Aus gegebenem Anlaß erlaube ich mir, hier ein Thema anzusprechen, das, wie so viele andere Themen, die der Gesundheit, der gesunden Entwicklung und menschengemäßen Lebenführung dienen, eigentlich Pflichtfächer in den Schulen sein sollten. Das würde allerdings voraussetzen, dass Erwachsene und vor allem Menschen, denen Kinder anvertraut sind, überhaupt darum wissen.

Dem ist offenbar nicht so. Gern verweise ich an dieser Stelle nochmal auf grundlegendes Wissen, welches allen Menschen zugänglich sein sollte:

https://www.hexen-heuler.de/rhythmen/

https://www.hexen-heuler.de/jahrsiebte/

https://www.hexen-heuler.de/salutogenese/

https://www.hexen-heuler.de/herr-im-eigenen-haus-und-im-eigenen-leben/

Heute möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es Bedürfnisse der Kinder gibt, welche elementar wichtig sind für sie. Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung und eine glückliche Kindheit mit Sicherheit weder den bei uns vorherrschenden materiellen Luxus noch Berge an Geschenken, die die fehlende Zuwendung ersetzen sollen.

Kinder äußern ihre Bedürfnisse selten, ihre elementarsten Bedürfnisse können sie nicht in Worte fassen, sie können nur den Mangel empfinden, auch dieser Mangel ist für Kinder nicht in Worte zu fassen! Sie haben das Bedürfnis:

  • dass Erwachsene wirklich aufgeschlossen zuhören, Sorgen, Wünsche, Fragen und Anregungen verstehen
  • nach klaren Regeln die immer gelten (Zuverlässigkeit)
  • nach Nahrung, Schlaf, Bewegung, Körperliche Unversehrtheit
  • ernst genommen zu werden hinsichtlich der eigenen Überlegungen, Handlungsbereitschaften und Selbstbestimmungsmöglichkeiten Je nach Alter)
  • nach Anerkennung eigener Leistungen, etwas zur Familie, Gemeinschaft beitragen dürfen, nützlich sein dürfen, etwas schenken zu dürfen um andere zu erfreuen
  • nach geduldiger Hilfe bei eigenem Versagen, bei Fehlern, „beim Ausbügeln von Dummheiten“ – unter Wahrung des Gesichts der Betroffenen („Fehler machen ist ein Menschenrecht!“ und „ Niemand macht keine Fehler!“ und „Aus Fehlern lernt man!“)
  • nach Sicherheit gebender Verlässlichkeit der Erziehenden in der Zuwendung, im Verständnis, in der Aufgeschlossenheit,
  • nach Schutz, Trost , Ermutigung
  • geliebt zu werden und selbst lieben zu dürfen
  • nach herausfordernden Sinnangeboten
  • nach weitmöglicher Selbstbestimmung und selbständiger Aufgabenübernahme und -planung, bei Jugendlichen
  • die Welt, die Natur zu erleben und zu verstehen
  • Sich selbst zu entdecken/erleben/erkennen, körperlich aber auch seelisch-geistig
  • zu lernen, es selbst zu können
  • Und natürlich Zeit zum Spielen und Träumen und Spaß zu haben, vor allem zusammen mit anderen Kindern jeder Altersgruppe

Diese Liste ist nicht vollständig, möchte aber zum Nachdenken und zum Umdenken anregen. Unsere Welt ist so, wie sie ist, weil seit Generationen an den Kindern Unrecht getan wurde. Sie konnten nicht zu klugen, mitfühlenden, freien und selbstbestimmten Menschen heranwachsen. So geschädigt ist es schwer für sie zu erkennen und zu erspüren, was jetzt die Kinder brauchen, die nun ihnen anvertraut sind. Was wir den Kindern antun, was wir ihnen vorenthalten, all das gestaltet unsere Zukunft und die Zukunft der Welt. Denn unsere Kinder sind unsere Zukunft.

Es geht NUR um die Kinder!

 

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