Am 8. April 2021 ist der Pädagoge, Heilpädagoge und Autor Henning Köhler gestorben. Lebenslang hat er sich in pädagogischer Praxis, Forschung und Lehre für die Belange von Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Er hat uns eine Botschaft hinterlassen.

Ein mit ihm sehr verbundenenr Freund, Christoph Klipstein, berichtet in „Ein Nachrichtenblatt“ (Nr. 10, 2.Mai 2021) von der letzten gemeinsamen Arbeit mit ihm. Henning Köhler meinte, „man solle sich nicht nur an “reine Anthroposophen und Dreigliederer“ sondern an ein viel breiteres Publikum wenden – und schlug vor, etwas Ausführlicheres gemeinsam zu bewerkstelligen… . Etwas gemeinschaftlich zu schaffen und zu verantworten und nicht nur individuell, das sei auch etwas, was ein Zeichen“ setzen könnte.

Die ganz konsequente Kernbotschaft, das Fazit am Schluss: Jeder trage dasjenige bei was er kann: die Pandemie der schleichenden Verwahrlosung zu überwinden, die unsagbaren Krisen des sozialen Lebens zu heilen, dafür höchstpersönlich „in die Puschen zu kommen“, so wie jeder es eben vermag – in Christi Aufrichte, in einem gesellschaftlichen Wollen “vom Kinde aus”, aus Liebe zum Kind. Das, so regen wir an und hoffen wir, könnte ein Konsens werden über alle ideologischen Gräben hinweg.

Für Henning sprach der Christus in der Bergpredigt am allerkindlichsten. Das Bekenntnis, „Weltverbesserer“ zu werden regen wir an im Sinne Novalis ́. Und dies war die wesentlichste Bereicherung und Erweiterung meiner Anfangsformulierungen: Henning hat mit seinem Werkstück das Tor ganz weit aufgemacht, alle Menschenbrüder einbezogen, mit der Geste des Christus, der auch die in seine befreiende Liebestat einbezogen hat, die am fanatischsten schrien „kreuzige ihn“ – und energisch stellte er am Schluss das Kind in den Mittelpunkt.

Es könnte einen ethischen Minimalkonsens geben, eine Verständigungsebene inmitten der babylonischen Sprachverwirrung unserer Zeit, über alles ideologische Gezänk, alle religiösen und weltanschaulichen Grenzen hinweg:

Liebe zu Kindern. Völliger Verzicht auf Gewalt gegenüber Kindern. Sozialgestaltung nach Maßgabe des Kindeswohls. Das ist der Schlüssel. ́Die Ethik unter dem bethlehemischen Stern` ist christlich im tiefsten Sinne und gerade deshalb überkonfessionell.

Wer von Christus nichts wissen will, dem kann man auch sagen : Schau ein Kind an, schau es wirklich an, und du begegnest dem Wunder, dass in dir die Möglichkeit zur selbstlosen Liebe schlummert.“

Henning Köhler ist gegangen. Und er hat den Stab an uns weitergegeben.

Wir arbeiten seit Monaten verstärkt daran, genau dies in die Welt zu bringen, genau diesen Weg zu gehen. Man soll sich an ein breites „Publikum wenden“. Das heißt für mich, auf anthroposophische und sonstige Phrasendrescherei und zerintelletkualisierte Sprache zu verzichten, Zitateschleuderei mit Quellenangaben einfach wegzulassen, Klartext zu sprechen und die wichtigsten Texte für unsere Arbeit verstehbar zu schreiben.

Etwas gemeinschaftlich zu schaffen und zu verantworten und nicht nur individuell, das sei auch etwas, was ein Zeichen“ setzen könnte. Es heißt: „alle Menschenbrüder,“ Henning Köhler spricht jeden an. Das ist, was wir tun und dazu laden wir ein, gemeinsam Zukunft zu gestalten, auf unserer Seite:

https://www.phoenix2020.de/

Jeder trage dasjenige bei was er kann: die Pandemie der schleichenden Verwahrlosung zu überwinden, die unsagbaren Krisen des sozialen Lebens zu heilen, dafür höchstpersönlich „in die Puschen zu kommen“, so wie jeder es eben vermag…“

Das ist mein ewiger Aufruf auf diesem Blog, mit allen meinen Artikeln. Henning Köhler sagt: Jeder! Höchstpersönlich! In die Puschen kommen! So wie jeder es eben vermag! Und er geht davon aus, dass jeder kann, jeder etwas vermag, wenn er nur aus den Puschen kommt. Er traut es jedem zu. Er weiß: jeder kann! Und er sagt auch, wofür man die Komfortzone und den „ich-bin-hier-nicht-zuständig-was-habe-ich-davon-Bereich verläßt:

Aus Liebe zum Kind“

Aus Liebe zum Kind. Das, so regen wir an und hoffen wir, könnte ein Konsens werden über alle ideologischen Gräben hinweg.“

„energisch stellte er am Schluss das Kind in den Mittelpunkt…. Es könnte einen ethischen Minimalkonsens geben, eine Verständigungsebene inmitten der babylonischen Sprachverwirrung unserer Zeit, über alles ideologische Gezänk, alle religiösen und weltanschaulichen Grenzen hinweg:

Liebe zu Kindern. Völliger Verzicht auf Gewalt gegenüber Kindern. Sozialgestaltung nach Maßgabe des Kindeswohls. Das ist der Schlüssel…“

https://www.hexen-heuler.de/erste-schritte-fuer-jedermann-teil-1/

https://www.hexen-heuler.de/erste-schritte-fuer-jedermann-teil-2/

https://www.hexen-heuler.de/erste-schritte-fuer-jedermann-teil-3/

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