine brücke baue für leute, die mich von der anderen seite mit steinen bewerfen oder scharf auf mich schießen. doch ich lebe weder auf einer insel noch auf einem anderen stern. die menschen SIND DA! sie sind um mich herum. und ich hadere mit all dem, auch mit meinem zorn.“

[Weitergeleitet von C.]

Mega Text! Das fühle ich genauso. Den einem habe ich auch per Text gesagt, dass noch vor ein paar Wochen die Ungeimpften nicht gut genug waren und ausgeschlossen wurden. Auch dass wir nur ein paar Zeitungsmeldungen davon entfernt sind, dass wieder 2G/3G herrscht.

Antwort: Die Geimpften und Ungeimpften können Corona gleichermaßen verbreiten.

Das mag ein Friedensangebot sein, aber es fehlt die Ehrlichkeit, wirklich etwas zu verändern. Oder die Not etwas zu ändern. Ich kann auch nicht so tun, als wäre nichts gewesen. Möglicherweise wollen die anderen so tun, als wäre nichts gewesen, aber sie können es nicht.“

[Weitergeleitet von Elke]

„diese Antwort ist eine unerträgliche sauerei! entschuldigung! da krieg ich echt einen dicken hals und auf meinem kopf sind schon 5 sikomatikringe draussen und es pfeift! da geh ich fast an die decke. das ist eine unverschämtheit. die hätten zugeguckt, wie wir verrecken und hätten es richtig gefunden. sich die hände gerieben, wenn sie uns in ein corona-zwangslager-gekarrt hätten! und dann so eine unverschämtheit ablassen. wenn das einer wagt, mir ins gesicht zu sagen, dann hoffe ich, dass mein mann in der nähe ist und mich bändigt und schnell nach hause schleppt und mir einen doppelten ouzo einschenkt.“

[Weitergeleitet von C.]

Ja, das hätten sie mit Applaus und sie hätten gefragt, ob noch jemand Bierbänke und Bratwürste hinstellt, weil es so lange dauert, bis alle weg sind.“

[Weitergeleitet von M.]

Ich kann dich verstehen und habe auch diese nagenden Gefühle. Mit mir hat das so direkt zum Glück keiner gemacht, aber wäre das passiert, hätte ich mit diesen Menschen gebrochen. So sage ich mir ganz deutlich, das es diese Menschen, die so hasserfüllt waren, wohl nicht mehr lange geben wird, oder das Karma auch bei denen gehörig zuschlagen wird. Wir wissen, das wir mit denen keinen Krieg gewinnen werden, warum also noch befreundet bleiben? Menschen, die es würdig sind, werden wir auch als solche erkennen oder sie werden sich zu erkennen geben“

[Weitergeleitet von N.]

Ich hab mich davon frei gemacht irgendwas von ihnen zu erwarten und reiche einfach die Hand wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Sie werden selbst erkennen was sie getan haben! Die Selbsterkenntnis wird sie noch ordentlich in ihren Grundfesten erschüttert! Ich vertraue da aufs Karma und seh zu wie sie von Tag zu Tag nach Antworten suchen aber dich nicht fragen weil das Ego zu Dominant ist.

Ich sitze das einfach aus, winke ein bisschen und sage: Ihr wisst ja wer euch helfen kann. Ich stelle mir selbst immer die Frage: Was haben die erwachten vor Corona über mich gedacht ? Wie haben sie sich gefühlt ohne Hoffnung? Das hat meine Wunden schnell geheilt“

[Weitergeleitet von Elke an N:]

„du hast da eine güte und eine menschenliebe, die ich so nicht habe. dafür bewundere ich dich!“

[Weitergeleitet von M.]

Wenn du auf die Naturgesetze vertraust, und das musste ich sehr hart lernen. Mir ist so viel wiederfahren, dann weißt du das sie ein sehr unbequemes Leben führen werden, wenn sie sich nicht richtig verhalten“

[Weitergeleitet von A.]

Das kann ich vollends nachvollziehen…. Wir haben es auch in der Familie gehabt… Als mein Partner im Dezember krank war, kam nur der Kommentar, hättest dich ja impfen lassen können, jetzt hält sich mein Mitleid in Grenzen…… Und wie durch Zauberhand spricht niemand mehr davon, man geht bei Treffen zur Tagesordnung über, als nie was gewesen wäre….. Bei einigen tut sich wohl doch was in den Köpfen……. Aber ich werde all diese Dinge nicht vergessen, gerade von diesem System nicht……. Einige Dinge sind unverzeihbar…..…“

[Weitergeleitet von C.]

Ja, wie von Zauberhand spricht niemand mehr davon. Ist es das gleiche Schweigen wie nach dem 2. Weltkrieg, als auch alle geschwiegen haben, als sei der Krieg nicht gewesen?“ In den Medien gabs dann ein paar Verurteilungen und dann ist man schnell zum Wirtschaftswunder übergegangen. Sind es diese Geschichten, die unsere Omas und Opas am Kaffeetisch angefangen haben zu erzählen, was aber alles abgebügelt wurde von den anderen, weil die anderen es nicht hören wollten, so wie jetzt?

Tolle Gedanken A. Nein, das will ich auch nicht wiederholen.“

[Weitergeleitet von Elke als Antwort auf eine klärende und bestärkende sprachnachricht von P.]

“mensch sein muß man sich verdienen!” danke, p.!“

[Weitergeleitet von A.]

Mein Gedanke gerade…. Haben die Menschen verlernt zu fühlen, warum gibt es so wenig Emphaten……. Sie stehen noch mit Handy daneben und machen Videos, anstatt zu helfen…“

[Weitergeleitet von Elke, nochmals als Antwort auf die o.g. Sprachnachricht von P.]

„mensch sein muß man sich verdienen. jetzt habe ich die voice gestoppt, höre späer weiter. es brodelt in mir drin.

ich habe ein idealbild, seit ich denken kann. die höchst und schönste version des menschen übehaupt. dieses idealbild ist mit den jahren immer strahlender geworden.(es ist der christus! das ist, was wir menschen werden sollen!) und mein weg dahin scheint mir auch immer weiter zu werden, ich habe noch viel zu tun. doch arbeite ich, seit ich denken kann, daran, diesem bild näher zu kommen. das sehe ich als meinen inkarnationsimpuls. ich bin alles andere als eine heilige, ein engel. ich bin viel mehr ein bengel. doch die letzten 2 1/2 jahre habe ich dermaßen hart an mir gearbeitet, ganz ehrlich.

das verlange ich in dieser form von keinem und es gibt genügend, die noch mehr daran arbeiten als ich. doch eines verlange ich unbedingt von allen menschen: wenigstens nicht das gegenteil machen! und: ich vergesse nicht! wozu sollte das gut sein? dass die menschen ihr unrechtverhalten vergessen, ist die ursache für den ganzen scheiß hier. nur als beispiel! dass sie den christus vergessen!“

[Weitergeleitet von M.F.]

Schätze, daß die irgend wann still sind, weil geschockt.…“

[Weitergeleitet von Elke, Antwort an M.F.]

„wo ist deren verantwortung dann?

“oh, jetzt bin ich aber geschockt! das konnte ich doch nicht wissen! das konnte niemand wissen! und was hätte ich denn schon daran ändern können? ich bin doch selbst ein ganz armes huscherl!”

Bis hier hin zuerst einmal. Das Ende ist noch offen. Und das meine ich wörtlich, und zwar für alles. Denn nicht nur das Ende dieses Gesprächs ist offen. Das Ende eines Jeden ist noch offen!

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