Zeitzeugen, so nennen sie sich oft, berichteten oder tun es noch, aus der Zeit des Nationalsozialismus. Sie nennen diese Zeit meistens nicht so, sie sagen lieber, es wäre damals schwer gewesen, es sei die dunkle Zeit gewesen oder ähnliches. Man kann es hören und lesen: Sie „haben das alles nicht gewußt“. Nur wenige sagen, was wirklich passierte: Man hat alles ganz genau gewußt, man hat es auch täglich selbst sehen und beobachten können, es wurde sogar so geplant und durchgeführt, dass die Menschen es eben genau sehen und genau wissen. Das nennt man Tyrannei.

Wer mehrmals beobachtet, wie man „jemanden abholt, der dann nie wieder zurück kommt“, weil er eine andere Meinung hatte etwa, weiß genau, was mit ihm selbst geschehen könnte, sollte er den Mund aufmachen oder anders handeln, als das vorgeschrieben ist. Strafe einen, erziehe Tausende. Und es hat gut funktioniert, damals. Es war ja eine Diktatur. Es waren Verbrecher an der Macht. Sie hatten Verbrechen geplant und haben sie auch durchgezogen. Auch das konnte man wissen. Es wurde ja tatsächlich veröffentlicht. Es gab ein Buch, welches in den guten Stuben zu stehen hatte. Da stand vieles drin. So haben die Menschen also den Mund gehalten, weggeschaut, es vor sich selbst schöngeredet, es weggeredet und totgeschwiegen. Bis zum Schluß, bis zum bitteren Ende.

Wie wird heute mit unliebsamen Stimmen, kritischen Äußerungen, von der Regierung abweichende Standpunkte umgegangen?

Journalisten, die dies wagen, werden entlassen, was zur Folge hat, dass die Medien nur noch die regierungskonforme Einheitsmeinung und nur noch die von der Regierung zugelassenen Information verbreiten. Alternative Medien mit ihren Portalen werden zensiert und verklagt, ihre Konten werden gesperrt, die Betreiber werden an den öffentlichen Pranger gestellt, diffamiert, kriminalisiert.

Menschen aus den verschiedensten Berufen werden unter Druck gesetzt oder gar entlassen, wenn sie kritische Fragen stellen, kritische Äußerungen wagen oder gar öffentlich ihre kritische Haltung bekunden und sich auf ihre Weise bemühen, gegen diese und andere Unterdrückungen der Menschenrechte und der schrittweisen Aushöhlung bis Abschaffung der Demokratie in diesem Land vorgehen.

Ebensolches erleben zahlreiche Menschen in ihrem Privatleben. Angriffe, Ausgrenzung, Diffamierungen, Kriminalisierungen, Zerstörung des privaten Lebens.

Schauspieler erleben nach Maßnahmen – kritischen Kurzvideos einen unvorstellbaren Angriff, zum Teil auf eine unglaubliche brutale Weise. Sie erhalten sogar, zusätzlich zu Entlassungen und öffentlichem „an den Pranger stellen“ sogar Morddrohungen, die sich auch auf deren Familienmitglieder auswirkt.

Mitmenschen haben schon lange damit begonnen zu denunzieren und sich zu moralisch korrekten Blockwarten aufzublasen. Ein jeder scheint jetzt, verhält er sich nur konform, das „Recht“ auf seiner Seite zu haben und im sozialen zu wüten und zu zerstören. Ein jeder solcher Mitmensch scheint sich nun im Recht zu wähnen, über andere zu richten und Strafen vollziehen zu dürfen. Richter und Vollstrecker in einem. Und dabei scheint es sogar noch so zu sein, dass es ihnen irgendeine Form von „Erfüllung“ schenkt. Sie fühlen sich gut, sie fühlen sich „auf der richtigen Seite“, sie fühlen sich in Gemeinschaft „der Guten“, sie fühlen sich größer und wichtiger als vorher, sie fühlen Macht. Sie wurde dazu von Regierenden ermächtigt durch die unendliche Propaganda, die sich auch nicht davor scheute, die Menschen genau hierzu aufzurufen, Maßnahmenverweigerer zu melden, sie mit „Nachdruck“ aufzufordern, sich an „die Regeln“ zu halten.

Vorauseilender Gehorsam scheint dem deutschen Volk genetisch eingeprägt zu sein, denn es genügt vielen nicht, eben sich selbst an Regeln zu halten, ob sie nun sinnvoll sind oder nicht, ob sie gesundheitschädlich oder gar lebensbedrohend sind oder nicht. Ob sie Menschen und deren Existenzen vernichtet, das Wirschaftsleben vernichtet und alle Lebensbereiche erstickt und abtötet, scheint nicht zu interessieren. Doch das genügt nicht. Es genügt ihnen nicht. Sie fordern noch mehr davon, noch strengere Strafen für jene, die nicht mitmachen oder es kritisieren. Wann werden sie den Einsatz von Schußwaffen gegen Andersdenkende fordern? Wann beginnen sie selbst, das Messer zu zücken oder abzudrücken? Vermutlich wird das dann keinerlei rechtliche Konzequenzen nach sich ziehen, weil es meiner Meinung nach sogar „gewünscht“ ist oder wenigstens geduldet werden wird, denn die Hetze von oben ist deutlich genug. Das was offensichtlich geschieht, ist Volksverhetzung, von oben gesteuert und massenmedial verbreitet.

Und wieder ist es genau so: Menschen behaupten, das nicht zu wissen, sie leugnen, dass es so ist, sie wollen keine Quellen oder Beweise dafür, dass das alles Tatsachen sind. Sie wissen, was geschieht. Sie wissen, dass dies keine Demokratie mehr ist. Sie haben keine Angst vor einem Virus, auch wenn sie das behaupten. Sie haben Angst, zu wissen, in einer Diktatur gelandet zu sein aus eigener Mit – Schuld. Und in einer Diktatur schaut man weg, schweigt, „man weiß nur, was erlaubt ist, zu wissen“. Und man bleibt schön auf der Seite jener, die das geladene Gewehr halten.
Und dennoch ahnen sie: auch sie wird es treffen, auch sie werden geschädigt, auch sie werden ihre Existenz verlieren, auch sie werden die Opfer sein, überlebend oder tot, sollte das mal vorbei sein.

Diese Gesellschaft ist zutiefst krank. In einem Ausmaß, das mich erschreckt und das ich nicht mehr für heilbar halte. Das System, welches wir hatten und sich in eine solche verbrecherische Diktatur wandeln konnten, war auch krank. Es erschuf die Grundlage für alles das, was wir hier erleben. Es war die Basis hierfür.

Wenn ein Mensch der aktuellen politischen Fahne zuliebe sein Mensch – Sein aufgibt, verkauft, dann verrät er sich selbst, verkauft sich selbst. Er verkauft seine Seele dem Teufel, könnte man sagen. Wer beobachtet, dass dies geschieht, mit seinen Mitmenschen geschieht, darf nicht schweigen, darf nicht untätig bleiben, darf das System, so wie es ist, nicht so belassen.

Es ist nötig und höchste Zeit, dies alles zu erkennen und eine Erneuerung herbeizuführen. Das kann nur jeder selbst beginnen, bei sich selbst, in sich selbst und natürlich mit Gleichgesinnten zusammen, und zwar analog, nicht digital. Es geht darum, dass die Menschen wieder das Zwischenmenschliche erlernen und üben. Anders als vorher. Grundlegend anders als vorher. Es wird Zeit zu handeln, sich zu wehren, nicht nur für sich selbst, sondern für seine Mitmenschen und vor allem für die Kinder. Meine Artikel hier auf diesem Blog sind voller Hinweise dazu. Es ist allerhöchste Zeit.

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