Du hast einen Artikel auf meinem Blog hier gelesen. Über Dreigliederung, und dass man nicht philosophieren soll, sondern handeln soll, sich selbst zu einem guten Menschen machen soll, der Welt das geben soll, was sie braucht, den Menschen in der eigenen Umgebung helfen soll – kurz gesagt: die Fürsorglichkeit leben soll – falls man möchte, dass es hier irgendwann besser wird – rechtzeitig, bevor hier nichts mehr ist.

Du hattest es nicht leicht, das zu verstehen, meinst du. Und am Ende fragst du sogar: „Habe ich bisher alles falsch gemacht?“

Nein, lieber Freund, das hast du nicht. Du hast viel gearbeitet und immer im Wunsch, anderen zu helfen. Es wurde dir schwer gemacht in dieser menschenfeindlichen Welt. Das System hier knechtet und verhindert den gesunden Menschenverstand. So gründlich, dass wir verlernt haben, die einfachsten Dinge zu verstehen und zu denken. Es zerstört liebende Herzen und große Seelen.

Laß mich ein paar Dinge erklären, bitte. Ich bitte dich um Geduld, ich brauche da mehr als ein paar Worte.

Jeder Mensch hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben

In einer Welt, in der noch Geld nötig ist, um existieren zu können –

… in einer Welt, in der alles im Überfluß vorhanden ist und es nur ein systematisch hergestelltes Ungleichgewicht gibt, eine ungerechte Verteilung der Fülle und des Reichtums –

… in einer Welt, in der es leicht ist, allen Menschen eine menschenwürdige Wohngelegenheit und menschenwürdige Versorgung mit dem Nötigen zu bieten –

… sollte es, angesichts der Menschenrechte mit dem ersten und obersten Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ selbstverständlich sein, für all das zu sorgen.

Dazu würde gehören, dass sich niemand für sein ganzes Leben lang hoch verschulden muß, um seinem Beruf nachzugehen und seine Familie zu ernähren. Er sollte einfach das nutzen dürfen, was er hierfür braucht und es weitergeben, wenn er es nicht mehr braucht.

Es ist so einfach, wir hören als Kind schon davon!

Wir haben gelernt: „Du sollst nicht stehlen!“. Das heißt: nimm der Gemeinschaft der Menschen nichts weg auf viele Generationen. Nur um es zu besitzen. Das betrifft auch Grund und Boden.

Wir haben gelernt: „Du sollst nicht begehren, was der andere hat!“ – dazu gehört auch: sei doch nicht so neidisch! Gönne doch einem Jeden deiner Brüder und Schwestern das Nötigste für ein Menschenwürdiges Leben. Und warum auch nicht? Du bekommst es doch dann auch. Falls das, was in meinem Artikel über Dreigliederung steht, einmal sein wird. Und kannst dann mit deinem Leben das tun, was du gern tust. Bist du ein edler Mensch, tust du Gutes für die Gemeinschaft. Und du hast das dein Leben lang getan.

Was ist Arbeit?

Das wurde uns gehörig im Kopf versaut, nicht wahr? Arbeit ist das, was wir 8 Stunden am Tag machen, um Lohn zu bekommen. Wirklich? Ich höre oft den Satz von jungen Müttern: „ …nein, ich arbeite noch nicht wieder. Ich bin noch zu Hause.“ Wie verrückt, lieber Freund! Sie arbeitet zu Hause doch nahezu 24/7 mit ihrem Baby oder kleinem Kind! So viele Menschen arbeiten unermüdlich nach ihren Möglichkeiten und meistens für die Gemeinschaft, für andere, ohne Lohn zu bekommen. Doch es wird nicht Arbeit genannt und nicht bezahlt. Die Pflege der alten Eltern, die Hilfe in der Nachbarschaft und all das. Jede „Hausfrau“ arbeitet viel. Hat Mozart gearbeitet? Goethe? Arbeite ich eigentlich, wenn ich viele Stunden an einem Artikel sitze?

All diese Menschen hätten dann ein Anrecht auf ausreichend Geld, um leben zu können. Es ist genügend Geld da. Und oftmals sind es die wichtigsten Arbeiten, für die es kein Geld gibt heute. Oh, genau, jemand könnte faul sein und nichts tun. Wie schrecklich, nicht wahr? Im Moment sind das ganz schön viele, die faul sind und nichts weiter tun als andere Menschen als Sklaven zu benutzen, sie für sich arbeiten zu lassen zur wundersamen Geldvermehrung, ihnen ein paar Krümel hinwerfen um den großen Batzen für sich zu kassieren. Da sagt keiner was. Komisch, nicht wahr? Als wäre das ein Naturgesetz.

Was macht glücklich?

Menschen möchten glücklich sein. In der Welt, für die ich kämpfe, die ich ersehne, werden die Menschen erleben, was wirklich glücklich macht. Etwa, einem anderen Freude zu bereiten oder ihm zu helfen. So wird man das auch gerne tun. Dafür gibt es Achtung und Respekt von der Gemeinschaft und so entsteht Liebe, das seltenste und kostbarste Gut auf dieser Welt.

Es gibt die Naturgesetze. Sie besagen eigentlich nicht viel anderes als das, was der Christus uns aufgetragen hat. Richtet man sich danach, kann man sich sicher sein, mit sich selbst am Ende zufrieden zu sein. Das Leben sinnvoll genutzt zu haben. Diesen Lohn wird man sich also selbst schenken können. Wer sich selbst das versagt, ist halt arm dran. Der braucht aber von keinem die Knute. Er schadet sich nur selbst. Das genügt doch.

Gleich, gleicher, am Gleichesten

Wie ich oben dargelegt habe, ist eine Art bedingungsloses Grundeinkommen eine Menschenpflicht, ja, eine Christenpflicht.

Jeder Mensch hat aber verschiedene Bedürfnisse. Und das darf so sein! Wer mit dieser oder jener Tätigkeit dsein Grundeinkommen aufbessern möchte, soll das doch tun dürfen! Es spricht sogar nichts dagegen, dass der eine etwas mehr hat als der andere. Warum auch nicht? Wieviel vom Unverständnis ist Neid? Wie kann ich neidisch sein auf Brüder und Schwestern, wenn ich selbst alles habe, was ich brauche? Und wenn ich weiß, alle anderen haben auch, was sie für ein Leben in würdevollen Umständen brauchen?

Es geht nicht um Gleichmacherei. Es geht darum mit dem Neid aufzuhören und wirklich mit den Brüdern und Schwestern zu teilen, was im Überfluß da ist. Und sie so sein lassen, wie sie sein wollen. Der eine baut ein Haus nach dem anderen für seine Mitmenschen, weil er das kann und toll findet. Der andere ist ein Träumer und schreibt alle paar Wochen ein wunderschönes Lied oder Gedicht. Wie gut, dass das so ist!!!! Oder vielmehr: Wie schön, wenn es so sein könnte! Da müssen wir hin, lieber Freund, ob es uns im Moment passt oder nicht, denn es gibt keine andere Zukunft für Menschen. Nur das hier. Neidlos dem anderen gönnen, was er braucht in einer Welt des Wohstandes und der Fülle. Und den anderen einfach so zu dienen und zu helfen, weil es glücklich macht.

Freude schöner Götterfunken!

Und nein, lieber Freund, ich schreibe keine Artikel, weil ein Freund von mir ein Banjo oder ein Klavier besitzt, ein Wohnmobil oder ein Segelboot! Es ist doch schön, wenn die Menschen sowas haben, um ihrer Seele und ihren Talenten Ausdruck zu verleihen und evtl anderen damit eine Freude zu machen! Ich begrüße es, wenn sie ohne finanzielle Sorgen Zeit haben, sich damit zu beschäftigen und sich darin zu trainieren, zu üben, besser zu werden, etwa, die Musik vollkommener machen.

In meinem Artikel geht es nicht darum, Armut und Mittelalter zu propagieren. Im Gegenteil! Ganz im Gegenteil. Nur so kommt der ganze Reichtum eines jeden Menschen und einer jeden Seele zur vollen Entfaltung! Zum Wohl und zur großen Freude aller Menschen! Nur so. In dem man anderen etwas gönnt, in dem man andere fördert, ihnen wohlgesonnen ist und sich freut, wenn sie sich freuen!

Vielleicht kannst du nun etwas besser einordnen, was in dem Artikel https://www.hexen-heuler.de/sei-du-selbst-die-veraenderung/ gemeint ist. Wenn nicht, frag mich bitte einfach danach! Es wäre so toll, wenn du verstehen könntest, lieber Freund. Wenn du verstehst, können alle anderen das auch. Darum gehts doch! So hast du mir und vielleicht vielen anderen mit deiner Nachricht an mich geholfen! Dankeschön!

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