Widerstände fühlen sich schlecht an. Ohne diese Hindernisse würde es uns so gut gehen und es wäre doch so leicht, unsere Aufgaben ohne diese zu erfüllen. Es ist wie eine Krankheit. Wer schon mehrmals krank war, kennt das Gefühl. Eine Ungerechtigkeit, die einen überfällt und am Leben hindert. Es ist schmerzlich. In früheren Zeiten wußten gute Ärzte noch, dass eine Krankheit auch einen Segen beinhaltet. Sie wußten damals etwa noch, wie ein Kind, welches eine „Kinderkrankheit“ überwunden hatte, deutliche Entwicklungsschritte dadurch gemacht hat. Wie es „gewachsen“ ist durch die Überwindung dieser Krankheit. Sie wußten oder ahnten wenigstens, die Überwindung konnte nur dadurch entstehen, dass das Kind, der Kranke, in sich Kräfte entwickelt hat, welche diese Überwindung ermöglichten und kommende „Angriffe“ besser werden abwehren können.

Wie es auch mit dem Fieber ist. Fiebern ist eine Fähigkeit, die man entwickeln muß, lernen muß, so, wie man sie auch verlernen kann durch Unterdrückung. Doch das Fieber ist eine der stärksten Abwehr- Waffen, die wir haben im Kampf gegen eingedrungene Keime etwa. Fehlt diese Fähigkeit, sieht es schlecht aus, wenn wir von Keimen angegriffen werden. Was man durchaus überall heute beobachten kann. Krankheitsverläufe (Erkältungen oder Grippe etwa) verlaufen schlimmer und mit Komplikationen, wenn das Fieber nicht kommen kann oder darf. Dadurch werden eigentlich „harmlose“ Erkrankungen plötzlich gefährlich, nicht, weil die Krankheit so gefährlich ist, sondern weil der Mensch keine Abwehrkräfte geschult hat und teilweise sogar Medikamente diese Abwehrkräfte unterdrücken, wie es fiebersenkende Mittel tun, die bei jedem Zipperlein eingenommen werden.

Hindernisse überall

Und nun stehen wir vor den größten „Hindernissen“ und Angriffen, die die Menschheit jemals erlebt hat und die Entwicklung der Menschheit, ja, ihr Fortbestand steht auf der Kippe. Viele Menschen bemühen sich, und viele davon nicht erst seit „Corona“. Sie kämpfen gegen diese Angriffe, und wenn sie klug sind, kämpfen sie nicht nur „gegen“, sondern auch „für“. Für ihre höchste Vision des Menschen, die sie anstreben, für die schönste Form des menschlichen Zusammenlebens in kleinen Gemeinschaften und der großen Menschheitsgemeinschaft. Für die Freiheit, ein wirklicher Mensch zu sein. Sie tun das unermüdlich.

Wer nun einmal inne hält und zurückblickt, etwa auf das eigene Leben im Jahr 2018 oder 2019, wird erschüttert sein, wenn er das Leben „damals“ mit dem heutigen Leben vergleicht. Über die heutigen Ungeheuerlichkeiten brauche ich hier nichts zu sagen, alle 90 Artikel auf meinem Blog sind voll davon. Doch ich möchte meine Leser bitten, den Blickwinkel zu ändern. Was tut ihr heute, wie lebt ihr heute, was habt ihr in der Zwischenzeit erfahren, was habt ihr gelernt, wie habt ihr euch verändert, was ist neu, was habt ihr „verabschiedet“ oder losgelassen?

Mitten im Sturm ……

Wir befinden uns jetzt mitten in einem Sturm, der über das Schicksal oder über den Fortbestand der Menschheit entscheidet. Wie stehen wir da jetzt, mitten drin? Wir kämpfen, ja, das tun wir, jeder auf seine Weise. Hand aufs Herz: Hättet ihr euch vor 2 Jahren vorstellen können, dass ihr heute das tut, was ihr tut? Manche Menschen, die vormals in ihren kleinen Zusammenhängen lebten, sind plötzlich „berühmt“, stehen auf Bühnen, senden Videos, man kennt ihren Namen, ihr Gesicht, ihre Stimme, man läd sie ein zu öffentlichen Veranstaltungen, man zitiert sie sogar. Doch davon will ich nicht reden, ich will über uns reden, über meine Leser hier vor allem.

Eine böse Krankheit hat die Menschheit befallen, hat uns befallen. Und wir kämpfen. Wir kämpfen gegen die Krankheit und für die Gesundheit. Wir leisten Widerstand auf allen Ebenen. Dazu gehört vieles, was wir vielleicht gar nicht bemerken oder beachten, so sehr haben wir uns daran „gewöhnt“ in dieser kurzen Zeit, die uns erscheint wie eine entsetzliche Ewigkeit. Was tun wir seit über einem Jahr?

Wir informieren uns ständig, wir suchen die Wahrheit hinter den Ereignissen und vor allem suchen wir die Wahrheit hinter all den Lügen. Wir denken darüber nach, wägen ab, suchen unsere eigene Wahrheit in der Fülle der Ungeheuerlichkeiten von allen Seiten. Wir müssen ständig auf die Fratzen der Lüge und der Bosheit schauen und „halten es aus“, weil wir verantwortlich sind und weil wir den „Feind“, gegen den wir kämpfen, doch kennen müssen.

Wir müssen unser Weltbild und unser Selbstbild korrigieren, nahezu jeden Tag aufs Neue. Nichts gilt mehr, was vorher galt. Das letzte Vertrauen in Staat, in Medien, in das Rechtssystem, ins Gesundheitswesen, in unsere Bildungseinrichtungen und vieles mehr schwindet bis zum Nullpunkt. Unsere Überzeugung, in einem freien Land zu leben, freie Entscheidungen treffen zu können, in Selbstwirksamkeit unser Leben und unser Schicksal gestalten zu können, sinkt im Moment wie die Titanik im Eismeer. Korrupte und wie besoffene Steuermänner, Kapitäne und Mannschaften scheinen nur noch ihre Laster auszuleben und bringen willentlich das ganze Schiff und uns in den Untergang vor unseren Augen, ungeachtet unseres Rufens.

Das ist eine Leistung. Das sich Informieren, das ständige Ändern und Neuausrichten des Weltbildes und Selbstbildes, das Schauen auf die niedrigsten Niederungen des Menschen, das Ändern unserer Überzeugungen, das Suchen der Wahrheit, jeden Tag. So haben die meisten von uns das „vor Corona“ nicht getan! Und wir hätten nicht gedacht, dass wir das könnten, genau so, dass wir das aushalten würden, dass wir trotz allem weiter machen würden. Bewundert euch einmal hierfür, das ist eine Leistung, die ihr euch erworben habt in so kurzer Zeit!

. und ich mitten drin

Wir mußten uns jeden Tag aufs neue selbst ermutigen, um das oben genannte zu leisten, ohne zu wissen, dass wir uns üben und kräftigen, dass wir uns trainieren. Wir mußten uns jeden Tag dazu aufraffen, uns dazu überwinden. So oft waren wir auch mutlos, manchmal verzweifelt und hoffnungslos, sahen keinen Sinn mehr in all dem und in all unserem Tun, zweifelten an unserem Denken und Fühlen. Doch wir haben uns jedes mal wieder überwunden, uns selbst hochgezogen und uns selbst in die Gänge geschubst. Manches haben wir getan, wozu unser Mut eigentlich ein Stück zu klein war und wir haben es trotzdem getan und haben es geschafft. Wer zurückblickt, stellt vielleicht fest, wie der eigene Mut gewachsen ist. All das war harte Arbeit. Bewundert euch für diese Leistung!

Und damit nicht genug. Es reichte ja gar nicht, das wir uns jeden Tag aufs neue „in den Hintern treten“ mußten. Da waren immer wieder Mitmenschen, die wir ermutigen mußten, ihnen erklären mußten, dass es Sinn macht, dass es wichtig ist, dass es genau heute genau auf ihn persönlich ankommt. Und manchmal mußten wir das tun, obwohl wir innerlich selbst am liebsten den Kopf in den Sand gesteckt hätten. Wir mußten ihnen helfen hier und da, damit sie nicht verzagen, dabei hätten wir selber Hilfe gebraucht. Wir mußten jene unterstützen, die vielleicht noch einen Schritt weiter gingen als wir es konnten. Wir haben nicht gefragt, welche „Sicherheiten“ wir für diese Unterstützung bekommen, wir haben einfach gegeben, geschenkt, im Vertrauen. Sogar im Vertrauen auf uns fremde Menschen. Dieses für andere da sein, dieses sich Kümmern, dieses im voraus geschenkte Vertrauen, das ist etwas, was nicht einfach so da ist, man muß es sich erarbeiten, man muß es entwickeln, es bedarf auch hier einer Willensanstrengung, einer Einsicht und es bedarf Mut. Das ist eine Leistung, die Anerkennung verdient: eure Anerkennung für euch selbst, für die Entwicklung, die ihr gemacht habt aus eigenem Antrieb, aus eigenem Entschluß, aus freier Entscheidung. Bewundert euch dafür!

Der Müll muß raus, das Licht muß rein

Könnt ihr euch noch erinnern, als sie uns das erste Mal einsperrten, was ihr da getan habt? Ich habe darüber gehört und gelesen, viele taten, was auch ich tat. Fenster putzen, die Wohnung putzen, die Schränke ausmisten, den Keller, alles durchsehen, was man so angesammelt hat im Laufe der Zeit. Man hat sich von manchem Kram verabschiedet, auch, weil es eigentlich längst nicht mehr zu einem selbst gehörte. Wir haben Ballast abgeworfen, unsere Umgebung freier, luftiger, sauberer und übersichtlicher gemacht. Und vielleicht ohne es zu wissen, haben wir damit im Materiellen das vorbereitet, was wir im Laufe des Jahres nun auf allen Ebenen tun mußten. Wir mußten ja dann unsere Überzeugungen und unsere Ansichten über uns, das Leben, die Menschheit und all das auch „ausmisten“, putzen, einen klareren Durchblick schaffen. Das war harte Arbeit. Vielleicht war manches Loslassen auch schmerzlich, begleitet von Wehmut. Doch wir haben es gemacht. Bewundert euch hierfür, liebe Menschen, das ist keine Kleinigkeit!

Oft habe ich gehört, die Menschen hätten in dieser Zeit, befreit vom ewigen Hamsterrad, Dinge getan, die sie schon lang nicht mehr taten. Die Zeit genossen! Musik gehört, mit den Kindern gespielt, Bücher gelesen, Bilder gemalt, geschrieben, gedichtet, auf einem Instrument gespielt seit langem mal wieder, meditiert. Manche sagen, sie hätten sich Gedanken gemacht über sich selbst, hätten wieder mehr zu sich selbst gefunden. Sie haben mehr Zeit mit den wenigen Menschen, die sie um sich haben, bewußt verbracht und neu zu genießen gelernt, neu zu schätzen gelernt. Sie sind ein Stück weit mehr Mensch geworden. Das haben sie gemacht, das habt ihr gemacht. Ihr seid ein Stück weit mehr Mensch geworden. Bewundert euch hierfür!

Oft höre ich nun, man würde anders denken über das Leben und tatsächlich auch anders leben. Man würde weniger Wert legen auf Konsum, man würde diesen hinterfragen. Man würde sich Gedanken darüber machen, was man eigentlich für eine Arbeit tut im Berufsleben und ob das wirklich so sein müsse. Ich höre und lese, Menschen ändern ihre Ernährungsgewohnheiten. Sie wollen wissen, was das für Lebensmittel sind, die sie da kaufen, woher, welche Produktionsbedingungen sind dort. Sie stellen fest, sie brauchen viel weniger Dinge um sich herum, viel weniger materiellen Luxus, weil sie spüren, welcher Luxus es ist, der wirklich glücklich macht, etwa die Verbundenheit und Liebe zu den Menschen. Sie beginnen, sich zu fragen, was Gesundheit eigentlich ist und wie man sich gesund erhalten könnte. Das sind wichtige und große Gedanken und jede Änderung zur Gesundung in all diesen Bereichen ist eine große Errungenschaft für jeden einzelnen und für die Welt insgesamt. Bewundert euch hierfür!

Innen wie außen, im Kleinen wie im Großen

Durch die sich überstürzenden Ereignisse im Weltgeschehen und die vielen neuen Aufgaben im Widerstand vielleicht etwas unbemerkt hat sich ein Prozeß in Gang gesetzt. Was wir anfangs im kleinen Umfeld begonnen haben, hat sich auf das Große übertragen. Jetzt sind es nicht nur unsere Lieben, um die wir uns sorgen, um die wir uns kümmern, für die wir uns verantwortlich fühlen, um die und für die wir kämpfen. Es sind unsere Mitmenschen, unsere Brüder und Schwestern überall, für die wir all das tun, an welche wir denken, für welche wir uns mit verantwortlich fühlen. Wir denken weniger an uns selbst, wir sehen unsere Aufgaben für die anderen. Das ist, ich bitte um Verzeihung für diesen blumigen Ausdruck, ein riesen Schritt in der Entwicklung jedes einzelnen Menschen und auch in der ganzen Menschheit. Das kommt nie von ungefähr und fällt auch nicht vom Himmel, das erringt sich jeder Mensch in sich selbst. Das ist eine Erweiterung des Bewußtseins. Das ist ein Wachstum des Menschen hin zu seinem Menschheitsideal. Aus eigener Kraft, aus eigener Einsicht, aus eigenem, und vor allem, aus freiem Entschluß. Das ist eine ungeheuerliche Leistung, liebe Menschen, in dieser kurzen Zeit! Hierfür bewundert euch bitte unbedingt und bewundert auch alle eure Mitmenschen, die eure Wegbegleiter sind, bekannt oder unbekannt, und in sich, an sich und außen in der Welt diese Arbeit leisten!

Wie lange noch?

Wie lange dauert dieses menschenverachtende Entsetzen noch? Das wissen wir nicht. Doch wir können vieles andere wissen:

Alles, was wir geleistet und uns errungen haben, macht Sinn. Wir haben uns verändert. Wir sind gewachsen. Wir sind uns selbst näher als zuvor. Wir sind unseren Mitmenschen näher als zuvor. Wir sind verantwortlicher geworden. Wir sind erwachsener geworden. Wir denken anders, vielleicht viel klarer, es sind mehr unsere eigenen Gedanken als irgendwelche Phrasen und Lügen, die uns eingetrichtert werden sollen. Das macht uns freier. Wir haben uns aufgemacht, unsere eigenen Ideale zu finden, ihnen entgegenzugehen.

Wir haben uns trainiert, fast, wie in einer Muckibude! Wir sind kräftiger, geworden, mutiger, selbstbewußter und selbstbestimmter. Wir haben eine Form von Durchhaltekraft entwickelt, die wir vorher nicht in dieser Weise hatten. Ja, manche wissen: sie haben sich eine Art von Disziplin erarbeitet. Wir haben uns eine eigene Ansicht erschaffen von richtig und falsch, von gut und böse, von lebensfördernd und lebensvernichtend, wir haben unsere eigene Wahrheit entwickelt und fragen nun nicht mehr. Wir fragen niemanden mehr, was wir tun sollen, was richtig sei. Wir haben uns eine Entscheidungsfähigkeit und eine Kraft und Sicherheit hierfür aufgebaut. Wir tun, was wir für richtig und gut halten. Wir bleiben auf unserem Weg, auch wenn er so dunkel ist. Weil wir es wollen, weil dies der richtige Weg für uns ist, weil er dem Licht und der Wahrheit dient. Viele von uns waren vor zwei Jahren nicht so, nicht genau so. Sie waren sich nicht so sicher über all das. Nun sind sie sich sicher. Sie haben gelernt, sich auf sich selbst zu verlassen. Sie haben gelernt, worauf man vertrauen kann und worauf nicht. Dies ist eine neue Kraft der Unterscheidungsfähigkeit. Und auch das alles ist nicht vom Himmel gefallen, solches kann sich nur jeder Mensch selbst und aus freiem Entschluß selbst erringen. Bewundert euch hierfür, liebe Menschen.

Es geht weiter

Wir wissen nicht, wie lange noch. Wir wissen nicht, wohin dieser Weg führt. Wir wissen nicht, wie es ausgehen wird. Doch wir wissen, wir haben am Scheideweg die richtige Abzweigung genommen. Wir haben begonnen, bewußt oder unbewußt, eine Unterdrückung, die wir mehr oder weniger spürten, zu bekämpfen und abzuschütteln. Wir haben begonnen, uns zu befreien! Wir sind auf dem richtigen Weg und viele viele andere gehen diesen Weg auch. Manchmal gehen wir ein Stück zusammen und manchmal gehen wir weite Strecken allein, so fühlt es sich oft an. Doch wir gehen niemals wirklich allein. Es gibt nicht nur die Dunkelheit. Es gibt auch das Licht. Und wir gehen diesen Weg für das Licht und so wird es uns helfen, dieses Licht.

Erkennt, dass ihr eine bewundernswerte Entwicklung gemacht habt und viele andere mit euch. In so kurzer Zeit. Schon allein hierfür hat sich all die Mühe gelohnt. Doch der Lohn liegt in der Zukunft. Alles Errungene können wir gebrauchen auf diesem Weg. Es wird uns helfen, uns stärken und oftmals schützen. Und „nach oben gibt es keine Grenze“. Wir machen ja weiter. Wir wachsen weiter, über uns selbst hinaus. Das ist es, was hier geschieht. Bewundert euch, und bewundert eure Weggefährten und schaut euch zu, wie ihr über euch hinauswachst und feiert es!

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