Heute habe ich eine Nachricht im Postfach, die ich nicht begreifen kann. Nun denke ich schon lange darüber nach, komme aber zu keiner vernünftigen Erklärung für meine Unfähigkeit, verstehen zu können. Ich kann es nicht verstehen. Punkt. Entweder fehlen mir da gewisse Gehirnwindungen und ich bin deshalb irgendwie zu doof, um das zu verstehen oder es stimmt da was nicht.

Ein bekannter Held des Widerstandes schreibt folgendes:

Was wäre, wenn wir alle ab morgen nicht mehr mitmachten? Und was, wenn ich dir sage, dass du nicht der einzige bist, der nicht mitmacht?

Aber viele Menschen, die auch nicht mitmachen wollen, können es sich nicht leisten.

Schüler, die sich gegen Willkür zur Wehr setzen wollen, Eltern, die das Wohl ihres Kindes gefährdet sehen und es beschützen wollen, Lehrerinnen und Lehrer, die ihrem Gewissen folgen wollen – sie alle brauchen rechtlichen Rat und finanzielle Unterstützung.

Wir helfen Menschen, die sich weigern und nein sagen. Und du kannst uns dabei helfen, indem du deine Solidarität zeigst und tatkräftig auf ……… unterstützt. Der Erlös geht vollumfänglich an Eltern, Schüler und Pädagogen, die rechtlichen Beistand benötigen oder finanzielle Einbußen wegen ihrer Gewissensentscheidung zu gewärtigen haben. Mach mit bei …“

Versteht man das? Was heißt das denn, was ich da lese? Es wird zu Spenden aufgerufen, um oben Aufgeführtes, also Widerstand gegen die Vernichtung, finanzieren zu können. Für einen guten und edlen Zweck. Für Menschen in Not. Ist es das, worum es geht?

Rechtsberatung kostet Geld

Das ist mir bekannt. Mir ist auch bekannt, dass es zur Zeit noch Rechtskostenbeihilfe gibt für all jene, die Rechtsberatung benötigen und es sich „nicht leisten können“. Jene, die es sich leisten können, bekommen dies nicht von der Gemeinschaft (Staat) finanziert, weil sie es sich leisten können. Wer es „sich nicht leisten will“, obwohl er könnte, hat andere Prioritäten, jetzt ganz ohne Wertung. Wo ist das Problem? Wer nicht kann, bekommt Unterstützung. Anwälte, an welche man sich wendet, beantragen das und kümmern sich darum. Wer nicht will, hat andere Prioritäten in seinem Leben, es ist ihm das „Nicht mehr mitmachen“ nicht genügend Wert. Es gibt sehr viel ehrenamtliche Hilfe von „die klagepaten.de“. Es gibt im Widerstand viele Anwälte. Ich gehe einmal davon aus, dass diese selbstverständlich auch eine Art „soziale Honorargestaltung“ machen. Sie sind ja immerhin Teil der neuen Menschheitsfamilie. Und was liegt näher für diese Anwälte im Widerstand, als Menschen für und im Widerstand zu unterstützen, ohne an Gewinnmaximierung zu denken? Verstehe ich das nun richtig, dass es hier ein Problem gibt? Und dass dies kein „finanzielles Problem“ ist sondern ein Luxusproblem?

Was darf eine Gewissensentscheidung kosten?

Menschen, die „…ihrem Gewissen folgen wollen – sie alle brauchen finanzielle Unterstützung….“, … da sie „…finanzielle Einbußen wegen ihrer Gewissensentscheidung zu gewärtigen haben.“

Ich überlege lange, wie ich das jetzt sagen soll, was ich sagen will. Diese Überlegungen kann ich nicht nachvollziehen. Da fehlt mir offenbar was dazu.

Es geht hier nicht um einen Nachbarschaftsstreit, weil der Nußbaum des einen zu nah am Grundstück des anderen steht und dauernd die Blätter von diesem Baum beim Nachbarn auf den englischen Rasen fallen. In dieser Sache kann man sich schon überlegen, ob es die Sache wert ist, der ganze Ärger, die vertane Lebenszeit, die Gerichtskosten etc. und ob es dem guten Nachbarschaftsverhältnis zuträglich ist.

Was aber ist eine Gewissensentscheidung? Ist da irgend etwas abzuwägen? Wer seinem Gewissen folgen will, weil er Böses nicht will oder nicht tun will und nicht erleiden will und andere nicht daran leiden sehen will, wer seinem Gewissen folgen will, weil er es innerlich muß, weil es sonst nicht mehr vereinbar ist mit seiner Würde und seinem Menschenbild von sich selbst und seinen Brüdern und Schwestern…, fragt sich ein solcher Mensch tatsächlich, ob er finanzielle Einbußen hat?

Entscheidet sich ein solcher gegen das Gute und für das Böse, aus finanziellen Gründen, so hat er eine Entscheidung getroffen über sich selbst und dies wird ihn sein Leben lang begleiten. Es ist nicht nur eine temporäre Empfindung, es ist eine Ent – Scheidung. Er trennt sich total von sich selbst und allem, was des Menschen höchsten Wert haben sollte. Was also „darf es kosten“?

Worum geht es denn genau? Geht es hier um die sogenannte „untere Bevölkerungsschicht“, die man inzwischen nicht mehr so oft „sozial schwach“ nennt, öfter jedoch nun „bildungsfern“? Ist es nicht so, dass diese Menschen keinerlei finanzielle Einbußen haben können, weil sie nichts haben, außer die monatliche Hartz IV – Überweisung? Oder geht es um „Gutbürgerliche“, oder man sagt auch „Mittelstand“, oder um Menschen zwischen „Hartz IV“ und „Mittelstand“? Darf ich da mal fragen, wo das Problem ist?

Finanzielle Einbußen

Was bedeuten „finanzielle Einbußen“? Es bedeutet eine Reduktion des Lebensstandards, falls man einen hat, was nicht alle Menschen in Deutschland betrifft. Nochmal: Reduktion des Lebensstandards aufgrund einer Gewissensentscheidung. Ist das ernst gemeint? Man kann also seinem Gewissen nur folgen, wenn das am Lebensstandard, oder soll ich sagen: am Wohlstand, nichts ändert? Ist das ernst gemeint? Das ist mir so unbegreiflich, dass ich es anders versuchen muß, zu verstehen.

Man tut sich an der richtigen Gewissensentscheidung und am Festhalten daran schwer, nicht wegen sich selbst, sondern etwa wegen der eigenen Kinder. Man will ihnen ja einen guten Start ins Leben ermöglichen. Geht man davon aus, dass ein Kind nur ein gutes, sinnerfülltes, selbstbestimmtes und würdiges Leben haben kann, wenn die Hochschulausbildung auf bequeme Weise zu erreichen und zu finanzieren ist, dann stimmt da meiner Meinung nach etwas nicht. An dieser Überlegung für das eigene Kind stimmt was nicht. An dieser Gesellschaft stimmt auch etwas nicht, wenn dem so ist, dass ein Kind nur ein gutes Leben haben kann, wenn der Wohlstand stimmt und gesichert bleibt. Sehe ich das richtig?

Verstehe ich das jetzt richtig: Ihr überlegt, ob ihr es euch „leisten“ könnt, wegen finanzieller Einbußen und Wohlstandsverlust, eure Kinder vor Traumatisierung, und letztlich vor der Vernichtung zu schützen? Tiere verteidigen ihre Brut unter Einsatz ihres Lebens. Manche Pflanzen schützen ihre Früchte und somit die Samen für die Abkömmlinge mit Gift und Dornen. Wenn ich das richtig sehe, Leute, dann könnt ihr hier auf meinem Diagramm nachschauen, wie weit ihr gesunken seid:

https://www.hexen-heuler.de/notruf-leicht-gemacht/

In Deutschland leben seit Jahrzehnten mehr Kinder in Armut oder an der Armutsgrenze als solche, welche rundum versorgt und gepudert sind und den Bausparvertrag schon in die Wiege gelegt bekommen. Wen von den „Nicht von Armut Betroffenen“ hat das denn bisher gejuckt? Ich meine, so sehr gejuckt, dass es über einen Seufzer beim Zeitung lesen hinaus ging, und mit „Hinausgehen“ meine ich, dass dies zu Taten geführt hätte, um diesen Mißstand für diese von Armut Betroffenen abzuwenden?

Gesellschaftliches Ansehen und Position

Oder geht es vielleicht nicht so sehr um den finanziellen Wohlstand, sondern um das damit verbundene Ansehen in der Gesellschaft, um Posten, Positionen? Was ist das für eine Gesellschaft, in der man Ansehen hat durch Posten, Positionen, Kontostand und vorzeigbaren Lebensstandard? Gesellschaftliches Ansehen, Achtung, Respekt völlig losgelöst also davon, ob jemand ein guter und „gewissenhafter“ Mensch ist oder ein gewissenloses …, na, das spare ich mir jetzt. Kann das eine Begründung dafür sein, eine Gewissensfrage zu ignorieren? Was ist hier eigentlich mit den „Erwachten“ los, welche von neuer Gestaltung der Gesellschaft reden, von neuem mitmenschlichen Zusammenleben, welche „Achtsamkeit und Gerechtigkeit“ auf ihrer Fahne stehen haben? Hat man denn so gar nicht verstanden, immer noch nicht, warum wir in genau dieser Scheiße sitzen, alle miteinander, dass es genau das ist, was dazu geführt hat, weil wir alle genau so sind, so denken, so handeln seit Jahrzehnten? Weil eben der eigene Wohlstand und die eigene Position in dieser kranken, menschenverachtenden Gesellschaft stets wichtiger war als die Not der anderen, die für diesen Luxus bezahlen und bluten mußten? Sehe ich das richtig?

Und jetzt soll dieses teuflische Spiel des Verderbens also fortgesetzt werden, in dem die „Gewissensentscheidung“ gut bezahlt werden muß, man Sicherheiten und Wohlstand garantiert haben muß, möglichst finanziert von jenen, die die letzten Jahrzehnte auch dafür bluten mußten, damit man mal Nein sagt zu genau dem, was man selbst jahrzehntelang bejubelt hat, was den eigenen Wohlstand erst erschaffen und mehren konnte, und man damit beigetragen hat zu dem, worunter jetzt sogar der Wohlstand zu leiden beginnt? Sehe ich das richtig?

Aber viele Menschen … können es sich nicht leisten

Das steht da. Viele Menschen können es sich nicht leisten. Was genau können sie sich „nicht leisten“? Nein sagen zu können, das können sie sich offensichtlich nicht leisten.

Sie können es sich nicht leisten, dagegen aufzustehen, dass…

  • Menschen mit einer Giftpritze geschädigt werden, an welcher viele sogar sterben, wenn nicht gleich, dann etwas später

  • Kinder tagtäglich gequält, traumatisiert, körperlich und seelisch geschädigt werden

  • viele und zunehmend mehr und mehr Menschen, auch Kinder, wohlgemerkt, auch Kinder, verzweifeln und an dieser Verzweiflung sterben

  • eine sogenannte Demokratie sich in eine Diktatur verwandelt hat

  • das Rechtssystem in diesem Land sich zu einem Unrechtssystem gewandelt hat
  • Information zu Propaganda und Gehirnwäsche mutierte

  • gezielt Existenzen vernichtet werden seit einem Jahr und es offenkundig ist, dass dies geplant ist, dass dies erst der Anfang ist, dass geplant ist, die gesamte Wirtschaft dem Boden gleich zu machen, auch die „Wohlstandswirtschaft“
  • geplant ist, das gesamte Volk zu enteignen und zu versklaven, jedenfalls jene, die die „Reduktion der Weltbevölkerung“ überleben

  • muß ich hier noch mehr auflisten?

Sie können es sich nicht leisten, sich dagegen zu wehren, für sich selbst nicht und nicht einmal für ihre Kinder. Das steht genau genommen in diesem Satz: „Aber viele Menschen, die auch nicht mitmachen wollen, können es sich nicht leisten.“ Ist das denn jetzt wirklich euer Ernst? Habt ihr denn den Schuß noch nicht gehört? Ihr könnt euch nicht leisten, um euer Leben und das eurer Kinder zu kämpfen, gegen den Untergang der Menschheit zu kämpfen? Ihr könnt euch das nicht leisten? Sehe ich das richtig?

Wie machen denn das all die anderen, die bisher ihrer Gewissensentscheidung nachgekommen sind und das auch weiterhin tun, die ganzen Namenlosen, Ungeehrten, ohne Preis der Republik – Ausgezeichneten, jene, die bereits in Armut leben, alles verloren haben, sich entwürdigen und demütigen lassen müssen, von Hartz IV leben müssen, von Familie und Nachbarschaft ausgegrenzt werden deshalb? Wie machen die das? Es sind dies nicht allesamt Youtuber oder Blogger oder sonstige, die bei allem, was sie tun, darauf hinweisen, dass „Wenn Sie meine Arbeit unterstützen wollen, dann klicken Sie bitte hier: …“?

Und was wird mit denen geschehen, die sich das alles trotz Spendenangebot nicht so richtig leisten können wollen? Sie werden genau so entrechtet, versklavt, enteignet, gechipt und zu Tode geimpft wie alle anderen auch, wenn diese es nicht schaffen, alleingelassen von den Wohlstandsleuten, den Karren rumzureißen. Da sitzen wir dann plötzlich alle in der gleichen Titanik. Wer hätte das gedacht? Ihr habt den Schuß noch nicht gehört.

Und wie genau macht man das jetzt? Antrag stellen bei XY?

Mal eine praktische Frage: Wie geht das dann jetzt, wenn genügend im Spendentopf ist? Man stelle einen Antrag, etwa so:

Liebe Spendenverwalter,

ich würde ja schon auch gern die Giftspritze verweigern, evtl sogar öffentlich sagen, dass ich das verweigere und auch warum ich das tue, bloß, dann würde ich meinen Chefarztvertrag verlieren. Das ist ziemlich blöd, weil die Raten für meine Villa ja auch fällig werden jeden Monat und für meinen SUV brauche ich demnächst einen neuen Satz Reifen. Ich habe für meine 2 Kinder einen Ausbildungssparvertrag. Damit der weiterlaufen kann, sind monatliche Überweisungen nötig. Und der Rest, na, der ist auch nicht so ganz umsonst. Was würden Sie mir denn anbieten dafür, dass ich dieses Risiko eingehen kann? Ein paar Sicherheiten sollte ich ja schon haben, das verstehen Sie sicherlich. Es kann ja wohl nicht angehen, dass ich und meine Familie, also dass wir dann irgendwie die Villa verkaufen müssten deshalb oder gar in eine Mietwohnung ziehen müssten. Das wären ja entwürdigende Verhältnisse. Am Ende müsste ich mich auch noch auf irgend einem Job-Center demütigen lassen. Sie wissen doch selbst, dass man eine Arbeit, die unter dem eigenen Niveau liegt, nicht ablehnen darf. Das ist ja unzumutbar. Also, womit könnte ich denn so rechnen?“

Vornehm geht die Welt zugrunde. Aber da steht es ja auch, immerhin wissen wir ja seit 2020 genau, was „Solidarität“ inzwischen, im Neu-Sprech, wirklich bedeutet:

Und du kannst uns dabei helfen, indem du deine Solidarität zeigst und tatkräftig auf ……… unterstützt.

Bevor ich mich an diesen Artikel setzte, fragte ich meinen Mann um seine Sicht zu diesem oben genannten Aufruf für notleidende, gewissensgeplagte Gutmenschen. Das tu ich manchmal, meinen Mann fragen, wenn ich überhaupt nicht mehr „die Welt verstehe“. Manchmal verstehe ich die Dinge nach seinen Erläuterungen besser, manchmal auch nicht. Er hat den Inhalt des Aufrufes in seiner ihm eigenen Weise umfangreich zusammengefasst:

Jeder denkt nur an sich, nur ich denke an mich!“

“Die stärksten Menschen sind nicht diejenigen, die sich der Welt als stark präsentieren, sondern diejenigen, die Kämpfe führen und gewinnen von denen andere nicht einmal wissen, dass es sie gibt.”

– Jonathan Harnisch, Die Harte Wahrheit

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