Es handelt sich bei diesem Thema nicht um New-Age-Spinnereien oder etwas, was man nach Belieben auslegen oder drehen und wenden könnte. Es hat auch nichts mit irgendwelchen Religionen zu tun. Zwar findet man die ältesten Quellen hierzu im Buddhismus, doch Buddhisten, die wirklich welche sind und sich nicht nur so nennen, bezeichnen Buddhismus nicht als Religion. Buddha gab vor mehr als 2000 Jahren Lehren darüber, wie die Dinge sind und wie die Welt und das Leben funktionieren. Man könnte es vielleicht Wissenschaft nennen, nicht zu verwechseln allerdings mit der etwas heruntergekommenen und offensichtlich korrupten Pseudo-Wissenschaft, wie man sie heute überall wahrnehmen kann.

Bestätigt wurden die Erkenntnisse des Buddha von Rudolf Steiner, der auf ganz eigene Weise ein Geistes – Wissenschaftler war. Seine Fähigkeit, die geistige Welt zu „besuchen“, in ihr zu wandeln und dort zu sehen und zu erleben, ermöglichten ihm, das dort Erkannte und Erlebte den Menschen zu bringen, die bereit waren, ihm zuzuhören.

Beide haben gemeinsam, dass sie sagen: „Ihr müßt mir nichts glauben. Geh hin und überprüfe das selbst“. Was das Thema Karma betrifft, bedeutet das: Tu dieses, und du wirst diese Wirkung erleben. Tu jenes, und du wirst jene Wirkung erleben. Punkt.

Ursache und Wirkung

Über diese Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung kann man sich schlau machen. Es ist weder Ansichtssache noch hat es etwas mit Meinungen zu tun. Eine Diskussion darüber macht also keinen Sinn, denn die Dinge sind so wie sie sind. Wer es wissen möchte, ist angehalten, sich kundig zu machen, was leicht möglich ist. Vertrauenswürdige Literatur zu den Lehren Buddhas sind allen Menschen zugänglich und die Schriften Rudolf Steiners ebenso. Oder man fragt jemanden, der sich gut damit auskennt. Ich beschäftige mich seit mehr als 30 Jahren intensiv mit der von Rudolf Steiner „gegründeten“ Anthroposophie und zudem seit 20 Jahren mit den Lehren Buddhas. Beides wende ich in meinem Leben an, habe also nicht nur einen theoretischen angelesenen Wasserkopf hierzu sondern praktische Erfahrungen. Außerdem beobachte ich die Menschen und die Welt mit wachen Augen und wachem Bewußtsein und das, was ich dort sehe, ist eine ständige Bestätigung.

Nicht, weil ich mich für allwissend halte, erlaube ich mir, diesen Artikel zu schreiben. Sondern deshalb, weil ich mich lange damit beschäftigt und Erfahrungen gemacht habe. Und weil ich dies den Menschen anbieten möchte, damit ihr Leben sinnvoller und angenehmer werden kann, wenn sie das möchten. Wer es besser weiß, darf es besser machen.

Karma ist nichts geheimnisvolles, es ist lediglich eine Gesetzmäßigkeit, es ist das Gesetz von Ursache und Wirkung. Alle wichtigen Lehren für die Menschheit hatten immer Hinweise darauf, wenn sie auch anders genannt wurden. Immer wußten die Menschen, dass es ein grundlegendes „Richtig“ und ein grundlegendes „Falsch“ gibt, unabhängig von sich wandelnden menschengemachten Gesetzen, welche abhängig waren von den Launen der Herrschenden, wie es auch heute noch ist. Und sie wußten immer auch: Es hat zwangsläufig Folgen, was man tut. In diesem Leben ebenso wie nach diesem Leben.

Über „richtig“ und falsch“ werde ich demnächst einen Artikel anbieten.

Die Gesetze von Ursache und Wirkung

Es ist so leicht. Man könnte sagen: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“. Fertig. Deutlicher gesagt bedeutet das:

Tust du etwas Gutes, wirst du gute und erfreuliche Wirkungen erleben.

Tust du etwas Falsches, wirst du schlechte, unangenehme Wirkungen erleben.

Unterläßt du eine gute Tat, oder duldest du eine böse Tat, ohne sie zu verhindern, wirst du schlechte, unangenehme Wirkungen erleben.

Unterläßt du es, Falsches zu tun oder verhinderst du böse Taten, wirst du gute und erfreuliche Wirkungen erleben.

Karmische Folgen betreffen alle Ursachen, die gelegt wurden in Gedanken, in der Rede und in Handlungen/Taten.

Eine kleine Anregung hierzu findet man dort: https://www.hexen-heuler.de/herr-im-eigenen-haus-und-im-eigenen-leben/

Man sagt, Karma wird „reif“, wenn die Wirkungen sichtbar und spürbar werden. Tatsächlich „reift“ Karma auf seine ganz eigene Weise. So können kleine gute wie schlechte Taten lange im „Unterbewußtsein“ verborgen liegen bleiben. Doch sie liegen da nicht nur rum, sie wachsen. Aus kleinen Ursachen können also große Wirkungen entstehen. Diese Wirkungen betreffen nicht nur einen selbst persönlich in diesem Leben, sie formen auch das, was man nach seinem Tod in der Geistesheimat erleben wird und sie bestimmen, wie das nächste Leben sich gestaltet.

Immer verlangt Karma auch einen Ausgleich. Egal, wie unangenehm die Wirkung für einen selbst ist (siehe das Beispiel im Artikel https://www.hexen-heuler.de/herr-im-eigenen-haus-und-im-eigenen-leben/ : das Erleben plötzlicher Unfälle in diesem sowie in den folgenden Leben durch eine Lebenshaltung, die geprägt ist von Gier und Geiz), man hat bei denjenigen zwingend eine „Schuld“ abzutragen, die man geschädigt hat durch seine schlechte Lebenshaltung.

Mit Karma kann man weder verhandeln noch schachern

Neulich habe ich eine lustige, oder eher gesagt, eine etwas peinliche Diskussion erlebt. Es wurde darüber diskutiert, ob man ein gutes Karma bekommt, wenn man etwas mehr Gutes als schlechtes auf dem „Konto“ hat. Nein, so ist es nicht. Auch das ist keine Sache von Vorlieben oder Meinungen. Es handelt sich hier um Gesetzmäßigkeiten.

Tust du etwas Gutes, wirst du zwangsläufig eine gute Wirkung „ernten“ auf genau diese Tat, eine Wirkung, die der Art der Tat genau entspricht.

Tust du etwas Falsches, wirst du zwangsläufig eine schlechte Wirkung „ernten“ auf genau diese Tat, eine Wirkung, die der Art der Tat genau entspricht.

Ganz unabhängig von allen anderen Taten, ob gut oder falsch. Es wird nichts miteinander verrechnet oder vermauschelt. Du kannst Gott nicht anlügen und du kannst ihn nicht bescheißen, er läßt sich nicht verarschen!

Ist Gott ein erbarmungsloser Buchhalter und Vollstrecker?

Nein.

Und er ist auch nicht zu fürchten. Die karmischen Gesetze sind kinderleicht, jeder Mensch zu allen Zeiten und in allen Ländern kann sie wissen (und weiß sie auch, siehe: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“). Gott schenkte uns allen unseren freien Willen und die Möglichkeit, durch tiefe Erfahrungen zu lernen.

Kriegst du vom Leben eins auf die Finger, hast du was gelernt, was dir anbietet, dich weiterzuentwickeln. Erlebst du nach deinem Tod einen unangenehmen Aufenthalt in der Geistesheimat, dann ist dieser Aufenthalt nicht deshalb unangenehm, weil der liebe Gott jeden Morgen mit der Rute kommt, um dich zu bestrafen. Sondern es kann deshalb eine Qual für dich sein, weil du erbarmungslos auf dich selbst schauen mußt, dich selbst in aller Häßlichkeit ertragen mußt, die du selbst erschaffen hast. Weil du an dir und in dir selbst genau das Leid erlebst, welches du anderen zugefügt hast. Weil du dich selbst genau so siehst und erlebst, und gleichzeitig steht der Christus vor dir mit seinem strahlenden, liebevollen Antlitz – und so wolltest du werden, da hin wolltest du dich entwickeln.

Hast du in diesem Leben all deine Möglichkeiten zum Guten genutzt und umgesetzt, hast du dich gleichzeitiger „schöner“ gemacht, bist näher gekommen zu deinem allerhöchsten Idalbild von dir selbst.

Hast du in diesem Leben deine Möglichkeiten nicht genutzt und stattdessen lauter Mist gebaut, hast du dich gleichzeitig „häßlicher“ gemacht und dich weit entfernt von deinem allerhöchsten Idealbild von „wer du sein und werden willst“. Das ist deine eigene „Strafe“, die du ertragen mußt.

Oh Hilfe! Wie kann ich jetzt nachträglich…..?

Mist gebaut? Kein Problem! Du kannst folgendes tun, um die Wirkung auf den Mist „abzumildern“:

Lerne über Karma, über das Gesetz von Ursache und Wirkung. Und denke, sprich und handle ab jetzt dementsprechend.

Hilf anderen, dies ebenso zu wissen, zu können und zu tun.

Bereue schlechte Taten von ganzem Herzen. Nimm dir ehrlich vor, so etwas niemals wieder zu tun und halte dich dran. Entschuldige dich bei jenen, denen du geschädigt hast und schaffe einen Ausgleich. Ist dies nicht mehr möglich, schaffe den Ausgleich in die Welt hinein. Tu in Zukunft das Gegenteil (nicht nur falsches vermeiden sondern stattdessen viel richtiges tun).

Mache dich selbst zu einem edleren Menschen und sorge dafür, dass diese Welt zu einem schöneren, liebevolleren Ort wird für alle Wesen. Dies ist deine Hauptaufgabe hier. Dies ist, was du dir vorgenommen hast für dieses Leben, dies ist dein Inkarnations – Impuls. Deshalb bist du hierhergekommen.

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