Und wieder einmal werde ich fündig in den Tiefen des Internets. Ein schöner kleiner Text, der nur beim oberflächlichen Lesen einem Kalenderspruch ähnelt. Liest man genauer, kann man darin vieles erkennen. Ich möchte behaupten, die Welt sähe jetzt anders aus, würden die Menschen einfach nur das, diese simple kleine Wahrheit, wirklich leben.
Der Verfasser kennt den Unterschied zwischen Freundlichkeit und feiger Bequemlichkeit. Er weiß, dass es nötig ist, hin und wieder – und beizeiten, ohne zu zögern – das scharfe Schwert oder den soliden Hammer zu schwingen. Zum Schutz der Wesen! Und vergiß nicht, zu leben. Lebe das, wofür du kämpfst!

Dein erstes Gesetz sollte der Respekt vor dir selbst sein. Achte auf deine Würde, tue nichts Schändliches, auch nicht im Geheimen. Sei bereit, jeden deiner Gedanken laut auszusprechen. Denke so, als ob das Innerste deiner Seele den Blicken der anderen offenbar wäre.

Achte darauf, dass dein Handeln im Einklang mit deinen Überzeugungen steht. Der Mensch geht zugrunde, wenn er mit seinem Gewissen einen Handel eingeht. Gewissensbisse im wahrsten Sinne des Wortes fügen dem Inneren des Menschen unheilbare Wunden bei. Sei ehrlich mit dir selbst. Ehrlichkeit ist das, was einen Menschen ganz macht. Wenn man dasselbe denkt, sagt und tut, verdreifacht sich die eigene Kraft.

Wahrlich: Nur wer leidenschaftlich hassen kann, kann auch leidenschaftlich lieben.

Wer in Harmonie mit allen lebt, ist nicht in Harmonie mit sich selbst. Wer keine Feinde hat, hat auch keine festen Überzeugungen. Aber wähle deine Feinde aus, und schieße nicht mit einer Kanone auf Spatzen. Rache zu zeigen ist manchmal dasselbe wie einen Esel zu treten, weil er dich getreten hat. Vergiss jedoch nicht, dass die Fütterung einer Schlange mit Milch nur dazu dient, Gift in Scherze nicht mit einem Narren, sei nicht offen mit einem Schmarotzer und verbrüdere dich nicht mit einem Schurken, damit er nicht denkt, du seist ihm gleich. Teile deine Schwäche mit niemandem, Du wirst durch deine einseitige Abrüstung doppelt geschwächt. Demütige dich nicht zu Ausreden vor Halunken, wenn du strauchelst: nur der fällt nicht, der nie hinaufgeklettert ist. Die Alten sagten: Der Adler kann zu den Hühnern hinuntersteigen, aber die Hühner können niemals zum Adler hinaufsteigen.

Sei höflich, aber halten dich mit der Höflichkeit zurück: Unhöfliche Menschen verstehen das nicht und halten es für Unterwürfigkeit. Bleibe dir selbst treu: Der größte Trost besteht darin, dass Du dich auf sich selbst verlassen kannst und nicht verraten wirst. Die Lästerung, die ein Schurke auf dich ausspuckt, nimm es als dasselbe Lob.

Lebe das Leben in vollen Zügen, wie es sich für einen Heiden gehört. Genieße die natürlichen Freuden des Lebens. Vergnügen an sich ist weder moralisch noch unmoralisch. Wenn aber der Wunsch nach Vergnügen den Willen zur Selbstbehauptung überwiegt, wird man zugrunde gehen.

Ertrage Misserfolge mit Stärke: Auch dies ist eine unschätzbare Erfahrung. Verzweifele nicht: Entmutigung zieht das Unglück an. Schicksalsschläge existieren, um die geistige Kraft des Menschen zum Leben zu erwecken. Harte Prüfungen helfen uns, eine unzerstörbare Willenskraft als höchstes Element des Menschen zu festigen. DER GUTE WILLE WIRD NUR GESTÄRKT IM KAMPF GEGEN DAS BÖSE, DAS AUF DER ERDE UND IN UNSEREM LAND DIE MACHT ERGRIFFEN HAT.

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