Ob es stimmt, dass wir viele sind oder ob es so ist, dass wir noch zu wenige sind, eines ist jedenfalls sicher: Es kommt auf jeden Einzelnen an. Und jeder einzelne ist einzigartig und tut das seine so, wie er kann, so, wie es seinem Wesen entspricht. Das ergibt eine Vielfalt und diese Vielfalt ist überall.

Laut und sichtbar

Da sind jedenfalls sehr viele, die sich immer wieder, seit einem Jahr, auf Demonstrationen treffen, sich versammeln und viel auf sich nehmen hierfür: Hitze, Kälte, Übergriffe, Diffamierungen, Gewalt und vieles mehr. Und denoch tun sie es. Sie treffen sich auf Mahnwachen und anderen Aktionen. Und abgesehen von prominenten Gästen sind da auch viele, welche all das im Hintergrund vorbereiten, damit es möglich sein kann. Und noch einmal sind es viele, die hernach alles aufräumen und aufarbeiten.

Schön wäre es tatsächlich, sie würden sich wieder daran erinnern, dass sie einmal damit begannen, unser Grundgesetz zu verteidigen, sie gingen sogar damit auf die Strasse! Und sie trugen zum Zeichen, dass sie Das Volk sind, dass sie zusammen gehören und zusammen kämpfen für ihr Land, ihre Fahne. So konnten die Bilder, welche um die ganze Welt gingen, von allen Menschen in aller Herren Länder, erkannt werden als das, was sie bedeuten: das Deutsche Volk steht auf und kämpft für Rechtsstaatlichkeit. Das deutsche Volk läßt sich nichts gefallen, ist nicht unterwürfig und hörig, es hat sich gewandelt! Was erkennt man nun, wenn Bilder um die Welt gehen? Viele Menschen, doch was für Menschen? Zu welchem Land gehören sie? Und wo ist das Volk aus Deutschland? Nichts! Die Bilder heute sind nichtssagend und beschämend! Die Menschen schämen sich für ihre Fahne, sie haben sie sich verbieten lassen von Lügnern und Tyrannen und deren Söldnern. Wer hat euch eure Fahne verboten? Warum schämt ihr euch? Könnt ihr euch nicht mehr erinnern an die großartige Rede von Robert F. Kennedy jun.? Könnt ihr euch nicht mehr erinnern an die atemberaubend schönen und machtvollen Bilder aus Berlin im letzten August? Was für ein Signal, welches um die ganze Welt ging. Man schrieb überall: Diese Bilder gehen um die Welt! Die Welt schaut auf Deutschland! Und nun? Besinnt euch! Welches Signal wollt ihr in die Welt senden? Ihr habt euch unterworfen, in dem ihr euch von Idioten habt verbieten lassen, der Welt zu zeigen, wer hier kämpft! Kein einziges Volk auf der ganzen Welt tut so etwas! Was ist los mit euch? Werdet ihr nicht so oder so von den Verbrechern diffamiert? Steht ihr nicht mehr zu eurer Identität und zu eurer Wahrheit?

Ebenso sind es viele, die Informationen verbreiten in Videos, mit Artikeln, es sind da welche, die Zeitungen herstellen, Bücher schreiben, Vorträge halten und noch vieles mehr. Und auch hier sind im Hintergrund Menschen tätig, die all das ermöglichen mit ihren Vorbereitungen und ihren vielen Stunden Arbeit, die sie leisten, damit alles das möglich sein kann.

Da sind viele, welche Gruppen gegründet haben, die anderen Menschen ihre Hilfe anbieten, ob es jetzt Anwälte sind oder Ärzte, ob es Eltern sind oder Gewerbetreibende, ob es Menschen sind, die andere ermutigen und ihnen helfen, aus einem unehrenhaften „Dienst“ auszusteigen. Und wieder all die Menschen im Stillen, die das ermöglichen.

Still und leise

Und da sind auch viele, die Briefe, Eingaben und Anfragen schreiben, Politiker und andere „Verantwortliche“ anrufen und das Gespräch mit ihnen suchen. Sie stellen ihre Briefe manchmal zur Verfügung, um anzuregen, mitzutun. Andere berichten von ihren Erlebnissen, um ihre Mitmenschen zu warnen, ihnen zu zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu wehren, sich durchzusetzen, oder um mahnend aufzuzeigen, wie es „da draussen“ wirklich zugeht, was sich im Alltag abspielt.

So mancher, der sich in seinem Alltag abmüht und immer wieder sich widersetzt in den sogenannten Alltagsproblemen, sei es jetzt das „Maskentheater“, Ausgangssprerren oder diese endlos hochgeschraubte Testerei, wähnt sich allein, doch überall sind Mitmenschen, die dasselbe tun, täglich, unermüdlich, scheinbar sinnlos sich aufreibend. Doch ohne diese mutigen Alltagshelden geht es nicht. Manchmal denke ich, sie sind die Mutigsten, Standhaftesten von allen, ungefeiert, ungeehrt, unbekannt und doch könnten gerade sie es sein, die den Ausschlag geben für eine Änderung.

Und im nun schon sehr Privaten, auch dort sind sie, die vielen Mitstreiter, die es noch nicht aufgegeben haben, in ihrem Umfeld immer wieder zu mahnen, kritische Fragen zu stellen, auf „das Thema“ anzusprechen, Informationen anbieten, die aufwecken und aufzeigen wollen, was eigentlich wirklich geschieht mit uns allen. Sie müssen es ertragen, angegriffen zu werden, ausgegrenzt zu werden, und doch bleiben sie bei ihrer Wahrheit. Und sie mühen sich vielleicht darum, die Dinge so zu benennen, wie sie sind, was sie wirklich bedeuten, sie weigern sich vielleicht, das von oben verordnete Neu-Sprech zu nutzen.

Aber auch jene, die nicht als mutige Helden auffallen, leisten etwas, was schwer auszuhalten ist: sie schauen der Wahrheit ins Gesicht, sie ertragen es, auf die ganze Abscheulichkeit zu schauen, täglich kommen neue Bösartigkeiten dazu und dennoch schauen sie nicht weg, trotzdem es schmerzt und den Schlaf raubt. Sie blenden es nicht aus, wenden sich nicht ab, lügen es nicht weg. Durch ihr Da – Bleiben helfen sie es, zu tragen, helfen der Menschheit, das alles zu ertragen.

Altes verlassen, Neues bauen

Und da sind auch einige, welche das System, welches so zerstörerisch ist, verlassen auf ihre eigenen Weise. Sie spielen nicht mehr mit. Sie kündigen die Mitarbeit in diesem menschenverachtenden System auf. Sie verweigern sich als fremdgesteuerter Konsument und suchen in allen ihren Lebensbereichen nach Alternativen und beginnen, diese selbst zu errichten.

Und manche dichten Gedichte, Lieder und Musik, die all dies beschreiben, die Dinge beim Namen nennen, die Wahrheit aufzeigen, Mut und Hoffnung machen. Andere wiederum haben längst begonnen, mit Menschen zusammenzukommen, um etwas zu erschaffen für eine Zukunft, die sich lohnt, zu erleben. Sie entwickeln eine andere Art der Kommunikation, der Gesprächskultur und des Beisammenseins. Sie verbinden sich, um einander zu helfen und einander zu unterstützen. Sie bauen an einer neuen Gesellschaft, die für Menschen lebenswert ist und Sinn schenkt.

So viele haben verstanden, was wir Kostbares haben an unserem Mitmenschen und pflegen nun sehr bewußt, was uns da zerstört werden soll: das zueinander kommen. Sie besuchen einander und führen, vielleicht nach Jahren voller „Small-Talk“, echte, tiefe Gespräche und erfahren das einander kennnelernen viel bewußter. Ja, es scheint, viele Menschen sind und leben und handeln bewußter.

Es gibt Menschen, die begonnen haben oder gerade damit beginnen, so viel an Heilung beizutragen an dieser großen Weltenwunde, wie es ihnen möglich ist. Vielleicht arbeiten sie energetisch oder spirituell therapeutisch, möglicherweise ohne das so genau zu wissen, doch sie tun es einfach. Manche mühen sich, der Wettermanipulation entgegenzuwirken. Manche beginnen, im Zwischenmenschlichen ihre Heilarbeit zu tun. Die meisten werden diese Arbeit tun, ohne dass auch nur einer davon weiß oder es bemerkt.

Der freie Mensch

Und vieles habe ich noch nicht genannt. Doch alle tun sie es aus freiem Entschluß. Ja, die Not treibt sie wohl auch an, und manche denken sogar weder an sich selbst noch an die eigene Familie, sie denken an die Menschheit, an ihre Brüder und Schwestern überall auf dieser Welt. Und sie tun es in Freiheit, und einfach ist es nicht, nichts davon ist leicht und alles hat seinen bitteren Preis auf seine Weise und natürlich auch sein Geschenk. Sie bezeugen damit, wer sie sind, wes Geistes Kind sie sind, und sie gehen den Weg eines Menschen, der seine Ideale nicht verrät, der seinen Weg nicht verrät, der seine Aufgabe weiß oder fühlt und ihr treu bleibt. Die meisten wissen nicht, wie es ausgehen mag, was noch kommen mag, welche Aufgaben sie wohl noch so zu bewältigen haben werden. Und dennoch gehen sie, Schritt für Schritt. Auch wenn sie manchmal müde werden, verzagen, sie raffen sich immer wieder auf und gehen wieder einen Schritt.

Es gibt Zeiten, da scheint es leichter zu gehen, diese Schritte zu tun und zu manchen Zeiten scheint es keinen Millimeter mehr weiterzugehen. Doch sie geben nicht auf. Sie bezeugen damit, dass sie freie Wesen sind und Würde in sich tragen.

Ich danke euch allen! Jedem einzelnen. Denn: auf jeden einzelnen kommt es heute an! Auf keinen einzigen können wir verzichten. Laßt euch nichts verbieten von pöbelhaften Dummschwätzern, auch nicht, euch als Das Volk zu fühlen und auch nicht, eure Fahne zu tragen, als Zeichen für euch selbst, für eure Würde, für eure Zusammengehörigkeit und als Zeichen für die ganze Welt. Danke!

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd er in Ketten geboren,
Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Nicht den Mißbrauch rasender Toren.

Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht.

Friedrich Schiller

Aufrufe: 133