Jeder kennt das: Pure Freude erlebt man, wenn man einem Mitmenschen etwas Gutes tun kann, was diesem nützt und ihn zum Strahlen bringt. Das ist, was das Leben lebenswert macht, und das ist, wofür wir leben wollen. Wir leben nicht länger für Geld! Heute, am Ostersonntag, dürfen sich die Gedanken einmal darauf richten, was dieses Fest bedeuten sollte: sich der Christuskraft und Energie wieder zuzuwenden, sich daran zu erinnern, welches Geistes Kinder wir sind, sich selbt erneut aufzurufen, dem zu folgen, den wir als unseren Herrn ansehen und nur ihn, keinen anderen.

Die Krise unserer Zeit mit all ihren Notlagen und auch mit all ihren Bedrohungen bezeichne ich als den größten Angriff gegen die Menschlichkeit, den es wohl je in der Menschheitsgeschichte gab. Und nein, es ist jetzt nicht „vorbei“. Vorübergehende „Lockerungen“ sind nur eine Täuschung. Es braucht der Mensch dringend eine Erkenntnis darüber, wer er eigentlich ist und wie er ein menschengemäßes Leben zurückerlangen und führen kann.

Salutogenese ist ein wissenschaftliches Modell, das die „Entstehung und Erhaltung von Gesundheit“ untersucht. Dies kann ein Ansatz sein, ein Anfang, um sich durch Selbsterziehung endlich aus dem Falschen zu lösen und das Richtige zu leben. Vergeßt den Christus nicht, der auf uns schaut – und dies nicht nur heute!

Merkmale, die Menschen schwere Krisen überstehen lassen:

  • Sie besitzen eine bessere Wahrnehmung der Realität, haben also die Fähigkeit, Menschen und Sachverhalte richtig zu beurteilen.

  • Sie können sich selbst, andere und die Natur und ihre ewig innewohnenden Gesetze akzeptieren, sie lehnen Künstlichkeit, Angeberei und Heuchelei ab.

  • Sie besitzen Natürlichkeit, Spontanität, Einfachheit sowie Bescheidenheit, sie lassen sich durch Konventionen von individuellen Lebensaufgaben nicht abhalten.

  • Sie sind problem-, sach- sowie themenorientiert und nicht ich-orientiert.

  • Sie haben ein Bedürfnis nach Privatheit und können ohne Unbehagen allein sein.

  • Sie sind autonom, aktiv, leistungs- und wachstums-, auch entwicklungsorientiert und dadurch relativ unabhängig von ihrer physischen und sozialen Umwelt.

  • Sie besitzen eine unverbrauchte Wertschätzung, grundlegende Lebensgüter werden mit Ehrfurcht, Freude, Staunen geschätzt.

  • Sie besitzen Gemeinschaftsgefühl, das heißt ein tiefes Gefühl der Identifikation, Sympathie und Zuneigung für andere, Zuwendung und Interesse an Mitmenschen, Brüderlichkeit, sie fühlen eine Verbundenheit mit den Wesen und den Wunsch, ihnen zu dienen und zu helfen.

  • Sie können die Ich-Grenze überschreiten und intensive interpersonelle Beziehungen knüpfen. Sie haben eine demokratische Charakterstruktur und sind in diesem Sinne freundlich im Umgang mit Menschen, ungeachtet von Klasse, Rasse, Erziehung, Glauben.

  • Sie sind sich bewußt, ein seelisch – geistiges Wesen zu sein, welches in einem Körper wohnt und wissen, darum, dass sie eine geistige Heimat haben. Deshalb sind sie, jeder auf seine Weise, betrebt, ein spirituelles Leben zu führen, die Anbindung an ihre Geistesheimat lieben und pflegen sie.

  • Sie besitzen eine starke ethische Veranlagung, das heißt feste moralische Grundsätze, keine chronische Unsicherheit hinsichtlich des Unterschieds zwischen richtig und falsch. Sie erkennen und unterscheiden Gut von Böse mit einer natürlichen Sicherheit. Sie haben eine solide Ausbildung dessen, was man manchmal Tugenden nennt, gefestigte Persönlichkeit. Dies erlernten sie entweder durch ihr familiäres Umfeld oder durch Selbsterziehung.

  • Ihr Humor ist philosophisch, sie lachen nicht über feindselige, verletzende oder Überlegenheitswitze. Positive Lebenseinstellung, Achtung vor der Würde des Mitmenschen

  • Gesunde Menschen sind ohne Ausnahme kreativ und leisten Widerstand gegen Anpassungsdruck. Kreatives Schöpfertum und hoher Grad an persönlicher Freiheit, Widerstand gegen Zwang.

Alle diese Merkmale kann man in sich wieder zum Leben erwecken und zum blühen bringen. Es beginnt damit, dass man die Wichtigkeit dieser Merkmale erkennt. Dann kann man seine innere Lebenseinstellung diesbezüglich verbessern. Ebenso kann man seine äußeren Lebensumstände zunehmend so gestalten, dass oben genanntes mehr und mehr zum eigenen Leben und zum beglückenden Alltag gehört.

 

Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden.
Dinge wurden geschaffen, um benutzt zu werden.
Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet, ist,
weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden.

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