Dieser Artikel wird etwas anders als all die anderen hier auf meinem Blog, denn ich möchte heute von meiner Arbeit in den letzten Jahrzehnten und deren Früchte erzählen. Obwohl ich nicht halb so unpersönlich schreibe, wie man vielleicht denkt, erst recht nicht in meinem Artikel über meinen etwas anderen „Werdegang“:

https://www.hexen-heuler.de/muesli-fuer-die-zukunft/

Die Idee zu diesem Artikel hatte ich heute in aller Frühe in der Dusche, als mir ein Bericht im Kopf herum spukte, in welchem beschrieben wird, dass der Mensch aus hundert Billionen Zellen besteht und er zusätzlich annähernd so viele „Keime“ in sich trägt – in gesundem Zustand, wohlgemerkt, weil der Mensch diese Keime dringend benötigt. Ohne diese würde er krank werden und sterben. Diese Keime haben eine Vielzahl von überlebenswichtigen Aufgaben, und einige davon spreche ich an in meinem Artikel über die Schädlichkeit der „Maßnahmen“, die nämlich unser Immunsystem zerstören. Eben auch durch die ganzen rituellen Handlungen, die die Menschen nun folgsam und selbstschädigend täglich mehrfach tun:

https://www.hexen-heuler.de/massnahmen-dienen-der-vernichtung-was-tun/

Doch darum ging es mir nicht, in der Dusche, mir ging es darum, welch ein Wunderwerk der Mensch eigentlich ist und was für ein – ich bitte um Verzeihung für diese schnörkelige Formulierung – was für ein göttliches Wesen im Grunde genommen! Und ich dachte an all die Jahre, in welchen ich meinen Heilpraktikerschülern mit Begeisterung und Freude vom menschlichen Körper erzählte. Ich wollte ihnen nahelegen, dass es ganz abgesehen von all dem prüfungsrelevanten Stoff ja auch ein Geschenk ist, all das so genau erfahren zu dürfen und konnte so manchen tatsächlich auch „infizieren“ mit meinem Staunen und mit meiner, ja, man kann sagen Ehrfurcht im Großen und bis ins kleinste Detail. Wer begeistert lernt, lernt doppelt so viel und halb so mühsam. Und ich sparte nicht damit, zusätzlich zu all dem darauf aufmerksam zu machen, dass der Mensch mehr ist als ein materielles Wunderwerk.

Das Wort zum Sonntag

In meinen „Lieblingsfächern“ streute ich so manches ein, um ein Bewußtsein dafür zu wecken, dass der Mensch ein seelisch-geistiges Wesen ist und, auch wenn ich das meist anderes umschrieb, einen Inkarnationsimpuls in die Welt bringt, welcher eben nicht heißt: „Bier und Chips und Hannover 96“. Und in den Fächern, die nach meiner eigenen Erfahrung allzu technisch-mechanisch unterrichtet wurden, streute ich dies erst recht mit ein. Denn was ist, bitteschön, ein Heilpraktiker wert, der letztlich nichts weiter tut als einen kranken Menschen mechanisch nach Rezeptbuch von „Bewährtem“ zu behandeln rein nach Symptomen und gewinnbringender Abrechnungstabelle? Wo ist da der große Unterschied zur schulmedizinischen Vorgehensweise? Diese zum Teil ausführlichen Nebenbemerkungen nannte ich manchmal „Das Wort zum Sonntag“, was nur die wenigen etwas älteren Schüler verstanden, doch wurde es zum geflügelten Wort. Die Grözinger, das war die Dozentin mit eben dem Wort zum Sonntag. Und die meisten Schüler waren dabei immer hellwach und interessiert und hatten viele Fragen, denn niemand sonst sprach über diese Dinge.

Auch in meiner eigenen Praxis sprach ich zu meinen Patienten über diese Dinge und vor allem und fast ausschließlich auch in meinen eigenen Seminaren über viele Jahre. Schließlich kamen sogar Schüler der Heilpraktikerklassen auf mich zu mit der Bitte, ich möge ihnen ein Seminar anbieten, egal welches Thema, wenn es nur ganz viel „Wort zum Sonntag“ enthält. Für dieses Anliegen schrieb ich drei Seminare in Folge, jeweils über drei Tage lang. Diese Seminare waren wie ein drei-tägiges Feuerwerk. Ein kleiner Geschmack davon hier in diesem Artikel, in welchem es über Schicksalsfragen geht:

https://www.hexen-heuler.de/stinkender-misthaufen-vor-meiner-tuer/

In meinem Artikel: „Die Suche nach dem heiligen Gral“ läßt sich ahnen, in welche Richtung manche der Seminarinhalte gingen. Und so legte ich die Saat, sehr viel Saat in guten Boden! Doch das ist noch nicht alles.

Jeder Mensch wirkt durch sein So – Sein auf die Welt und gestaltet sie

Ich war ja kein isoliertes Wesen, ich war ja immer schon in der Welt und mit Menschen zusammen. Auch während meiner dreijährigen Heilpraktikerausbildung hatte ich mit Mitschülern Kontakt, und mit dem ein oder anderen Dozenten, und man hat sich natürlich auch näher kennengelernt und ausgetauscht, ja, auch Freundschaften entstanden. Auch mit ihnen konnte ich über vieles sprechen. Ebenso auch im Privaten, ein kleiner Teil meiner Familie und ein paar Freunde in meinem Umfeld erlebten mich auf diese oben beschriebene Weise und konnten also wissen, wer ich bin, was ich tue, welche Arbeit ich mache, welche Seminare ich gebe, welche „Weltanschauungen ich so habe und wie ich lebe.

Zudem war ich viele Jahre lang in der Erlebnispädagogik tätig, gestaltete für unsere Betreuer ein alljährlich stattfindendes Grundlagen – Seminar, auch drei-tägig, in welches vieles einfließen konnte und natürlich auch mußte, was den Menschen als seelisch-geistiges Wesen betrifft, und vor allem natürlich in Bezug auf menschengemäße Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Einen Einblick hierfür kann man finden in folgendem Artikel, der Bestandteil eines der oben genannten Seminare ist:

https://www.hexen-heuler.de/die-entwicklung-des-menschen-ein-fragiles-wunderwerk/

Es gab also für mich unzählige Möglichkeiten, Menschen für diese Themen zu interessieren, ihnen etwas anderes anzubieten, was in Mainstream – Medien nicht erscheint, sie zu berühren in ihrem Innersten und Wesentlichsten, etwas zu wecken, sie an etwas zu erinnern. Gleichzeitig stand ich nicht „abgehoben“ vor ihnen, denn ich führte ein ganz normales aber auch ganz einfaches Leben, wie ich in meinem Artikel „Müsli für die Zukunft“ ja andeute. Sie konnten sehen: es ist machbar, sie lebt es ja auch. Und so etwas verbreitet sich ja auch. Alle Menschen nehmen doch dasjenige, was sie lernen, was sie begeistert, was sie berührt, mit in ihr eigenes Leben und in ihre eigene Umwelt und Mitwelt.

Wüstenstimmung

Es gibt eine wunderbare Geschichte von „Dem Mann, der Bäume pflanzte“. Es geht darin um einen Mann, der durch beständige, unermüdliche Arbeit, Saat ausbringend, nach Jahren etwas wundervolles erschaffen hatte. Wenn man nach vielen Jahren so auf sein Wirken schauen kann, dann ist das wahrhaft ein Glück und eine Erfüllung. Anzuschauen hier, wer mag, es lohnt sich:

https://www.youtube.com/watch?v=cqoCm_fnoI4

Und nun kam ja das Jahr 2020. Als die erste Erschütterung über das, was über Nacht hier geschah und wie meine Mitmenschen auf entsetzliche Weise mutierten und wie abzusehen war, dass dies hier nicht aufhören wird, dass unser Land auf dem Weg in eine Diktatur ist und noch schlimmeres kommen wird, schrieb ich die noch wenigen Menschen an, von denen ich Adressen hatte, welche meine Schüler waren und meine Freunde. Ich schickte Informationen über das, was in Wahrheit los ist, teilte Widerstandsmöglichkeiten mit und wie man sich wehren könnte, rief auf dazu, doch mitzuhelfen, um das alles abzuwenden. Und ich war mir sicher: sie werden verstehen, sie waren doch „anders“, bewußter, sie haben so vieles gelernt, sie haben damals begonnen, die Dinge in anderem Licht zu sehen, sie waren inspiriert, erkannten die Schieflage in so vielem, was sie zuerst ja nicht so richtig bemerkten. Da ist Entwicklung passiert. Ganz sicher. Es sind viele und wir können nun zusammenarbeiten, ein jeder dort, wo er gerade ist.

Ihre Antworten waren größtenteil wässrig-lauwarm, mich auf größtmöglichen Abstand haltend, ausweichend, manche signalisierten mir, sie könnten mich so gar nicht verstehen, ich sollte doch in dieser Not mithelfen, daß nicht so viele Menschen an dieser Krankheit sterben müßten. Es geht doch nur um kleine Einschränkungen, so schlimm sei es doch nicht, man müsse solidarisch sein und ich solle doch mal schauen, dass ich nicht so durchhänge: „Mach doch mal was Nettes!“. Und manchmal das: „Ja, das kann schon sein, aber weißt du, wenn das meine Arbeitskollegen oder mein Chef… oder meine Familie, oder…, ich kann leider nicht, ich verhalte mich lieber still, das kann ja nicht ewig dauern und so schlimm wirds schon nicht werden, wir leben in einem Rechtsstaat!“.

In meiner Familie: ebenso. In meinem Freundeskreis: ebenso. Im Kreise all derer, welche unsere Erlebnispädagogischen Seminare miterlebten, zum Teil mehrmals, und die in vielen Jahren mit meinem Mann und mir zusammenarbeiteten: ebenso, doch jene zerstörten mit ihrer Unterwürfigkeit auch noch unser Lebenswerk und unsere Existenz.

Wenn man nach vielen Jahren so auf sein Wirken schauen kann…..

Lange schon habe ich nichts mehr von diesen Menschen gehört. Meine Rest-Familie ist sozusagen „In die Partei“ eingetreten, einige Freunde ebenso. In Quarantäne. Herzen und Hirne in Quarantäne.

Entweder war die Saat schlecht. Oder der Boden steinig. Oder sie haben einfach immer nur konsumiert und genossen und ich dachte fälschlicherweise, es wäre was angekommen, obwohl da evtl nur Teflonbeschichtung war überall. Nichts bleibt hängen, nichts wirkt, nichts lebt. Oder sie stehen alle unter Morphium irgendwie.

Ich frage mich, was aus meinen Artikeln hier wird. Dasselbe vielleicht. Man sagt, Hoffnung sei nicht die Überzeugung, dass es gut enden möge, sondern die Gewissheit, dass es Sinn macht, egal, wie es ausgeht.

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