Noch vor etwa einem Jahr war die Welt zwar nicht „in Ordnung“, bei weitem nicht, schon lange nicht mehr, doch es gab Hoffnung. Viele Menschen mühten sich, diese Welt zu erhalten, sie menschenfreundlicher zu machen und zu mehr Gesundheit auf allen Ebenen zu führen. Dann kam es anders. Heute lebt die ganze Welt, alle Völker dieser Erde, unter Terrorherrschaft. Viele wollen es nicht wissen. Immer noch nicht. Manche fragen, wie das passieren konnte. Einige sagen: wir haben es doch gesagt, wir warnen und rufen seit Jahrzehnten!

Die ersten Monate des letzten Jahres 2020 waren geprägt von Schockstarre und Angst, man befolgte allen Rat und allen Vorschriften, „Verordnungen“ hießen sie da noch. Viele glaubten, die Regierungen suchten nach einem Ausweg, nach Schutz für die Bevölkerung, müssten sich erst zurechtfinden mit einer unbekannten Gefahr, einem neuen Virus. Manche jedoch bemerkten sofort oder schnell, dass etwas nicht stimmen kann. Und sie fanden auch, wonach sie suchten. Hausgemachte Probleme im Gesundheitssystem, und nicht erst seit gestern, Unstimmigkeiten in den öffentlich transportierten „Informationen“, belegte Nutzlosigkeit oder gar Schädlichkeit diverser „Maßnahmen“. Plötzlich gab es Hektik in den zumeist abgeriegelten Regierungszimmern, neue Gesetze wurden nur so rausgeballert, so schnell konnte man gar nicht schauen. Und unsere Verfassung wurde ausgehebelt, Grundrechte wurden eingeschränkt und Menschenrechte sowieso.

Die einen so, die anderen anders…

Für die Menschen selbst änderte sich fast über Nacht das komplette Leben, wie es bisher war. Für die einen war Hoffnung, es möge bald enden, wenn man sich nur an die Verordnungen und an die jetzt neuen Gesetze hielt. Sie wollten einfach nur tun, wa man ihnen sagte. Für andere wiederum waren das Warnsignale, und mehr als das. Sie protestierten, forderten Beweise für dies oder jenes, forderten Transparenz und demokratische Prozesse und Entscheidungen. Sie forderten den Diskurs mit verschiedenen Experten aus allen lebenswichtigen Sparten bei solch extremen Maßnahmen und bei Aushebelung der wichtigsten unserer Grundrechte und Werte. Und sie warnten. Sie lieferten selbst die Beweise für das, was hier geschah und noch geschehen wird. Sie bemühten sich, die Menschen aufzuklären, ihnen zu sagen, was sie herausgefunden hatten, ihnen mitzuteilen, dass alles ein System hat. Dafür wurden sie letztlich kriminalisiert.

Inzwischen ist das Leben unter den Menschen in zwei Lager aufgeteilt und es scheint keine Annäherung mehr zu geben. Es fühlt sich betoniert an, mit tiefen Gräben dazwischen und mit inzwischen deutlich sichtbaren Schießscharten und Geschützen. Das ist vermutlich genau so wenig „neu“ wie der Zustand unserer gar nicht so heilen Welt „vor Corona“. Doch die „Teilung“ wurde offensichtlich, sie liegt auf dem Tisch, sie scheint sich „vollständig vollzogen“ zu haben. Die „Fronten“ sind klar abgesteckt und die „Heere“ genau aufgeteilt. Während auf der einen Seite der Frontlinie die Regierungen sind mit ihren „Einsatzkräften“ von Polizei und Soldaten, ihren gleichgeschalteten Medien, ihren handverlesenen wenigen „Dauerexperten“ und den etwas morsch gewordenen Gerichten, stehen auf der anderen Seite Menschen, die, den Staatsgewalten schutzlos ausgeliefert sind, bei ihrem Protest um Leib und Leben fürchten müssen, deshalb kriminalisiert und entwürdigt werden, aus den gewohnten Gemeinschaften bis hin zur Familie rausgebissen werden und ihre Existenz verlieren.

Was bei beiden „Seiten“ ähnlich zu sein scheint, ist:

Isolation, Einsamkeit, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Starre, Bewegungsunfähigkeit auf allen Ebenen und Angst.

Gemeinschaft der Willigen

Ich persönlich habe kaum noch Kontakt zur „Gemeinschaft der Willigen und der sich Unterwerfenden“. Sie meiden den Kontakt aus Angst vor einer Krankheit, aus Angst, sterben zu müssen weil die Mitmenschen den Tod bringen könnten oder einfach nur, weil es „verboten“ ist.

Man kann ab und an noch telefonieren, um Belanglosigkeiten auszutauschen, das Tabuthema vermeidend. Meistens höre ich dann noch die Argumente, die sie sich selbst gebastelt haben oder die sie gelesen haben, die ihnen helfen, diesen Zustand zu ertragen. Es habe doch auch etwas Gutes, so habe es ja doch auch nicht weitergehen können in der Welt, man würde sich jetzt doch wieder auf Wesentliches besinnen, man müsse es doch positiv sehen.

Wie bitte? Man müsse sich auf Wesentliches besinnen? Was ich von deren jetzt „wesentlichem“ Leben erfahre ist in etwa so:

Es hat sich reduziert zu einer Art abwartendem Dahinvegetieren. Nichts menschengemäßes ist da mehr zu erkennen. Man ernährt sich, hält sich warm, macht es sich „gemütlich“, man lenkt sich ein wenig ab und bleibt zu Hause. Wie kann man nur sein Leben nicht leben aus lauter Angst davor zu sterben. Das ist so irre, als würde man die Uhr anhalten, um Zeit zu sparen. Und dieses alles ist also wesentlich, das ist also das Wesen eines Menschen, der Krone der Schöpfung. Wo ist der Unterschied zur Tierwelt oder der Pflanzenwelt und können diese das Vegetieren nicht eigentlich viel besser als wir? Daran sehe ich, wie es um die Menschheit bestellt ist. Den Körper am Leben erhalten ist das Wesentliche des Menschen. Sie haben es vergessen oder wollen es nicht mehr wissen, wer sie eigentlich sind.

Die neue Menschheitsfamilie

Da wende ich mich doch lieber der „anderen Seite“ zu. Wie hoffnungsbringend waren die vielen Menschen im Sommer auf den Strassen, die um ihr Mensch-Sein kämpften. Licht in dieser Dunkelheit war das. Jetzt ist es Winter, der Somer ist fast schon vergessen. Wie vieles wurde aufgedeckt, entlarvt, das Undenkbarste, Entsetzlichste kam auf den Tisch, ans Tageslicht. Und seit dem immer wieder und wieder. Nicht viel Neues gibt es zu sehen, zu hören und zu lesen jeden Tag seit vielen Wochen, als immer wieder neu dieses ganze Entsetzen, das wir doch nun wissen. Viele Hoffnungen der Widerstandsbewegungen wurden zerschlagen, viele gute Ideen zu Tode dikutiert.

Die Kontaktmöglichkeiten hier, „auf dieser Seite“, sind spärlich und fast unmöglich. Nicht, weil sie tatsächlich unmöglich wären, sondern weil sie nicht gewünscht sind, so scheint es mir. Man scheint nicht wegzukommen von der digitalen Welt, man scheint in seinen Kanälen festgewachsen zu sein und es scheint zu genügen, virtuelle Freunde zu haben und endlos zu diskutieren. Das Leben allerdings kann man nur leben, in echt, in der realen Welt, und nur so und nur dort läßt sich etwas ändern, läßt sich Zukunft gestalten, nur dort kann die „neue Menschheitfamilie“ zur Familie zusammenwachsen. Doch es gibt wohl kaum noch „reale Welt und reale Menschenbegegnung“.

Die Zukunft müssen wir selbst gestalten und entwickeln, wenn wir es schaffen, durch gegenseitige Hilfe diese Gegenwart zu überleben. Vielleicht klemmts ja schon da? Schaffen wir es, uns gegenseitig jetzt zu unterstützen, nicht digital, sondern real? Heute? Woran liegt das alles, ist hier eine Schockstarre? Ist hier schon Hoffnungslosigkeit? Wartet man auf wen auch immer, sogar heute noch, der es richtet für uns?

Fragen, Kritik – darf man das? Ist das erlaubt?

Da ich seit fast einem Jahr in die Welt rufe, die Menschen aufrufe, in die reale Welt zu kommen und bei sich selbst und dem nahen Umfeld damit zu beginnen, die neue Menschheitsfamilie zu bauen, Zukunft aufzubauen, das Mitmenschliche wachsen zu lassen, sich selbst zu ermutigen und sich zu kräftigen und hierfür zahllose Wege aufzeige und Werkzeuge anbiete und erkennen muß, dass ich entweder nicht durchdringe oder dass das, was ich als Grundvoraussetzung halte, nicht gewollt ist, denke ich nun, es muß eben so sein. Und ich bin nicht die einzige, die ruft, die versucht, Weckrufe zu senden, die an den Menschen auch ein wenig rüttelt. Es muß wohl doch noch dunkler werden, die Menschen müssen noch mehr leiden, auch wenn das Zeitfenster viel zu klein ist für Trödeleien, auch wenn es schon zugeht, das Fenster, wenn es nur noch einen kleinen Spalt gibt für uns. Sicher gibt es einige Widerständler, vielleicht in großen Städten, die das ihre tun, unermüdlich, pausenlos. Doch sind es wenige, viel weniger als damals im Sommer auf den Straßen, viel weniger als die tausende und abertausende Teilnehmer auf all diesen virtuellen Kanälen. Diese würden jetzt so dringend gebraucht, doch sie wollen nicht. Wo sind sie jetzt? Was tun sie, wenn sie gerade nicht online sind?

Total venichtend

Es war schlimm für mich, um einmal persönlich zu werden, diesen Scheideweg zu erleben. Ich war verzweifelt zu erleben, wie sich die Familie spaltet, wie Freunde mich „auslöschten“ aus ihrem Leben und all das. Dieses nicht-mehr-erreichen-könnnen, diese Sprachlosigkeit untereinander, das nicht-mehr-dazu-gehören-dürfen. Es fühlte sich an wie eine Art Treibsand, einmal hineingeraten gibt es kein Entkommen mehr, man wird nach unten gezogen und aus. Und ich sah ihn doch in der ganzen Gesellschaft auf gleiche Weise ablaufen, diesen Prozeß der Entmenschlichung. Und das will ich sagen, und vielleicht schreibe ich diesen Artikel hier aus diesem Grunde: dasselbe nun zu erleben in der sogenannten Widerstandsbewegung, das ist hart. Keine Verbindung, kein Kontakt, kein Hand-in Hand füreinander und keine Zukunftsgestaltung in der realen Welt unter realen Menschen, nur endlose ergebnislose Diskussionen digital. Vielleicht ist es in den Großstädten anders. Im kleinstädtischen Rahmen mag es schwieriger werden und im ländlichen Bereich sowieso. Bei uns auf dem Dorf ist die Isolationshaft, nachdem das zwischenmenschliche bisherige Leben fast völlig weggebrochen ist, total. Und total vernichtend. Und ich bin mir sicher: ich bin nicht die einzige!

Es gibt Wege, es gibt Auswege, es gibt Methoden und Werkzeuge und Hilfsmittel, sogar jetzt sofort. Für alle, die wollen, für alle, die eine Zukunft erträumen, das gibt es. Ich tippe mir seit Monaten die Finger wund. Es sind aber alles Dinge, die man „Tun“ muß, jeder einzelne, niemand kann das für einen anderen tun. Wir brauchen das jetzt, weil wir sonst nicht mehr so lange durchhalten. Für manche geht es ums Überleben. Und in dieser Zeit, mit all dem, was auf uns zukommt, und wir wissen es genau, brauchen wir dringend Mitmenschen, in „echt“, oder etwas charmanter: manche brauchen das, einige wohl nicht, diese sind dann so autark, dass sie die nächsten dunklen Jahre völlig abgeschnitten von der Welt in ihrer 3-Zimmer-Wohn-Haft-Anstalt überleben können. Und wollen.

Versäumnisse

Darf man sowas sagen? Darf man das schreiben? Ist das zu unbequem? Ich persönlich finde diesen Zustand noch schlimmer als alles, was diese Eliten uns die ganze Zeit so vorsetzen.

Das ist das eigentliche Versagen im Zwischenmenschlichen, möchte ich hier einmal schreiben. Und nein, es ist nicht so, dass nur ich persönlich so empfinde weil ich halt zu wenig mitbekomme, was so „läuft“. Das kann ich an dieser Stelle versichern, ich bekomme sehr viel mit, seit Frühjahr 2020, denn mein Mann und ich sind seit dieser Zeit in diversen Gruppen, zumeist von Anfang an, und nicht nur peripher, sondern mitten drin. Bis heute. Es waren und sind Gruppen, die ein jeder kennt oder „kannte“, denn die meisten sind schon fast vergessen und begraben – totdiskutiert. Und es ist immer das selbe Muster, der gleiche Ablauf. Und es gibt keinen Lerneffekt. Es wird hartnäckig immer genau das gemacht, was nicht funktioniert, weil es bequemer ist wohl, und das, was funktionieren könnte, das ist nicht so bequem und inzwischen durch die tyrannischen Gesetze fast unmöglich. Was versäumt wird, ist irgendwann zu spät.

Es sind da sehr viele Artikel von mir verfügbar und sie sind vollgestopft mit Werkzeugen und mit Hilfe und Selbsthilfe. Und sie sind vollgestopft mit Ermutigung. Sie waren weniger dazu gedacht, sich beim Lesen für ein paar Minuten wohler zu fühlen, sie waren gedacht als „Strassenkarte“, als „Erste-Hilfe-Kasten“ und als „Überlebenstrainings-Handbuch“ zum Benutzen, zum Anwenden. Das möchte ich sagen, dass ich hier nicht nur jammere, sondern dass dem allem etwas vorausgegangen ist seit einem Jahr. Und nun stehe ich hier und kämpfe gegen eine bleierne Müdigkeit. Wo seid ihr?

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