Was das hier tatsächlich ist, weiß ich selbst nicht. Ich weiß noch nicht einmal, jetzt, wo ich beginne, wie das hier endet, was auch immer es ist. Es geht um Geld. Um Vermögen. Um „den Zusammenbruch“ von allem, wie lange schon angekündigt, von dem keiner weiß, wann genau, wie genau und was dann sein wird. Ich habe den Eindruck, die Menschen fürchten sich davor und wollen sich retten.

Kryptisches Thema?

Sie diskutieren, wie das gehen soll, das „sich retten“. Sie legen anscheinend ihr Geld, ihr Vermögen an, in neue sogenannte Krypto-Währung. So suche ich, altmodisch, wie ich bin, nach der Bedeutung des Wortes „kryptisch“:

Was bedeutet kryptisch?

Wortbedeutung/Definition: unverständlich oder unklar in der Ausdrucksweise oder Darstellung

Begriffsursprung: von spätlateinisch crypticus‎, das vom altgriechischen Adjektiv κρυπτικόs‎ (kryptikos)‎ „verborgen“ entlehnt wurde

Synonyme: geheimnisvoll, mysteriös, obskur, unklar, unverständlich, vage, verborgen, verdeckt, verhüllt, verwirrend, umgangssprachlich: schwammig

Darauf vertrauen sie also. Wie soll ich das nur verstehen?

Sie sagen, das Geld würde wertlos werden, man solle in Gold investieren, in Land, in Immobilien und wissen doch gleichzeitig, dass der „Great Reset“ bedeutet: „Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein!“ Dabei gibt es doch schon so viele, auch im reichen Deutschland, die bereits jetzt nichts oder nur das Allernötigste besitzen (vielleicht ohne darüber besonders glücklich zu sein?). Was fühlen sie, wenn sie hören, man solle sein Vermögen in Gold anlegen? Fühlen sie sich liebevoll eingebunden in diese „Neue Menschheitsfamilie“, die gerade damit beschäftigt ist, ihr Privatvermögen in Sicherheit zu bringen, geschützt vor dem Zugriff der Gemeinschaft?

Sie sagen, der Euro würde nichts mehr Wert sein, deshalb solle man Kryptowährung kaufen. Der Euro ist bereits jetzt nichts mehr wert, es gibt keine sogenannte Deckung, für die Kryptowährung allerdings auch nicht, mit dem Unterschied, dass die Kryptowährung totale Überwachung und totale Gängelung bedeutet. Anfälliger und unfreier gehts gar nicht. Abgesehen davon, dass ein einziger „Klick“ genügt, um alle Kryptowährung im Nirwana des WWW verschwinden zu lassen, weil es „Nichts“ ist.

Nichts Neues

Es war ja schon immer so, seit ich denken kann: Man versuchte, „Steuern zu sparen“, also der Gemeinschaft so viel wie möglich vorzuenthalten in die eigene Tasche hinein. Man versuchte, sein Vermögen zu retten vor dem Zugriff der Gemeinschaft (welche man Staat nannte, was heute nicht mehr gleichbedeutend mit Gemeinschaft ist, im Gegenteil). Man versuchte auch, das Erbe so zu organisieren, dass es möglichst vollständig bei der eigenen Familie bleibt. Man versuchte, über diverse Verträge und Versicherungen möglichst wenig mit der Gemeinschaft teilen zu müssen, sogar das, was man selbst gar nicht braucht. Auch wenn es so viele Brüder und Schwestern gab und gibt, welche nicht haben, was sie brauchen. Weil sie ihr Leben lang hart gearbeitet haben, gerade so über die Runden kamen, und das von ihnen Erwirtschaftete dorthin floß, wo schon mehr als genug war.

Es wird vielleicht so bleiben. Wie auch immer die Währung oder der Reichtum der Reichen genannt wird und welche Form oder Unform er haben wird, es wird dabei bleiben: Wer hat, dem wird gegeben, wer nichts hat, der beißt ins Gras. Geld fließt immer da hin, wo schon Geld ist, geblutet wird hierfür immer dort, wo kein Geld ist. Auch in der „Neuen Menschheitsfamilie“, im neuen „Goldenen Zeitalter“?

Alternative Kanäle sind voller Nachrichten und Tipps und all dem, was nun zu tun ist. Sogar auf den Demos der „Demokraten“ und der Menschen der „Neuen Menschheitsfamilie“ sind diese Themen wichtig: Wie rette ich mein Geld, mein Vermögen? Vielleicht habe ich jetzt den Faden verloren, denn oben schrieb ich ja: „Ich habe den Eindruck, die Menschen fürchten sich davor und wollen sich retten.“ Oder habe ich den Faden gar nicht verloren, und die Menschen denken, sie würden sich und ihre Lieben retten, in dem sie Geld retten? Gibt es nicht die Geschichten vom Goldenen Kalb? Haben wir bereits unsere Seelen verkauft an Geld oder Vermögen? Sind wir noch Wesen oder sind wir inzwischen die Sklaven des Geldes und des Vermögens?

Was werden sie tun, meine Mitmenschen, wenn es wirklich eng wird, sie nichts mehr zum Essen haben und weder ein paar Euroscheine noch Gold noch Krypto essen können? Werden sie bereit sein, für ein Stück Brot über Leichen zu gehen? Ist es das, was auf uns zukommt? Werden sie stattdessen einander helfen, füreinander da sein, zusammenlegen, was sie haben, füreinander sorgen?

Der Rat lautet also, Geld und Vermögen noch schnell in Sicherheit bringen. Für sich selbst. Um zur Not ganz allein in sicher angelegtem Reichtum zu überleben?

Was bedeutet vermögen?

Wortbedeutung/Definition: in der Lage sein, etwas zu tun

Synonyme: können, zu etwas fähig sein

Was bedeutet Fähigkeit?

Wortbedeutung/Definition: der angeborene und erworbene Zustand, zu etwas imstande zu sein

Synonyme: Begabung

Sinnverwandte Begriffe: Fertigkeit, Kompetenz

Was also werden wir alle dringend benötigen, wenn es „zum Schlimmsten“ kommt? Geld und Vermögen? Gold oder Krypto? Oder Fähigkeiten und Kompetenzen? Was wir auf alle Fälle dringend brauchen werden, ist tatsächlich liebevolle Mitmenschlichkeit. Wir werden den ein oder anderen Parzival brauchen. Möglicherweise werden wir zahllose Parzivals brauchen. Die wird es nicht vom Himmel regnen, auch wenn von dort seit geraumer Zeit so einiges regnet, was alles andere als himmlischen Ursprungs ist. Um ein Parzival zu werden, benötigt es einiges an Selbstschulung. Zuallererst jedoch braucht es Einsicht. Das braucht alles seine Zeit. Doch Zeit haben wir nicht mehr viel.

Selbst wenn ich könnte: ich würde dann doch lieber auf Gold verzichten. Ich würde mir den ein oder anderen Parzival wünschen auf dem schweren Weg, sollte ich diesen erleben müssen. Wir sind alle genau jetzt hier, um einander zu helfen.

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