Sie leiden. Sie leiden entsetzlich. Sie haben schlaflose Nächte voller Sorge um ihre Kinder. Sie sind verzweifelt. Sie sehnen sich nach einem anderen Leben. Sie rufen nach Freiheit, nach dem Recht, ihr Leben selbst gestalten und bestimmen zu können. Sie wollen die Gesellschaft mitgestalten. Sie wollen gehört werden, sie wollen wichtige Entscheidungen selbst treffen können, sie wollen an einer Zukunft bauen, die menschenfreundlich ist, sinnerfüllt, Glück bringend. Sie wollen anders mit der Natur umgehen, pfleglicher, fürsorglicher. Sie wünschen sich eine andere Art von Bildung, nicht nur für die Kinder, in welcher „Selber denken lernen und können“ so groß geschrieben wird wie „selbst entscheiden“. Sie wollen sich umfassend und frei informieren können. Sie wollen unzensiert und selbstbestimmt leben und tätig sein können mit anderen Menschen zusammen. Sie wollen eine neue Mitmenschlichkeit leben, in Gemeinschaft, und nennen es „die neue Menschheitsfamilie“. Sie sehnen sich nach dem Guten und Schönen, hungern nach Kunst, Kultur und ja, auch nach Sinnesfreuden, nach Entspannung, nach Erlebnissen. Wie schön!

Ja, sie sehen die Probleme, sie spüren sie am eigenen Leib. Seit einem Jahr. Sie sind über alle möglichen Kanäle informiert, seit vielen vielen Monaten, auch wenn einige davon schon zensiert wurden und auf anderen Plattformen zu finden sind. Sie wissen Bescheid über diesen Vernichtungsplan. Punkt für Punkt, das wissen sie alles. Sie tauschen sich aus, die Menschen, auch seit vielen vielen Monaten auf unzähligen Kanälen mit zum Teil tausenden von Mitgliedern. Sie vernetzen sich, das tun sie so intensiv, dass sie sich vor lauter Netz kaum noch bewegen können. Sie halten es kaum noch aus, scharren mit den Hufen, wollen handeln. Sie wollen handeln!

Ich weiß aber nicht, wie!

Doch wie können sie nun handeln, wie sollen sie es nur machen, woher sollen sie wissen, was sie tun könnten, so ganz konkret? Da gibt es ja die Möglichkeit, zu denken. Dann fällt einem was ein. So mache ich das manchmal. Ich denke nach. Und dann fällt mir was ein. Und das schreibe ich auf. Es sind dies Möglichkeiten, die ich zum großen Teil selbst mache. Teilweise seit vielen vielen Jahren schon. Auch das schreibe ich auf. Und die neuen Ideen, für die jetzt die Zeit endlich gekommen ist, denke ich in meiner grenzenlosen Naivität, die schreibe ich auch alle auf. Und stelle all das ins Netz. Auf meinem Blog. Und auf unserer „Arbeitsseite“ www.phoenix2020.de . Wir bieten an, einander zu treffen, zusammenzufinden zur Zusammenarbeit. Um gemeinsam in die Tat zu kommen. Doch es muß ja nicht ein jeder das Rad selber neu erfinden, man kann ja zurückgreifen auf alles das, was andere bereits erdacht und erprobt und für tauglich befunden haben. Das könnte man ausprobieren oder sich davon inspirieren lassen, um es für sich anzupassen und dann einfach mal zu machen. Das geht. Beziehungsweise, es geht offenbar nicht. Es ist mir ein Rätsel.

Möglicherweise haben die Menschen momentan nicht so viel Zeit, Artikel zu lesen, schon gar nicht so viele, weil sie zu arg vernetzt sind vielleicht. Deshalb setze ich mich hin und schreibe neu, für all jene, die so leiden und die sich so sehnen nach etwas Schönerem als das, was wir hier haben und was noch kommen wird. Ich fasse zusammen aus den vielen Artikeln, die ich angeboten habe, ziehe die wichtigsten und einfachsten Sachen raus und schreibe sie zusammen, etwa in der Artikelserie „Erste Schritte für Jedermann“, in 3 Teilen, mit vielen Links, das sind die, die man anklicken kann, um zu einem Artikel zu finden, der sich ausführlich genau um das jeweils vorher besprochene Thema dreht. Das stelle ich auch ins Netz, auf meinem Blog und auf unsere Phönix-Seite. Manchmal verlinke ich das in Kommentaren auf anderen Seiten, wenn dort die Menschen sich so leidend äußern und nicht wissen, was um Himmels Willen sie nur tun könnten. Lesen sie all die Hilfe, die angeboten ist? Ergreifen sie diese Hilfe, lassen sie sich inspirieren, tun sie es? Nein? Warum nicht? Es ist mir ein Rätsel.

Es ist alles da

Doch noch immer dasselbe: „Ich weiß nicht wie! Was soll ich nur machen? Ich fühle mich so ohmächtig! Das muß doch mal aufhören!“

Ja, das muß aufhören. Es hört genau dann auf, wenn du aufhörst, „das“ mitzumachen. Und wenn du anfängst, es anders zu machen. Dann hört „das“ auf . Vorher nicht. Und es ist alles da, seit Monaten. Alles, wonach du suchst. Alles, wonach du fragst. Alles, was du brauchst. Und nicht nur auf meinem Blog findest du das oder auf unserer Phönix-Seite. Viele machen das, sie geben wie ich all ihre Tipps, all die „Rezepte“, nach denen gefragt wird. Und außerdem ist so vieles im Netz, nicht nur von uns „Widerständlern“. Seit vielen Jahren ist das alles auch im Netz zu finden. All die Filmchen und Seiten zum „Selbermachen“ etwa.

Ich probiere es mal….

Die Menschen sind ratlos, wie sie ihre Kinder Heimbeschulen sollen. Das habe ich gehört, es scheint ein Hauptanliegen zu sein. Ok, wenige finden auf meine Seiten, wo alles steht. Was könnten sie tun? Die jungen Leute (damit meine ich jetzt jene, die gerade „Schulkinder“ haben) sind tausendmal geschickter im Internet als ich. Sie finden alles, jedes Schnäppchen, jeder Wunsch kann erfüllt werden. Und doch finden sie nicht. Was ist da los? Trotzdem versuche ich es. Ich suche die Lehrpläne, nach welchen immerzu und verzweifelt auf den Kanälen gefragt wird. Nach wenigen Minuten habe ich die Seiten gefunden, hochoffiziell, „erlaubt“ und staatskonform, wo alle Lehrpläne drauf sind zum anklicken. Ich probiere weiter, nur so aus Jux (ich habe keine kleinen Kinder mehr, das ist jetzt nicht mein Hauptanliegen):

Grundschule-klick, Klasse 3-4-klick, Deutschunterricht-klick: alles da, was genau da alles ansteht, inklusive Einführung von „Punkt und Komma“ als Unterrichtseinheit. Ich klicke weiter, andere Fächer, andere Klassenstufen, andere Bundesländer. Alles da.

Es scheint frustrierte Lehrer zu geben, mehr oder weniger kritisch gegenüber dieser neuen Diktatur eingestellt, oder gekündigte oder entlassene oder was auch immer. Helfen die nicht gern, wenn man sie fragt? Falls man sie fragt? Fragt man sie um Hilfe? Bindet man sie ein? Bieten sie es selber an, so frustiert und kaltgestellt wie sie sind? Würden die sich freuen, eine neue Herausforderung einzugehen, ihre Kompetenz verschiedenen Heimbeschulungs-Gruppen anzubieten, Elternabende zu machen als Anleitung zur Selbsthilfe, jeden Tag der Woche in einer anderen kleinen Gruppe dabei zu sein? Wäre das nicht genau das, wonach sie sich sehnen? Ein ganz neues, selbst erschaffenes Berufsfeld voller Freiheit und sehr sebstbestimmt, selbstermächtigt? Und glückliche gesunde Kinder! Wäre das nicht genau das, was jetzt gebraucht wird, was auch jeder, wirklich jeder, genau weiß? Tut man das also? Nein? Warum nicht? Es ist mir ein Rätsel.

Einsamkeit

Die Isolation und die Distanzierung und all das, die Zerstörung alles Mimenschlichen, darunter leiden fast alle. Kommentare, wo auch immer auf den Portalen, in den Kanälen, sind voll damit. Einfachstes Gegemittel: Gleichgesinnte besuchen, sie einladen, sich befreunden, einander helfen. Das schreibe ich seit Monaten in meinen Artikeln. Tut man das? Mein Mann und ich versuchen das immer wieder, wir testen es sozusagen. Wir laden ein. Wir sagen, wir werden kommen, wenn ihr gern mit uns zusammensein wollt. Vornehmlich in den vielen Gruppen, in welchen wir tätig sind oder tätig waren. Es gibt immer einige, die gar nicht so weit entfernt leben. Doch wir hätten lieber was anderes anbieten sollen, das hier war offenbar das Schlimmste. Das scheuen die Menschen wie der Teufel das Weihwasser. Ich ahne, sie sind also am liebsten einsam und allein und verzweifeln daran. Nun, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Gerne. Doch warum dann all das Geschrei? Wenn man nachhakt, sagen sie, sie hätten keine Zeit. Aha, zu beschäftigt, das versteht man. Ist jemand, der so beschäftigt ist, so einsam? Es ist mir ein Rätsel.

Dieses Scheiß System!

Das ist auch einer der Haupt- Leidens-Äußerungen. Wer da an seine Grenzen kommt, muß wahrscheinlich eine Entscheidung treffen. Das ist ein Scheideweg. Darüber habe ich oft geschrieben. Wenn es nicht mehr geht, liebe Menschen, dann steigt aus aus diesem Scheiß System! Ihr müsst das nicht mitmachen. Zudem ist Boykott eine der wirksamsten Widerstandsformen! Wenn nur die Hälfte derer, die immerzu Scheiß System sagen oder ähnliches, dieses Scheiß System wirklich boykottiert hätten in den letzten Wochen, dann wäre „das hier“ schon längst vorbei! Komplett vorbei. Tun sie es? Nein? Warum nicht? Es ist mir ein Rätsel.

Ich hätte es bemerkt. Und nicht nur ich. Das ganze Land wäre ein anderes Land, wenn all das, was ich nun wieder einmal geschrieben habe, getan worden wäre von all jenen, die sich so sehnen und so leiden. Und nein, das hier ist kein Argument, liebe Leute: „Was soll ich als einzelner schon ausrichten?“. Ich habe das widerlegt, das mit dem „Einzelnen“. Ihr seid in der Mehrzahl! Ich habe es euch vorgerechnet, ich habe es euch aufgezeigt in meinen letzten und wichtigsten Artikeln zu diesem Thema. Wenn ihr meine Artikel nicht lest oder nur so im Tran an euch vorbeiziehen lasst, dann probiert es doch ausnahmweise mit diesen beiden Artikeln nochmal:

https://www.hexen-heuler.de/deutschland-ist-ein-zivilisiertes-land/

https://www.hexen-heuler.de/ach-wie-gut-dass-niemand-weiss/

Eine nette humorvolle Geschichte zum Schluß

Mein Mann und ich wollten vor vielen vielen Jahren eine Gemeinschaft gründen mit Menschen, die auch irgendwie anders leben wollten. Freier, selbständiger, kreativer, fürsorglicher miteinander etc. Wir fanden auch welche und kamen ins Gespräch und begannen, zu planen. Es stand fest: es wird ein Gebäude gebraucht, evtl ein kleines Anwesen. Viele Wünsche waren da. Mit Werkstätten, Selbstversorgergarten und so weiter. Wir beide waren „die treibende Kraft“ mit vielen Ideen und viel jahrelanger Vorarbeit hierfür. Dann wurde es etwas konkreter. Ein Gebädue mußte also her, es sollte sicherlich renoviert und umgebaut werden, wohnbar gemacht werden und all das. Ein Auszug, der entscheidende, aus dem letzten gemeinsamen „Arbeitstreffen“:

Man sagte in etwa folgendes zu uns: „Ja, das hört sich gut an. Macht mal. Ihr wißt ja, wir müssen auch planen, brauchen etwas Vorlaufzeit. Gebt rechtzeitig Bescheid, wann ein Einzugstermin möglich wäre, wann wir also kommen und einziehen könnten. Und welche Regeln vorgesehen sind.“ Das Bettchen sollte gerichtet und frisch bezogen sein. Von uns. Für alle anderen. Die heiße Suppe auf dem Herd, die Hühner zufrieden im Stall, der Salat im Garten schon gegossen, das Brot im Ofen, die Kreativwerkstatt gut geheizt.

Das Projekt war an dieser Stelle für uns beendet.

Ein jeder hat, was er will

Ich glaube, meine Mitmenschen wollen es genau so haben: leiden, sich sehnen, und zwar vergeblich, und jammern. Und sich fügen. Das dürfen sie. Sie dürfen in ihrer Freiheit sich genau hierfür entscheiden. Sie dürfen ihre Verantwortung, auch für ihre Kinder, auch für die Zukuft, verweigern. So frei sind sie. Es ist mir ein Rätsel.

Aufrufe: 117