Heute ist Ostern. Ein Christliches Fest. DAS christiliche Fest überhaupt, müßte man sagen. Da uns seit vielen Jahrzehnten das Bewußtsein über unsere Geist-Seele-Natur abhanden gekommen scheint, und seit 2020 regelrecht verboten ist, ein spirituelles Leben zu führen, so, wie wir das wünschen und brauchen, möchte ich ein paar Worte dazu sagen. Denn darum geht es auch: Um die Weigerung, das uns scheinbar verbriefte Recht auf Ausübung unserer Spiritualität oder Religion verbieten zu lassen. Kein Mensch, keine Institution, keine Regierung darf das. Punkt. Wenn schon die Kirchen mit ihrer Macht und ihrem Einfluß diesen Widerstand verweigern, so will ich mich dem nicht unterordnen.

An Ostern, sagten die Kirchen bisher, jedenfalls immer dann, wenn ich zuhörte, sei der Christus vom Tod auferstanden, habe den Tod überwunden und man feierte also nicht nur die Auferstehung Christi sondern sein Versprechen an alle Menschen, sie könnten deshalb auch den Tod überwinden. Natürlich sterben und vergehen die Körper, doch Geist und Seele lebten weiter, so hieß es immer, jedenfalls verstand ich das so. Eine frohe Botschaft. Oder nicht? Und alle Menschen, welche sich Christen nennen, können sich des „ewigen Lebens“ als geistiges Wesen sicher sein. Oder nicht? Sie könnten begreifen, dass das Grab leer ist.

Dann kam das Jahr 2020

Ein Erlebnis mit einer Nachbarin im Frühsommer 2020: Ich frage sie, wie das denn sein kann, dass so viele Menschen, welche ihr Leben lang, vor allem hier auf den Dörfern, vor allem ältere Generationen, ihr religiöses Leben leben, jahraus, jahrein, Kirchgang Sonntags und an Feiertagen sowieso und alles das, doch fürchten sie nichts so sehr als das Sterben am Ende des Lebens, gerade jetzt, wo „Corona“ ist? „Warum fürchten sie sich so sehr? Haben sie nicht eine Gewissheit, „nach Hause“ zu gehen, die Gewissheit auf ein ewiges Leben im Himmel, auf Lohn für all ihre guten Taten und Werke und ihre Frömmigkeit? Haben sie nicht sogar vielleicht eine Sehnsucht nach ihrer Geistesheimat, nach der Verbindung mit Gott und dem Christus, das Hinter sich Lassen von all dem irdischen Leid und all das? Gehts denn da nicht geradewegs ins Paradies?“

Nun, sie war etwas fassungslos und antwortete lange nichts. Und dann sagte sie nur: „Niemand will sterben!“ Gut, das Sterben an sich ist meistens nicht angenehm, und was weiß ich schon darüber, wo es mir noch „weit weg“ erscheint. Doch das weiß man ja nicht. Das hatte ich aber nicht gemeint und versuchte es nochmal: „Daß wir alle einmal sterben müssen, ist ja eine Tatsache. Wir sind doch eigentlich von Geburt an todgeweiht. Und wir singen in der Kirche Lieder und beten und hören frohe Botschaften über ewiges Leben und Geistesheimat und so weiter und glauben doch daran, oder nicht?“ Jedenfalls waren meine Fragen wohl eine Zumutung oder unverständlich, das Gespräch konnte hier nicht weitergehen.

Unsterblicher Körper ohne Geist und Seele – alternativlos?

Der Materialismus scheint sein Werk nahezu vollendet zu haben. Woran kleben wir so verzweifelt, wenn „Die Stunde“ kommt? Ist es unser Körper, das wundervolle, nützliche Wekzeug, welches unseren Seelenauftrag erfüllen helfen sollte und unserem Geist eine Wohnung gibt, damit er sich entwickeln hätte können? Unser Körper, ein wunderbares „Hotel“ für unser eigentliches Wesen, ein wunderbarer Diener für unsere Entwicklung und unser Wirken für die Wesen hier auf dieser Welt. Ist es unser Besitz, den wir nicht mitnehmen können, welchen wir nun zurücklassen müssen, nicht wissend, was die Erben nun damit anstellen, was wir so hart erarbeitet haben oder schon in unsere Wiege gelegt bekamen? Was wir mehrten, ob nun das Blut unserer Mitmenschen daran klebt oder nicht – unsichtbar für unsere Augen doch sichtbar uns spürbar für unsere Seele, die alles sieht?

Das Geistwesen, welches wir sind, muß wohl nicht mehr sterben. Doch unsere Körper, sie dürfen das nicht mehr, mit allen Mitteln will die Hochleistungsmedizin das verhindern, und man soll ja nun hoffen, dass der uns bevorstehende Transhumanismus uns zu Mensch-Maschinenwesen machen wird, welche nicht sterben, sondern ewig funktionieren. Allerdings dann eben ohne Seele und ohne Geist. Fällt deshalb jetzt zum zweiten Mal das Osterfest aus? Nein, es fällt natürlich nicht komplett aus, man kann ja noch ein wenig den Schein wahren. Mit Voranmeldung und Maske, mit Abstand und ohne zu sprechen oder zu singen kann man in den Kirchen sitzen wie Statuen aus Stein oder man kann die Auferstehung des Christus gleich steril im Internet erleben. Digitale Auferstehung also: „„Mögen Sie den Geist Christi wahrnehmen und mit Herzen und Sinnen empfangen“, über Youtube! Nein, kein Witz, kann man hier nachlesen:

https://www.hexen-heuler.de/der-abschuss/

Ich weiß nicht, was meine Mitmenschen darüber denken, wie sie dabei fühlen, bei solchen Absonderlichkeiten und angesichts dessen, was uns allen für ein lebloses und seelen- und geistloses Leben aufgezwungen wird, abgesehen von allen anderen Zumutungen, Körperverletzungen, erbärmlich unwürdiges einsames Sterben am Ende und Traumatisierungen seit über einem Jahr. Und nun auch noch das: diese Spritze, welche uns „retten“ soll, macht etwas mit unserem Seele-Geist-Wesen. Das habe ich in meinem Artikel von gestern beschrieben.

Doch eines kann man jedenfalls wissen: „Das alles“ wird nicht aufhören. Wenn es etwas „Ewiges“ gibt, was uns die Herrscher „versprechen“, dann dies: dieser vernichtende Irrsinn hört nicht auf.

Auch an die Hölle gewöhnt sich der brave Bürger

Nun, nach über einem Jahr Entmenschlichung stelle ich fest: die Menschen konnten sich quasi über Nacht in gehorsame Mitläufer und Täter verwandeln und sich an Dinge und Vorschriften gewöhnen, über welche sie sich vor noch nicht allzulanger Zeit empört hätten oder schallend gelacht hätten. „Nie Wieder!“ und „Wehret den Anfängen!“ wurde über Nacht vergessen. Das Undenkbare ist unser Alltag geworden, und Alltägliches fällt nicht mehr auf. So wie man die Armbanduhr am Handgelenk nach Jahren des Tragens nicht mehr spürt, so spürt man das schrittweise Sterben und den Verlust unserer Menschlichkeit wohl nicht mehr. Und das ist, was es ist: die Menschen sterben und werden zu wandelnden Leichnamen, deren Körper noch warm sind und sich noch etwas bewegen können, doch nicht nach 20 Uhr und auch nicht weiter als 15 Kilometer. Und bei so vielen scheint es kein Thema zu sein, dies zu hinterfragen.

Wie kann das passieren? Wie kann aus einem Menschen so etwas werden? Ich bin nicht besonders dumm, ich habe eine etwa durchschnittliche „Intelligenz“, kann ich behaupten, doch das verstehe ich nicht! Sie sehen ihre Kinder leiden, sie sehen ihre Alten einsam und verzweifelt sterben, an Verzweiflung. Oder diese sterben nach der „rettenden Impfung“. Und sie reagieren – nicht. Sie reagieren nicht! Warum reagieren sie nicht? Warum? Warum machen sie nicht dem ein Ende, welches so etwas verursacht? Warum nicht?

Was macht einen Menschen aus?

Was unterscheidet einen Menschen von einem Wesen, welches zu einem wandelnden Leichnam wurde, dessen Körper noch warm ist und sich noch etwas bewegen kann, doch nicht nach 20 Uhr und auch nicht weiter als 15 Kilometer? Und ohne Seele und ohne Geist?

Das weiß ich nicht ausreichend zu beantworten, denn der Mensch als solcher, oder der, als welcher er einmal gedacht war, welcher er sein oder hätte werden können, ist ein Geheimnis, ein Rätsel, ein Wunder. Doch gerade weil heute Ostern ist, möchte ich eines erwähnen: Der Mensch kann sich wehren.

Von drüben tönt ein Ruf zu mir:
Dem Feind der Liebe und des Lichts
ins Auge schauen – weiter nichts
verlangt der Engel jetzt von Dir.
Nur daß Du wie ein Spiegel wirst, in dem der Dämon sich erkennt,
in Deiner Läuterung verbrennt,
das Böse in sich selbst zerbirst.
Der Herr des Schicksals fordert nicht,
daß Du die Hand als Richter hebst,
nur daß Du in der Wahrheit lebst.
Der Geist ist selber das Gericht.

Albert Steffen

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