In der 45. Ausgabe der Wochenzeitung erscheint ein Artikel, wie oben benannt, von Elias Davidsson, der, am Ende des Artikels, die Leser dazu aufruft, ihre Entwürfe hierzu zu entwerfen und umzusetzen. Meine Arbeit hierzu sende ich als Leserbrief und Information an Demokratischer Widerstand, was bereits mehrfach geschehen ist, jedoch nicht wahrgenommen werden wollte. Deshalb hier nochmals, anhand des oben genannten Artikels, den ich gut finde, der jedoch mehrere Denkfehler und einen Kardinalfehler enthält, meine Ausführungen. Hierzu zitiere ich aus dem Artikel und kommentiere es anschließend.

Die Hauptziele der neuen Demokratiebewegung beschränken sich auf den Wunsch zur Rückkehr zur alten Normalität, das heißt auf Forderungen zur Aufhebung der behördlichen Corona – Maßnahmen. Zwar gibt es am Rande auch eine diffuse Erkenntnis, dass diese Forderungen zu kurz ziehen; das System selbst müsste geändert oder erneuert werden. Diese Ziele bleiben aber abstrakt. Sie werden nicht in eine klare Strategie eingebettet, geschweige denn in konkrete Aktionen umgesetzt.“

Ja, das System muß in der Tat geändert werden. Doch dieses Ziel bleibt nur so lange abstrakt, solange man konkrete Angebote und Strategien nachhaltig ignoriert. Mehrere Ausführungen hierzu meinerseits wurden nicht zur Kenntnis genommen.

Auf welchen Grundlagen soll das neue System beruhen? Was sollen seine Grundwerte werden? Seine politische Struktur? Sein Menschenbild? Diese Fragen werden kaum berührt. Aber wer nicht weiß, wohin die Reise geht, bleibt gerne zuhause.“

Ich stimme zu: „Wer das Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht finden“, frei nach Christian Morgenstern. Aber auch: Wer es nicht weiß und die Vorschläge seiner Mitmenschen ignoriert, tappt auch nur im Dunkeln, und das wissentlich! In vielen meiner Artikel auf www.hexen-heuler.de weise ich immer und immer wieder auf diese Dinge hin. Es geht nicht mehr um Abschaffung diverser „Maßnahmen“, es geht ums Ganze, und was grundsätzlich fehlt, ist ein menschengemäßes Ideal, welches auch Leitstern für das Ziel sein könnte, welches der Autor sucht.

Der Mensch ist ein seelisch – geistiges Wesen

Welches Menschenbild haben wir jetzt, und nicht erst seit „Corona“, und welches Menschenbild wollen wir gerne leben oder anstreben, das ist hier die Frage. Das materialistische, geist- und seelenlose Menschenbild hat uns über Generationen in dieses Dilemma gebracht, es wird uns hier nicht rausführen. Das Menschenbild, von dem ich spreche, ist keine Neuigkeit: Der Mensch ist ein seelisch – geistiges Wesen, welches in einem materiellen Körper wohnt. Dieses Wesen lebt in einer (nicht nur) materiellen Welt, welche ihm dienen sollte und nicht umgekehrt: Der Mensch hat endlich nicht mehr dem Materialismus zu dienen und sich ihm zu unterwerfen in letzter Konzequenz als ein transhumanes Roboter- Maschinenwesen, welches nicht mehr als Mensch zu bezeichnen sein kann.

Zusammenfassend könnte man sagen, dass individuelle Selbstbestimmung (Freiheit), Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit die wichtigsten übergeordneten Ziele eines Systemwechsels sein könnten oder sollten. Demokratie ergibt sich aus dem Grundsatz der Gerechtigkeit. Diese Begriffe sind auf allen Formen des gesellschaftlichen Lebens anwendbar, sei es zur Strukturierung der Gewaltenteilung, der Justiz, der Medien oder der Wirtschaft.“

Es zeigen sich hier die ersten Denkfehler, die leider fast überall auftauchen. Zum einen wird hier einiges vergessen, etwa, dass Freiheit niemals ohne Verantwortlichkeit zu haben ist. Und die fehlende Bereitschaft der Menschen bisher, Verantwortung für ihr Handeln oder Unterlassen zu übernehmen, ist mit ein Grund für die Hölle, die wir selbst erschaffen haben, welche wir nun erleben müssen. Und die Freiheit der Brüder und Schwestern neben mir ist auch zu berücksichtigen. Doch was „die Strategie“ oder „die Ziele“ betrifft, ist der wichtigst Denkfehler hier, dass etwa Gerechtigkeit auf alle Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens anzuwenden sei, wie etwa auf das Wirtschaftsleben.

In meinem Artikel zur Dreigliederung des sozialen Organismus https://www.hexen-heuler.de/die-dreigliederung-des-sozialen-organismus/ führe ich aus, dass die sogenannte Gerechtigkeit, im eigentlichen Sinne hier das Thema Gleichheit, nicht in das Wirtschaftsleben gehört und auch nicht ins Geistesleben, zu welchen etwa Bildung, Kultur, Religion und Wissenschaft gehören. Ins Wirtschaftleben gehört die Brüderlichkeit (das ist nicht „Gerechtigkeit“) und ins Geistesleben gehört die Freiheit. Die Gleichheit gehört ausschließlich ins Rechtsleben. Und diese drei genannten Lebensbereiche, welche in einem lebendigen sozialen Organismus gegliedert sind und sich gegenseitig befruchten und zur freien Entfaltung verhelfen, bilden die Grundlagen der so genannten „Dreigliederung“, welche so ungern zur Kenntnis genommen wird.

Ist der Krieg für euch die einzig denkbare Denk- und Handlungsweise als Mensch?

Ziele zu setzen ist der erste Schritt. Der zweite Schritt ist die Formulierung ein­er erfolgreichen Strategie. Der Demokratiebewegung fehlt eine Strategie um das unbrauchbare System zu beseiti- gen. Die Gegenseite versucht ihrerseits, strategisch zu handeln. Bis jetzt hat die Demokratiebewegung keine Gegenstrategie. In einer solchen Situation ist der Ausgang des Kampfes voraussehbar. Was ist eine gute Strategie? Hier eine knappe Definition: Es ist ein Plan zum vollständigen Sieg über den Gegner.“

Der Demokratiebewegung fehlt, mit Verlaub, eine Strategie nur, wenn sie angebotene Strategien ignoriert. Und ich finde es beschämend als Mensch, hier als einzige „gute“ Strategie zu lesen, es sei ein Plan zum „vollständigen Sieg über den Gegner“. Diese Art von Formulierung taucht immer wieder im Artikel auf und ich habe den Eindruck, der Autor kennt nur eines: Krieg, Gewinner und Verlierer, Sieger kann nur sein, wer den Gegner vernichtet, und hierzu bedarf es der besseren Waffen. Das ist die Welt, das sind die Gedankengänge, die „Weisheiten“, die uns in diese Hölle gebracht hat. Aufrüstung und Krieg, sogar in der Sprache, als Strategie, um aus einem menschenverachtenden System heruaszukommen? Haben wir denn so gar nichts gelernt? Müssen wir stets noch mehr von dem tun, was nicht funktioniert, noch mehr von dem, was uns diesen Schlamassel beschert hat? Könnt ihr Herren mal damit aufhören? Gibt es nicht genügend Beispiele in der Geschichte, die uns ein anderes, besseres Konzept darlegten, welches wir nachhaltig und dauerhaft verleugnen und ignorieren seit Menschengedenken, obwohl wir ihre Zitate und ihre Gesichter auf Plakaten und Transparenten auf den Demos vor uns her tragen und behaupten, wir würden sie ehren?

Kriegsführung ohne Ende oder Neugestaltung unter Mitmenschen?

Die Entdeckung einer guten Strategie beginnt mit dem Suchen nach den Schwachseiten der Gegenseite und der Hervorbringung seiner eigenen Stärke. Die Kunst einer erfolgreichen Strategie liegt in der Fähigkeit, der »schwachen« Seite die eigenen Werte der Gegenseite als Gegenstand des Kampfes aufzuzwingen.“

Das mag alles so sein in einer guten Kriegsführung, doch können wir uns darauf einigen, dass Krieg noch niemals Frieden schaffen konnte? Das zeigt ein Blick auf die letzten Jahrtausende, oder nicht? Hat es zu mehr Menschlichkeit geführt? Die eigene Stärke ist die eigene Stärke, völlig unabhängig von dem, wer oder was „der Gegner“ ist oder tut. Die eigene Stärke entsteht aus dem eigenen Inneren und aus der Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Krieg war schon immer ein Fehler und ist es auch heute. Jemandem etwas oder einen Kampf aufzuzwingen ebenso. Leiden wir nicht gerade unter „Zwang“? Die eigene Stärke könnte ein neues Menschheitsideal sein, wie bereits genannt: die Abwendung vom Materialismus und auch von dem materialistischen Menschenbild aus Erkenntnis über dessen Zerstörungkraft von allem, was lebensfreundlich ist. Dazu gehört auch etwa die Abkehr vom Starren auf Statistiken auf tote, der Lebenswahrheit ferne Zahlen. Da gebe ich dem Autor recht:

Die Gegner der Demokratiebewegung haben bis jetzt die Spielregel bestimmt, nämlich die Debatte auf angebliche Fakten zu reduzieren (Inzidenzzahlen, die Nützlichkeit der Masken und die Notwendigkeit der Impfung). Wer sich auf diese Debatte einlässt, verliert schon im Vorfeld,..“

Hört auf damit, dieses dumme Spiel mitzspielen. Lasst sie doch einfach weiter ihre erfundenen Zahlen und gefälschten Statistiken rauf – und runter beten. Fangt an, euer Menschenbild zu überdenken und neu zu gestalten. Lernt aus den Fehlern der Jahrtausende, es sind nicht viele, es sind nur immer die gleichen. Hier geht es leider gerade so weiter, mit immer demselben Fehler: Krieg, Krieg, Krieg, die einzige Strategie die der Mensch akzeptieren will ist wohl Krieg und seine Strategien und Mechanismen. Abgesehen davon weiß ich nicht, wo hierbei die geforderte Phantasie sein soll, wie viel Phantasie braucht man, um Krieg zu führen mit immer demselben vernichtenden und menschenverachtenden Folgen und ohne jemals damit Frieden erschaffen zu haben:

Eine erfolgreiche Strategie wäre, den Gegner zu zwingen, auf der Prämisse dieser Grundwerte zu kämpfen, sprich die Grundwerte Wahrheit und Gerechtigkeit. … Die praktische Umsetzung dieser Strategie fordert gedankliche Arbeit und viel Phantasie. Diese Arbeit kann aber nur angefangen werden, wenn man das strategische Grundprinzip verstanden hat, und es nicht mit taktischen Manövern oder Methoden verwechselt.“

Es wird Zeit, endlich Neues zu erschaffen, von Menschen und für Menschen und für eine lebensbejahende Welt ohne Krieg und Vernichtung

Auf meinem Blog in über hundert Artikel weise ich stets auf gangbare Wege hin, die jeder für sich persönlich gehen kann, die sofort umsetzbar sind und die zur Veränderung des einzelnen und somit der Welt beitragen. Ebenso weise ich hin auf Wege, die Menschengruppen umsetzen können, auch sofort. Es sind dies viele kleine und größere Schritte, die jetzt machbar sind und die Welt neu gestalten, die eine Zukunft erschaffen, die wir uns ersehnen, in welcher wir gesund, frei, selbstbestimmt und liebevoll miteinander leben können und wollen. Ich weise auch hin auf das, was nicht funktioniert, nämlich genau das: Krieg führen, zwingen, vernichten, herrschen. Und es ist nicht auf „meinem Mist“ gewachsen.

Es geht um die Zukunft!

Wir haben genügend Vorbilder, Vorreiter, es sind dies Menschen, die denkenden Wesen bekannt sind und die sie zum Teil ehren und oft genug zitieren. Es gibt genügend Wege, die bereits bekannt sind und die sich bewährt haben, für kurze Zeit an verschiedenen Orten, bis sie wieder vergessen wurden, wahrscheinlich deshalb, weil sie den einzelnen auffordern, Verantwortung zu übernehmen, sich selbst zu wandeln, sich selbst weiterzuentwickeln und zu handeln. Ist das denn so viel unbequemer wie diese ewige Kriegsführerei? Es ist doch möglich, man muß es nur tun. Und anders wird es nicht gehen.

Salutogenese, die Akzeptanz des Menschen als ein seelisch-geistiges Wesen, das Wiedererlangen der eigenen spirituellen Natur und einer solchen Lebensweise, der Anerkennung des Menschen als Teil des Gesamten und nicht als Beherrscher und Mißbraucher der Natur und der Erde, die Dreigliederung des sozialen Organismus als die menschengemäße Lebensform der Zukunft unter Menschen, die dieser Bezeichnung würdig wären, das Wagnis, „liebevollen Umgang“ nicht herunterzudegradieren zu hohlen Begriffen wie „Solidarität“ aus lauter Scham, von Liebe zu sprechen, das und noch viel mehr zeigen uns die von uns verehrten Vorbilder. Es ist alles bekannt, es liegt alles auf einem Silbertablett vor unserer Nase und uns soll wieder einmal nichts anderes einfallen, als einen Krieg zu führen? In diesem Falle wäre „der Kampf“ sowieso schon verloren. Und dieser Kampf, dieser Krieg, der wird wohl der letzte sein. Hört endlich auf damit! Und hört endlich auf, die kriegerische Sprache zu verwenden.

Was ist los mit euch?

Wieder einmal ruft uns jemand zum Kampf auf, dazu, kriegerische Strategien auszudenken und umzusetzen. Warum ist euch denn der Krieg so lieb, obwohl er niemals etwas anderes brachte als Leid und Vernichtung? Warum ist euch denn das Gesunde und das Gute so widerlich, dass ihr es scheut, wie der Teufel das Weihwasser? Was ist denn los mit euch? Warum fangt ihr denn nicht einfach an, jetzt, heute, jeder bei sich und zusammen in den kleineren und größeren Gruppen, für das Leben zu sein, ja zu sagen zum Leben. Warum fangt ihr nicht endlich einfach damit an, euch eures Mensch – Seins zu besinnen und euch so zu benehmen, so zu leben? Warum geht ihr nicht einfach mal diese Schritte? Habt ihr Angst davor, dass sie funktionieren könnten? Dass sie euer bisheriges Weltbild vom ewigen „herr-lichen“ Krieg, vom Mensch als Kämpfer und Vernichter, als Beherrscher und Unterworfener ins Wanken zu bringen? Was ist los mit euch?

Schlußanmerkung: Wer jetzt mault, das alles sei viel zu unkonkret, wo seien denn nun die Alternativen…, dem möchte ich sagen, dass ich nicht gewillt bin, meine bereits hundert geschriebenen Artikle hier nochmals aufzuschreiben. Er möge sich doch dazu aufraffen, als tatkräftiger Mensch, des Lesens mächtig, die vorhandenen Artikel zu lesen, es steht alles drin, restlos alles, und ausführlich, in Häppchen und mit Gebrauchsanweisung zum Sofortanwenden. Jedoch auch hier gilt: es gibt nichts gutes, außer man tut es. Machen muß man schon selber, nur vom Konsumieren wird sich nichts ändern.

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