Eine Künstlerin malt „seit Corona“ fast jeden Tag ein Bild. Sie öffnet sich dabei, läßt sich führen, überraschen, sie nimmt an, was ihr dabei geschenkt wird und bringt es auf dem Papier mit ihren Farben zum Ausdruck. Mein Erleben ist: sie bietet sich und ihre Bilder als Form an für das, was sich ausdrücken, mitteilen will – den Menschen. Genau in dieser Zeit.

Ihre Bilder sind eine Freude, sie sind Inspiration, Medizin, Ermutigung und sie sind auch Botschaften. Und noch viel mehr. Sie sind mir kostbar. Sie begleiten mich und sind wie treue Freunde. Sie scheinen mir manchmal wesenhaft lebendig.

Zur Pfingstzeit hat sie ein Bild gemalt. Flammen, die von unten brennen und nach oben streben. Aber halt: an Pfingsten kommen doch die Flammen vom Himmel zu den Menschen hinunter, oder nicht? Ja. Und das Ereignis ist schon lange her. Möglicherweise geschieht es in ähnlicher Weise an Pfingsten öfter mal. Doch auch wenn dem so sei: es ist vielleicht gar nicht „nötig“. Denn der nächste Schritt sollte nun kommen. Man kann ja alljährlich die alten Feste feiern, falls man den Inhalt, das Wesen, den Sinn über all dem Deko und all dem Konsum nicht verloren hat.

Doch wozu sollte man das eigentlich tun, jedes Jahr etwas längst Vergangenes feiern? Zur nostalgischen und sentimentalen Erinnerung, bis zur Unkenntlichkeit verblaßt?

Die Küntlerin selbst schreibt zu ihrem Bild:

„… Und dieses nenne ich das “umgekehrte Pfingsten”… wenn es uns gelingt, durch geistige Konzentration, in welcher Form auch immer, Flammen der Aufmerksamkeit – oder Andacht – in die ‘höheren’ Ebenen zu senden.“

So antworte ich ihr, wie oftmals, mit meinen Eindrücken zu ihren Bildern nun auf dieses Pfingst-Bild:

Das ist, was meine Überzeugung ist:

Immerzu warten wir auf die Himmelsereignisse, Weihnachten, Ostern, Pfingsten – dabei sind sie längst geschehen. Wir dürfen uns nur immer wieder daran erinnern, dass es längst geschehen ist.

Und seit dem wartet der Himmel auf uns! Die Engel warten auf uns!

DAMIT WIR ENDLICH ENDLICH IN DIE PUSCHEN KOMMEN UD ANTWORT GEBEN!

Und es gibt ein Zeitfenster, in dem wir das tun können. Versäumen wir es, wird es “der Herr eben NICHT richten!”. Denn dann hat sich die Menschheit gegen ihn entschieden, gegen den Schöpfer, gegen den Christus, weil die Antwort ausblieb. Mögen wir uns auch noch so nachdrücklich „Christen“ nennen – ohne die Antwort bleibt dies ein leeres Lippenbekenntnis.

Dein Bild ist eine Antwort! Dies ist, was die Menschheit zu tun hat, zu tun hätte! Wenige tun dies. Wird es genügen?

Wer sein Leben nicht nur schlafend verbracht hat, weiß, welche Antwort er zu geben hat – oder hätte. Im übrigen liegt sie in jedem Menschen mit gesundem Menschenverstand. Wer dennoch rätselt: Seit April 2022 schreibe ich hier fast täglich in meinen Artikeln über genau diese Anwort des Menschen, auf die der Himmel wartet. Möge das Zeitfenster noch eine Weile etwas offen bleiben. Möge die Menschheit aus ihrem bequemen Dauerschlaf erwachen und antworten: in Gedanken, Worten und vor allem: in den richtigen Taten.

https://claerekunze.art/

Danke, Cläre – für alles!

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